Das Skelett des Tristan genannten Tyrannosaurus rex im Museum für Naturkunde. Das beliebte Skelett des Tyrannosaurus rex (T. rex) mit dem Namen «Tristan Otto» wird noch ein Jahr länger im Berliner Naturkundemuseum zu sehen sein als geplant. (Quelle: dpa/Kalaene)
Bild: dpa/Kalaene

Publikumsmagnet im Naturkundemuseum - T.rex-Skelett Tristan bleibt länger in Berlin

Das Skelett des Tyrannosaurus rex (T. rex) mit dem Namen Tristan Otto wird noch ein Jahr länger im Berliner Naturkundemuseum zu sehen sein als geplant. "Wir freuen uns, dass Tristan Otto noch das komplette Jahr 2019 alle Berlinerinnen und Berliner sowie Gäste dieser Stadt begeistern wird", sagte Generaldirektor Johannes Vogel am Freitag in Berlin.

Unterdessen haben Wissenschaftler des Museums herausgefunden, dass das Raubtier aus der Oberkreidezeit nicht an einem Tumor erkrankt war. "Es ist relativ eindeutig, dass es eine bestimmte Art von Entzündung war", sagte Oliver Hampe, Kurator für fossile Säugetiere und Geologie, der Nachrichtenagentur dpa.

Die Wissenschaftler hatten aufgrund einer Schwellung im Unterkiefer zunächst vermutet, dass Tristan Otto an einem Krebstumor litt. "Aber die Untersuchungen haben gezeigt, dass die Kanäle für die Blutgefäße unzerstört geblieben sind. Das wäre bei einem Tumor anders", erläutert Hampe. Über das Schmerzempfinden von Dinosauriern könnten die Forscher zwar nur spekulieren. "Aber er hatte wahrscheinlich Schmerzen", sagte Hampe. Details zur Erkrankung Tristans wollten die Forscher laut Hampe erst in einer wissenschaftlichen Veröffentlichung bekanntgeben. Diese stehe noch aus.

Tristan Otto ist laut Museum das bisher einzige Originalskelett eines T. rex in Europa und zählt zu den am besten erhaltenen Exemplaren dieser Art weltweit. Das zwölf Meter lange und vier Meter hohe Skelett wurde 2010 in Montana, USA gefunden. Tristan Otto trägt den Namen der Söhne der beiden Privateigentümer.

Kopenhagener Museum noch nicht bereit für Tristan

Seit Ende 2015 ist der T. rex in Berlin zu sehen und ein echter Publikumsliebling. Allein im vergangenen Jahr sahen 735.000 Besucher Tristan Otto. Insgesamt waren es dem Museum zufolge seit Dezember 2015 mehr als zwei Millionen.

Das mehr als 65 Millionen Jahre alte Skelett sollte eigentlich im Frühjahr nach Kopenhagen gebracht werden. Doch die Vorarbeiten im dortigen Naturkundemuseum seien noch nicht abgeschlossen, erläuterte die Sprecherin des Berliner Naturkundemuseums, Gesine Steiner. Das Dinosaurierskelett werde Berlin nun voraussichtlich im Frühjahr 2020 verlassen, ein genauer Termin sei noch nicht bekannt.

Sendung: Inforadio, 18.01.2019, 18.30 Uhr

Kommentar

Bitte füllen Sie die Felder aus, um einen Kommentar zu verfassen.

Kommentar verfassen
*Pflichtfelder

Bitte beachten Sie unsereNetiquette zum Kommentieren von Beiträgen sowie unsere Richtlinien zum Datenschutz.

Das könnte Sie auch interessieren