Potsdam, Palais Museum Barberini Potsdam (Quelle: Imago/ Ritter)
Bild: imago/ Ritter

Landgericht Potsdam - Museum Barberini muss Raubkunst-Werk nicht herausgeben

Im juristischen Streit um ein Gemälde des französischen Malers Henri-Edmond Cross (1856-1910) hat das Landgericht Potsdam die Herausgabe des Werks an die Kläger abgelehnt. Die Zivilkammer habe die entsprechende Klage auf Einstweilige Verfügung von Erben gegen das Museum Barberini zurückgewiesen, teilte das Landgericht am Donnerstag mit.

Zur Begründung erklärte die Kammer, sie sehe keine Gefahr, dass das Gemälde verschwinde. Zudem könnten sich die Kläger mit ihrem Anspruch "gegen denjenigen wenden, der sich hier als Eigentümer geriere, das Museum of Fine Arts in Houston". Das Museum sei bekannt und rühme sich öffentlich des Eigentums an dem Gemälde. Den Klägern würden rechtliche Schritte auch nicht durch den museumsüblichen Leihverkehr erschwert.

Erben eines französischen Kunsthändlers hatten Ansprüche geltend gemacht

Das Gemälde "Regatta in Venedig" war im Rahmen einer Retrospektive von französischen Neoimpressionisten bis zum 17. Februar im Barberini gezeigt worden. Erben eines französischen Kunsthändlers, der mutmaßlich im Zweiten Weltkrieg enteignet worden war, hatten Ansprüche geltend gemacht. Sie wollten mit dem Antrag erreichen, dass das Gemälde bis zur Klärung der Umstände einem Treuhänder übergeben wird.

Das Bild ist eine Leihgabe des Museum of Fine Arts in Houston, USA.

Sendung: Brandenburg Aktuell, 28.02.2019, 19.30 Uhr

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