Der Soziologe und Schriftsteller Horst Bosetzky (Foto 1998) (Bild: dpa/Bruni Meya)
Video: zibb | 17.09.2018 | Bild: dpa/Bruni Meya

Krimiautor aus Berlin - Schriftsteller Horst Bosetzky gestorben

Horst Bosetzky war ein Vielschreiber, der unter dem Pseudonym –ky bekannt wurde. Jetzt ist der Erfinder des Sozio-Krimis gestorben. Bis zuletzt schrieb er. Sein letztes zu Lebzeiten veröffentlichtes Werk: "Abgerechnet wird zum Schluss".

Der bekannte Schriftsteller Horst Bosetzky ist nach langer Krankheit verstorben. Der Berliner starb am Sonntag im Alter von 80 Jahren. Das teilte der Jaron Verlag, der mehr als 20 Jahre lang seine Bücher verlegt hatte, am Montag mit.

Bosetzky, der am 1. Februar 1938 in Berlin geboren wurde und in Neukölln aufwuchs, lehrte nach Studium und Promotion von 1973 bis 2000 als Professor für Soziologie an der Berliner Fachhochschule für Verwaltung und Rechtspflege. Der breiten Öffentlichkeit aber wurde er vor allem als Unterhaltungsautor bekannt.

Pseudonym -ky

Unter dem Pseudonym -ky wurde er in den 1970er Jahren zu einem der erfolgreichsten deutschen Krimiautoren der Zeit. Einige seiner Romane wurden verfilmt. Seinen größten Erfolg feierte er mit seinem autobiografisch gefärbten Roman "Brennholz für Kartoffelschalen" (1995), dem weitere Familienromane folgten.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) würdigte Bosetzky als "wunderbaren Erzähler", der seine Fangemeinde über Jahrzehnte in Atem gehalten hat und um den nicht nur Berlin, sondern ganz Krimi-Deutschland trauert. "Horst Bosetzky hat in seinen Büchern Millionen von Menschen in Spannung versetzt. Wir werden ihn vermissen."

Die Trauerfeier findet im privaten Rahmen mit Familie, Freunden und den wichtigsten Wegbegleitern statt.

Sein letztes Interview

Sendung: Inforadio, 17.09.2018, 15.00 Uhr

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