Archivbild: Bundesfamilienministerin Franziska Giffey überreicht Manja Präkels die Momo-Trophäe auf der Frankfurter Buchmesse (Quelle: dpa/Dedert).)
Bild: dpa/Anna Dedert

Verleihung in der Akademie der Künste - Berliner Autorin Manja Präkels bekommt Anna-Seghers-Preis

Der mit je 8.000 Euro dotierte Anna-Seghers-Preis 2018 geht an die Berliner Autorin Manja Präkels (43). Außerdem wird der brasilianische Schriftsteller Julian Fuks (37) ausgezeichnet. Verliehen wird der Preis am Freitagabend in der Akademie der Künste in Berlin, wie diese am Mittwoch mitteilte.

Ausgezeichneter Debütroman

Seit 1995 prämiert die Anna-Seghers-Stiftung Nachwuchsautoren aus deutschsprachigen und lateinamerikanischen Ländern, deren Werke im Sinne der Schriftstellerin Anna Seghers (1900-1983) zu einer gerechteren Gesellschaft beitragen. Präkels schildert in ihrem Debütroman "Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß" ein rechtsextremes Milieu in Brandenburg. Fuks schreibt in seinem Werk "A resistencia" über Zwangsadoptionen und Exil während der argentinischen Militärdiktatur.

Manja Präkels Roman wurde bei der Frankfurter Buchmesse im Oktober bereits mit der Momo-Trophäe für das beste Jugendbuch 2018 geehrt.

Anna Seghers war eine jüdische Schriftstellerin. Ihr bekanntestes Werk ist "Das siebte Kreuz" über die Flucht von sieben KZ-Insassen während der Nazidiktatur. 1952 wurde sie in Berlin Präsidentin des Schriftstellerverbandes der DDR und blieb es bis 1978.

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