Der Sänger und Musiker Liam Gallagher steht beim zweitägigen Musikfestival Lollapalooza auf dem Gelände des Olympiaparks auf der Bühne (Quelle: dpa/Gregor Fischer)
dpa
Audio: Inforadio, 10.09.2018, Raffaela Jungbauer | Bild: dpa

Kaum Künstlerinnen bei Berlins größtem Festival - Schniedelpalooza

Bei der vierten Ausgabe von Berlins größtem Musikfestival treten kaum Frauen auf - mal wieder. Veranstalter beklagen, dass es zu wenige große weibliche Namen im Geschäft gibt. Viele Künstlerinnen sehen hingegen ein grundsätzliches Problem. Von Oliver Noffke

Mit mehr als 140.000 Besuchern ist das Lollapalooza eines der größten Festivals Deutschlands. Seit der ersten Ausgabe vor drei Jahren werden die Veranstalter immer wieder mit dem Vorwurf konfrontiert, kaum Platz für weibliche Künstler einzuräumen. Ein Blick ins Line-up vom Wochenende zeigt: Es gab elf rein weibliche Acts und drei gemischte. 56 waren rein männlich - und damit exakt 80 Prozent.

Verglichen mit den vergangenen Jahren ist das bereits ein Fortschritt. Hier lag die - nennen wir sie - Schniedelquote kontinuierlich zwischen 80 und 91 Prozent. Diese Rechnung ist im Übrigen sehr wohlwollend. Zählte man die tatsächlichen Köpfe einer Band, würde schnell klar: Auf den Bühnen von Berlins größtem Festival ist der Frauenanteil weitaus geringer als in der deutschen Autoindustrie.

Das Lollapalooza ist kein Einzelfall - auf den Postern von Rock am Ring oder Highfield muss man Künstlerinnen oft mit der Lupe suchen. Es ist auch keine Frage des Musikstils: Bei Klassik- oder Jazzfestivals treten oft ebenso viel mehr Männer auf, wie bei Hardcore- oder R’n’B-Festivals. Wie kann das sein in einer Branche, die als liberal und weltoffen gilt?

Wenn der Frauenanteil bei zwei Prozent liegt

Veranstalter führen gern an, dass es einfach zu wenige Bands mit weiblicher Besetzung gebe, mit denen sich die großen Festivals füllen ließen. Entsprechend äußerte sich auch der Veranstalter des Lollapalooza gegenüber der rbb-Welle Radioeins. Zudem schnappten sich die Festivals die wenigen, die es gibt, auch noch gegenseitig vor der Nase weg. Dass beim Melt-Festival im Juli bei Dessau mit The XX und Florence + the Machine gleich zwei Bands, die von Sängerinnen angeführt werden, als Headliner spielten, ist eine absolute Ausnahme.

Wie wenig erfolgreiche Frauen es in der Musikbranche gibt, verdeutlicht eine Auswertung der US-amerikanischen Annenberg Inclusion Initiative. Sie hat die jeweils 600 erfolgreichsten Lieder der US-Billboard-Jahrescharts von 2012 bis 2017 ausgewertet. Das Ergebnis: An 22,4 Prozent dieser Lieder waren Frauen als Künstlerin beteiligt. Es stimmt also, dass Frauen seltener Erfolg haben oder es weniger erfolgreiche Musikerinnen gibt. Die Studie zeigt aber auch, dass Frauen es extrem schwer haben, überhaupt in Positionen zu kommen, in den sie Entscheidungen treffen oder andere fördern können. Nur 12,3 Prozent der Lieder wurden von Frauen geschrieben und verschwindend geringe zwei Prozent von Frauen produziert.

Forderung nach Quoten auch in der Musikindustrie

Es ist ein bisschen so, wie mit der Frage nach dem Huhn und dem Ei. Was war zuerst da: der Erfolg oder die Chance darauf, überhaupt Erfolg haben zu können?

Viele Künstlerinnen halten es entsprechend für Quatsch, dass Frauen keine Hits erschaffen können. Sie werfen der Musikindustrie vor, Künstlerinnen systematisch zu benachteiligen. Die kanadische Sängerin und Produzentin Grimes sagte dem "Rolling Stone" 2016: "Ich glaube nicht, dass es nur so wenig Produzentinnen gibt, weil sich Frauen dafür nicht interessieren. Es ist für Frauen schwer reinzukommen. Es ist ein ziemlich feindseliges Umfeld."

Shirley Manson, Sängerin der schottischen Band Garbage, gab Anfang des Jahres ein langes Interview [huffingtonpost.com], indem sie erzählte, wie Frauen in der Musikindustrie, ihrer Meinung nach, klein gehalten werden. Sie engagiert sich für die Initiative Keychange, die dafür wirbt, dass Festivals bis 2022 ihr Line-up zu 50 Prozent mit weiblichen Bands zu füllen. Etwa 120 zumeist kleine und mittelgroße Festivals haben bereits zugesagt, diese Forderung erfüllen zu wollen. Darunter auch das Jazzfest Berlin, das jedes Jahr im November stattfindet, und das Hamburger Reeperbahnfestival.

Drei Mal ein Typ auf dem Titel, bevor eine Frau drauf darf

Medien spielen ebenso eine Rolle. Die "NME", eine der wichtigsten Musikzeitschriften, brachte es vor Kurzem fertig, dreimal Liam Gallagher auf ihr Titelblatt zu nehmen, bevor wieder eine Frau zu sehen war.

Blickt man zurück in andere Jahrzehnte hat sich mittlerweile aber schon einiges geändert. In den siebziger Jahren war der Anteil erfolgreicher Frauen im Rock und Pop noch recht übersichtlich: Janis Joplin, Joni Mittchel, Patti Smith, Stevie Nicks - das war's. Mit Beyoncé, Rihanna, Pink und Florence + the Machine ist die Anzahl weiblicher Musiker, die ganze Stadien füllen können, immer noch recht übersichtlich - dahinter wird das Feld aber schon deutlich breiter. Vielleicht sinkt die Schniedelquote ja beim fünften Lollapalooza mal unter 80 Prozent.

Beitrag von Oliver Noffke

Kommentar

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40 Kommentare

  1. 40.

    Die ständige Beschwichtigung ist unangebracht. Es war der Feminismus der die Idee des Genitalien-Zählens überhaupt aufgebracht hat. Ohne diese Ideologie käme kein Mensch auf die Idee, das überhaupt zum Thema zu machen. Es ist der Feminismus, der ungleiches Zahlenverhältnis mit "Diskriminierung" gleichsetzt, obwohl jedem Menschen mit mehr als drei funktionierenden Synapsen klar ist, dass diese Gleichsetzung logikbefreiter Blödsinn ist. Es ist der Feminismus, der Geschlechterquoten als vermeintliche "Lösung" für das selbst herbeidefinierte "Problem" verlangt, obwohl jedem Menschen mit mehr als 3 Synapsen klar sein muss, dass damit überhaupt erst die Ungerechtigkeit in die Welt gesetzt wird, die der Feminismus vorgibt zu "bekämpfen". Und der Text bedient alle diese feministischen Klischees, ohne jeden kritischen Einwand.

  2. 39.

    @35, Anorak: Nochmal sorry - diesmal ernster gemeint: Beim nochmaligen Lesen muss ich zugeben, dass der Autor nicht wirklich neutral schreibt sondern durchaus andeutet, dass er die Veranstalter-Aussage, es gebe einfach nicht genug singende Frauen, klar bezweifelt - vermutlich, ohne dafuer Belege zu haben. Dennoch halte ich Ihre Kritik fuer ueberzogen: Ich finde den Fakt des geringen Frauenanteils und Statements dazu interessant und berichtenswert. Ihr Vorwurf der Klischeehaftigkeit ist insofern falsch, als dass Klischees reine Vorstellungen sind, der geringe Frauenanteil aber ein nachweisbarer Fakt. Sie halten es jedenfalls fuer unnoetig, den zu veraendern, was ein akzeptabler Standpunkt ist. Warum aber nutzen Sie Ihrerseits nun ein echtes Klischee; naemlich das von der boesen feministischen Ideologie, die uns mit Hilfe eines OeR-Senders ueberrennen will? Hat Sie die 'Schniedel'-Formulierung echt derart provoziert, dass Sie daraus eine Verschwoerung ableiten muessen?

  3. 38.

    Sorry, Anorak, aber das finde ich nur noch laecherlich: Der Autor beschreibt ein Phaenomen und nennt dazu verschiedene moegliche Deutungen. Nicht mehr und nicht weniger. Dass Sie sich derart ereifern, laesst mich vermuten, dass Sie z.B. selbst einmal Opfer einer Quotenregelung wurden. Das waere ggf bedauerlich, rechtfertigt aber nicht das weitgehend unsachliche Bashen dieses Artikels.

  4. 37.

    Das Leben ist eines der härtesten der Welt. Schön entspannt bleiben und nicht verkrampfen. Letztlich bestimmt der Konsument, ob er das gut oder schlecht finden soll. Da braucht es keine vorgefertigten Meinungen.

  5. 35.

    Der Feminismus ist keine biologische Eigenschaft, sondern Ideologie und politisches Programm, zu der sich die Anhänger bewusst entscheiden. Ideologien und politische Programme zu kritisieren oder auch ganz abzulehnen ist in einer Demokratie das Normalste von der Welt. Demokratische Diskurse mit Geschlechter- oder Rassenhass gleichzusetzen ist ein schwerer Denkfehler.

    "Handlanger einer Ideologie"

    Der Autor bedient offensichtlich feministische Klischees.

    "Duerfen Fakten [...] nicht mehr publiziert werden?"

    Es geht nicht um Fakten, sondern um die Interpretation, um die Unterstellung dass das ein Problem sei, und die sexistischen Beschimpfungen die er damit verbindet. Das ist feministisch. Und das hat in einem ÖR-Sender nichts zu suchen. Wer ideologische Reflexe bedienen will, soll sich bei EMMA bewerben, aber nicht auf Kosten der Allgemeinheit. Ich denke die Forderung ist legitim. Würden Sie das auch so glimpflich sehen wenn im Namen des RBB AfD-Propaganda verbreitet würde?

  6. 34.

    Hallo ....

    vielleicht sind Frauen einfach die besser zahlende Zielgruppe wenn Männer auf der Bühne stehen ..

    In meinem Erleben sehe ich eher Mädchen/Frauen in Fan-Hysterie .... wer zahlt bestimmt über den Erfolg.

  7. 33.

    @31: Solche Schlussfolgerungen sind grenzwertig, Renate: Hier aeussern sich geschaetzt 20+ verschiedene Personen, von denen nur vier sich anhand des Nutzernamens klar als Frauen identifizieren. Eine lehnt den Artikel ab, eine aeussert sich indifferent, zwei befuerworten ihn. Laege nach der von Ihnen verwendeten Logik nicht die Folgerung viel naeher, dass Frauen das Thema kaum interessiert?

  8. 32.

    @anorak2: Analog zu einigen Feministinnen, die "den Mann" zum Feindbild erklaert haben, haben Sie Ihrerseits offenbar pauschal "die Feminist(inn)en" und angenommene Unterstuetzer hierzu erkoren: Sie stellen die im Artikel genannte Unterrepraesentation nie in Frage. Sie sagen nur, dass sie nicht relevant sei. Zwar kennen Sie nach eigenem Bekunden die Gruende der Unterrepraesentation nicht, halten die Frage aber in jedem Fall fuer unwichtig. Kann man natuerlich so sehen. Sehen andere anders; auch ich, der ich mich nicht als Frau sehe.
    Albern finde ich jedenfalls Ihren Vorwurf, dass Oliver Noffke durch die mehr oder weniger sachliche Darstellung von Fakten Handlanger einer Ideologie sei. Duerfen Fakten, die offenbar fuer sich sprechen koennen, nicht mehr publiziert werden?

  9. 31.

    Dieses Missverhältnis anzusprechen und zu fragen, warum das so ist, ist absolut legitim. Dass sich hier hauptsächlich Männer abfällig oder ablehnend zu dem Thema melden, zeigt ja, dass der Artikel seine Berechtigung hat.

  10. 30.

    @Frank

    "Diese Frage ist jedoch eher wenig Gegenstand der Diskussion"

    Wahrscheinlich weil niemand die Antwort kennt.

    "Statt dessen streiten viele mit beachtlicher Verve darueber, ob man das ueberhaupt diskutieren muss"

    Und das überrascht dich? Der Artikel zelebriert den feministischen Tunnelblick, der jedes x-beliebige Thema auf eine Geschlechterfrage umbiegen will. Dass der Feminismus so tickt haben einige von uns schon länger mitbekommen und sind davon genervt. Ein Sender, den wir alle immerhin unfreiwillig bezahlen müssen, sollte sich nicht so offen zum Handlanger einer Ideologie machen. Nichtmal wenn es eine mehrheitsfähige Ideologie wäre, was diese allerdings definitiv nicht ist.

    "ob das Beduerfnis von Frauen zum oeffentlichen Musizieren wirklich 2,5 Mal kleiner ist"

    Das kann z.B. sein, ist aber auch unwichtig. Das Geschlechterverhältnis der Musiker ist nur in 2 Popmusik-Genres relevant: Girlgroups und Boygroups. Sonst überhaupt nicht.


  11. 29.

    Musik, zumal oeffentliche, ist ein wichtiger Teil der Kultur. Also ist doch die sachliche Frage interessant, warum eine Bevoelkerungsgruppe, die (nach 2-Geschlechter-System) 51% der deutschen Gesellschaft ausmacht, seit Jahren auf einem solchen Festival 2,5-fach unterrepraesentiert ist. Diese Frage ist jedoch eher wenig Gegenstand der Diskussion. Statt dessen streiten viele mit beachtlicher Verve darueber, ob man das ueberhaupt diskutieren muss, oder leiten das inhaltliche Niveau des Artikels aus Worten der Ueberschrift ab.
    Interessant finde ich z.B. #13, der darauf hindeutet, dass auch ohne Musikindustrie viel weniger Frauen auf die Buehne gehen. Relevant ist nun, ob das Beduerfnis von Frauen zum oeffentlichen Musizieren wirklich 2,5 Mal kleiner ist als von Maennern. Oder ob tatsaechlich viele Frauen wollen, aber nicht koennen; und welche Gruende das dann hat. In letzterem Fall sollte die Gesellschaft daran arbeiten.

  12. 28.

    Ich war da! War super.
    Die Besucher waren zu mindestens 70% junge gut gelaunte Frauen/Mädchen. Wirklich echt wenig Jungs.
    Das ist doch echt diskriminierend! Das muss auch eine Quote her!

  13. 27.

    Stümmt, Zahlenverhältnisse sind irrelevant. Insbesondere sind ungleiche Zahlenverhältnisse kein Beleg für Diskriminierung, weil sie Resultat freiwilliger Entscheidungen sein können. Einfache Logik. Umgekehrt sind gleiche Zahlenverhältnisse kein erstrebenswertes Ziel, weil davon niemand was hat. Wenn dieses sinnlose Ziel mit Quoten erzwungen wird, dann müssen Menschen nur wegen ihres Geschlechts Chancen verweigert werden - also genau das wogegen der Feminismus _vorgibt_ zu sein, es in Wirklichkeit aber selbst betreibt.

    "Linksfaschisten" und "Gutmenschen""? Nee nicht links und gut, sondern rechts und schlecht.

    "heterosexistische und -normative Ausgrenzungen"

    Schwulen- und Transenfeindlichkeit gibt es im Feminismus ohne Ende.

    "Steckenpferd der Rechten"

    Warum habt ihr Feministen euch ständig mit den anderen Rechten in den Haaren? Ihr seid wie die! Auch ihr wollt Menschen wegen ihres Geschlechts benachteiligen, nur ist es bei euch das andere Geschlecht. Jacke wie Hose.

  14. 26.

    Achso, die Zahlen sind irrelevant und alle, die die offensichtliche Diskriminierung benennen, sind ihrerseits nur die "Linksfaschisten" und "Gutmenschen" oder was wollen Sie andeuten? Nivellierung der Erfahrungs-, Wissens-, inkl. Faktenbestände, s. Statistiken, ist eine weit verbreitete Gesprächsstrategie von Rechtspopulist*innen. Der oberflächliche Versuch, die eigene Haltung als progressiv darzustellen, während man dennoch von "den beiden" Geschlechtern spricht, verfängt sich im eigenen Barte.

    Dass es auch in der Unterhaltungsbranche, also fern der anderen Ausgrenzungskontexte wie Ausbildung, Beruf, Wohnung etc., heterosexistische und -normative Ausgrenzungen gibt, sollte in einer pluralistischen demokratischen Gesellschaft unbedingt kritisiert werden - wie im Artikel. Und das ist durchaus ein Steckenpferd der Rechten, nicht umsonst sind Feminismus u. Gender Mainstreaming dort Feindbilder und werden höchstens zur Instrumentalisierung aufgenommen, s. rechte "Feminist*innen".

  15. 25.

    Dafür gibt es mehr Mumus auf der Kurzliste des Deutschen Buchpreises.
    Schniedels haben es nicht so mit dem Schreiben.

  16. 24.

    Zum einen halte ich Events wie Lollapalooza für eine Pleitestadt wie Berlin für enorm wichtig. Wir brauchen alles was Geld in die Kassen spült, vor allem bei den Ideen die r2g noch hat.
    Ein solches Festival hat immer eine bestimmte musikalische Ausrichtung. Deswegen gibt es Festivals für jede Musikrichtung. Wenn nun aber mal für diese Veranstaltung keine gute Frauenband verfügbar ist, die in das line-up passt, dann ist es eben so.
    Wenn eine weibliche Band gute Musik macht und in den Lollapalooza-Rahmen passt, soll sie verdammt noch mal auch eingeladen werden.
    Aber hört auf, permanent Quotenregelungen zu fordern. Das Leistungsprinzip gilt. Wer schlecht ist, bleibt auf der Strecke, wer Musik macht die keiner hören will, bleibt eben auf der Strecke. So ist das nun mal in der Musik. Und wer Spartenmusik macht, muss sich eben das entsprechende Festival suchen.

  17. 22.

    rbb24 ist auf bento-Niveau abgestürzt. Es hatte sich ja schon länger angedeutet.

  18. 21.

    Sexistisch ist vor allem der Text selbst. Progressiv wäre es, dem Geschlecht überhaupt keine Beachtung zu schenken. Das irrelevante Zahlenverhältnis groß rauszustellen und eines der beiden Geschlechter faktisch zu beleidigen, ist dumm und reaktionär. Die ganze Identitätspolitik ist keine Auseinandersetzung zwischen links und rechts, sondern ein Scheingefecht zwischen Rechten die das offensiv vertreten, und Auch-Rechten die das nicht zugeben, sondern sich und anderen vorgaukeln, sie seien irgendwie "links".

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