Schloss Wiepersdorf (Bild: Dominik Lenz/Inforadio)
Bild: Dominik Lenz/Inforadio

Brandenburg will 1,4 Millionen Euro geben - Zukunft von Schloss Wiepersdorf offenbar gesichert

Die Zukunft des Künstlerhauses Schloss Wiepersdorf in Brandenburg ist offenbar gesichert.

Im neuen Doppelhaushalt 2019/2020 seien jeweils etwa 700.000 Euro für das Haus eingeplant, sagte ein Sprecher des brandenburgischen Kulturministeriums dem Evangelischen Pressedienst. Die endgültige Entscheidung über die Mittel treffe der Landtag. Das Ministerium arbeite gerade mit Hochdruck daran, eine Lösung für den Weiterbetrieb zu finden. Dazu sei auch ein Gutachten in Auftrag gegeben worden, hieß es.

Das Haus soll Ende Juli geschlossen und für anderthalb Jahre renoviert werden. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz will sich dann als Betreiber zurückziehen. Zahlreiche Kulturschaffende befürchteten deshalb, dass der ehemalige Wohnsitz von Achim und Bettina von Arnim als Künstlerresidenz endgültig geschlossen wird.

Rund 100 Millionen zusätzliche Mittel für Kultur, Wissenschaft und Forschung

Brandenburg will in den nächsten beiden Jahren deutlich mehr Geld für Kultur, Wissenschaft und Forschung ausgeben. Im Doppelhaushalt für 2019 und 2020 sind rund 100 Millionen Euro zusätzliche Mittel dafür eingeplant, wie das Ministerium am Freitag in Potsdam mitteilte. Insgesamt seien für 2019 rund 889 Millionen und für 2020 rund 903 Millionen Euro für den Kultur- und Wissenschaftshaushalt vorgesehen, sagte Ministeriumssprecher Stephan Breiding.

Aus den zusätzlichen Kulturmitteln sollen insgesamt rund 16,3 Millionen Euro in die Finanzierung der Theater und Orchester in Brandenburg fließen, hieß es. Rund 600.000 Euro soll die Landesstiftung Kleist-Museum bekommen.

16,5 Millionen für die Lehrerbildung an der Uni Potsdam eingeplant

Zusätzliche Mittel in Höhe von rund einer Million Euro sollen für die Sanierung des Klosters Neuzelle bereitgestellt werden. Knapp zwei Millionen Euro sollen an den evangelischen Dom zu Brandenburg an der Havel gehen. Das Dorfkirchenprogramm des Landes soll im Rahmen des Doppelhaushalts mit rund 600.000 Euro Landesmitteln weitergeführt werden.

Im Wissenschaftsbereich sollen aus den zusätzlichen Mitteln unter anderem rund 16,5 Millionen Euro für die Lehrerbildung an der Universität Potsdam eingesetzt werden, hieß es. Damit soll die Erhöhung der Zahl der Studienanfängerplätze für Lehrer von 650 auf 1.000 gefördert werden. Der Gesundheitscampus Brandenburg soll ab 2019 jährlich 1,6 Millionen Euro zusätzliche Landesmittel bekommen.

Sendung: Antenne Brandenburg, 06.07.2018, 18:30 Uhr

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