Das Polizeigefängnis in der Keibelstraße in Berlin-Mitte (Quelle: Imago, Rolf Zöllner)
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Revier in der Keibelstraße - DDR-Polizeigefängnis wird Lernort für Schüler

Das einstige DDR-Polizeigefängnis in Berlin könnte nach Einschätzung von Bildungsstaatssekretär Mark Rackles ab 2022/23 zu einem allgemein zugänglichen Erinnerungsort werden.

Ab Dezember werde zunächst eine Etage des historischen Ortes an der Keibelstraße für Schulklassen geöffnet, kündigte Rackles am Freitag an. Der Verein Agentur für Bildung werde dafür das Lernkonzept entwickeln. Das sei aber keine Entscheidung gegen die Gedenkstätte Hohenschönhausen, die sich ebenfalls beworben hatte, betonte der Staatssekretär. Mehr als 300 Klassen pro Jahr verkrafte das Gebäude nicht.

In dem Gefängnistrakt wurden viele verhört

Das frühere DDR-Polizeipräsidium mit seinem Gefängnistrakt war berüchtigt und gefürchtet. Auch der Maler Norbert Bisky, Rock-Musiker Tony Krahl, die Mutter des letzten erschossenen DDR-Flüchtlings Chris Gueffroy, Karin Gueffroy wurden in der Keibelstraße "zur Klärung eines Sachverhalts" verhört.

Seit Jahren wurde um eine Nutzung des mehrgeschossigen Baus gerungen. Um das Gefängnis für alle zugänglich zu machen und nicht nur für Schulklassen, müssten laut Rackles Millionen Euro in die Hand genommen werden. Ende August werde zunächst ein fachkundiges Gremium mit der Arbeit an einem Konzept beginnen.

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1 Kommentar

  1. 1.

    Ich finde es bedauerlich, dass, neben dem Stasi Untersuchungsgefängnis, ein weiteres Stück Unterdrücksinfrastruktur, erhalten bleibt.

    Die Gefängnisse bleiben intakt und können nach geringfügigen Maßnahmen in den Vollbetrieb gehen.

    Das zeigt, dass wir noch weit von wirklicher Demokratie entfernt sind.

    Die Wohngebäude um den Stasiknast Hohenschönhausen gehören alle der BRD. Sollte sich die Situation zum Schlechten wenden, ist alles Unterdrückungswerkzeug sofort zur Hand.

    Nicht gut

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