Friedenskirche in Potsdam (Quelle: imago/Ritter)
Video: Brandenburg Aktuell | 27.02.2019 | Julia Baumgärtel | Bild: imago stock&people

Bilanz des Landeskonservators - Brandenburg hat rund 80 neue Denkmale

In Brandenburg sind im vergangenen Jahr rund 80 Objekte neu in die Denkmalliste des Landes aufgenommen worden. Das teilte Landeskonservator Thomas Drachenberg am Mittwoch mit.

Dazu gehören unter anderem die Volksschule in Bad Wilsnack, der historische Kinosaal von Perleberg (beide Prignitz), mehrere Baracken eines NS- Zwangsarbeiterlagers in Hennigsdorf (Oberhavel) und der DDR-Feuerwachturm in Joachimsthal (Barnim). Außerdem hätten eine 100 Jahre alte Betonbogenbrücke über die Schwarze Elster (Elbe-Elster) sowie ein 50er-Jahre-Kaufhaus in Seelow (Märkisch-Oderland) gerettet werden können.

Die Zahl der anerkannten Denkmäler in Brandenburg stieg damit auf 13.826, sagte der Landeskonservator. Probleme bereite der Denkmalpflege jedoch neben der unzureichenden Personalausstattung und weiter nicht ausreichenden Fördermitteln der Klimawandel. Davon seien beispielsweise Gartenanlagen betroffen, in denen der Erhalt historischer Pflanzenarten immer schwieriger werde. Problematisch seien die Wetterveränderungen auch für Kirchenorgeln, bei denen eine geringe Luftfeuchtigkeit zu Verstimmungen führt.   

Mittel auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt

Die Summen für Denkmalpflege im Brandenburger Haushalt sind in diesem und im kommenden Jahr jeweils auf 1,5 Millionen Euro aufgestockt worden. 2018 standen Denkmaleigentümern für Instandsetzungs- und Restaurierungsmaßnahmen rund eine Million Euro zur Verfügung, so das Landesamt für Denkmalpflege. Der tatsächlich ermittelte Bedarf liege mit sechs Millionen Euro aber deutlich höher.

Fünf Projekte konnten auch mit Mitteln aus dem Bundes- und Landesförderprogramm für national bedeutende Denkmale unterstützt werden: Knapp 700.000 Euro flossen in die Wunderblutkirche in Bad Wilsnack (Prignitz), die Kirche St. Nikolai in Jüterbog (Teltow-Fläming), die Borsighalle in Eberswalde (Barnim), die Friedenskirche in Potsdam und das Süd-Torhaus auf dem Südwestkirchhof in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark).

 

Sendung: Brandenburg aktuell, 27.02.2019, 19.30 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Zitat www.reiseland-brandenburg.de: "Rund um Berlin finden sich beeindruckende Kulturschätze (...) Aber auch viele kleine Dorfkirchen sind ihren Besuch wert." Ja, und die Kirchen sind alle zu. Reist man z. B. durch Frankreich, finden sich links und rechts der Straße Hinweisschilder, und die Kirchen sind offen! Die Touristen fahren dafür gern kleine Umwege und lassen auch Geld da in den kleinen Cafés oder Pensionen. NUR SO kommt Geld in die Region, das man auch für den Denkmalschutz ausgeben kann. Gemeinsam mit den kirchlichen Institutionen sollten das doch auch unsere Politiker in Brandenburg hinkriegen, oder können die nur um Geld betteln?

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