Archiv - Besucher des Bergmannstraßenfestes 2014 (Bild: imago/Müller-Stauffenberg)
Audio: radioBerlin 88,8 | 17.12.2018 | Silke Mehring | Bild: imago/Müller-Stauffenberg

Verein Kiez & Kultur kündigt Auflösung an - Bergmannstraßenfest vor dem Aus

Umsonst, draußen und gut besucht: Das Bergmannstraßenfest, das 15 Jahre lang Tausende Menschen anlockte, steht nun vor dem Aus. Veranstalter bemängeln die neuen Begegnungszonen im Kiez, die Händlern zu viel Platz wegnähmen.

Nach 15 Jahren steht das Bergmannstraßenfest in Kreuzberg vor dem Aus: Die Organisatoren des Vereins Kiez & Kultur schrieben bereits am Donnerstag auf Facebook, die Veranstaltung werde es im kommenden Jahr nicht mehr geben. Der Verein löse sich zum Jahresende auf.

Zur Begründung nannten die Organisatoren unter anderem die sogenannten Parklets oder Begegnungszonen, für die im vorigen Sommer in einigen Parkbuchten entlang der Bergmannstraße Tische, Stühle und Bänke aufgebaut wurden. "Unser frei finanziertes Fest benötigte den Platz in den Parkhäfen um an Händler zu vermieten", hieß es in der Erklärung. Deshalb gebe es nun "keine Planungssicherheit". 

"Müde" von der Organisation des Festes

Allerdings seien die meisten der Veranstalter inzwischen auch "müde" von der Organisation des Festes, bei dem zuletzt an den drei Tagen vom 29. Juni bis zum 1. Juli 55 Musik- und Theatergruppen auf vier Bühnen im Bergmannkiez standen. In den vergangenen Jahren hatte sich die Veranstaltung zunehmend als Jazzfestival einen Namen gemacht, bei dem sich viele Berliner Bands präsentieren konnten. 

Ungewiss ist, ob ein neuer Organisator in die Bresche springt. "Ob und wie es nun weitergehen kann, wird sich erst in den nächsten Wochen oder gar Monaten zeigen", so der Verein Kiez & Kultur. "Neue Veranstalter werden möglicherweise ihr Talent erproben können und wollen, und wir wünschen gutes Gelingen."

Kommentar

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6 Kommentare

  1. 6.

    So kann man auch Müll sparen.

  2. 4.

    Waren nicht auch die Kosten für die Sicherheitsauflagen nicht ein Grund, das seit 15 Jahren bestehende Straßenfest abzusagen?

  3. 3.

    Ja, man sieht da in der Regel auch niemanden sitzen.
    Wer will denn auch in künstlich und ungemütlich aussehenden "Gebilden" auf der Straße sitzen?

  4. 2.

    Einfach mit dem Fest auf den Mehringdamm umziehen oder den Platz der Luftbrücke. Da gibt es reichlich Parkplätze und eine noch breitere Straße, die an den drei Tagen super für ein Fest genutzt werden können.

  5. 1.

    "Zur Begründung nannten die Organisatoren unter anderem die sogenannten Begegnungszonen, für die im vorigen Sommer in einigen Parkbuchten entlang der Bergmannstraße Tische, Stühle und Bänke aufgebaut wurden." Gemeint sind sicher die hier: https://www.morgenpost.de/bezirke/friedrichshain-kreuzberg/article215762103/15-Parklets-fuer-die-Bergmannstrasse.html

    Unglaublich, dass hierfür Hunderttausende Euro an Steuergeldern verschwendet werden. Andererseits: auch die Kreuzberger wollen ja irgendwo ihren Sperrmüll abladen können!

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