"Of Fathers and Sons"
Audio: Inforadio | 24.02.2019 | Nicole Markwald | Bild: SWR/rbb/BASIS Berlin Filmproduktion

rbb-Koproduktion "Of Fathers and Sons" - Radikal, traumatisiert, Oscar-verdächtig

Der vom Rundfunk Berlin-Brandenburg koproduzierte Dokumentarfilm "Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats" ist für den Oscar 2019 in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm" nominiert. Der Film von Talal Derki begleitet den Alltag eines salafistischen Rebellenführers und seiner Familie in Syrien über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren.

"Wir freuen uns im rbb für Derki über die Würdigung seiner großartigen Arbeit und drücken ihm für die Oscar-Nacht die Daumen", sagte rbb-Intendantin Patricia Schlesinger. 
Insgesamt schickt die Academy of Motion Picture Arts and Sciences fünf Dokumentarfilme ins Rennen um den begehrtesten Filmpreis der Welt. Die 91. Verleihung findet in Los Angeles am Sonntagabend (Ortszeit) statt.

Was macht der Krieg mit den Kindern?

Für seinen Film kehrt der Derki in seine syrische Heimat zurück. Dort gewinnt er das Vertrauen einer radikal-islamistischen Familie und begleitet ihren Alltag über einen Zeitraum von mehr als zwei Jahren.

Dabei konzentriert sich seine Kamera hauptsächlich auf die Kinder, die vom zerstörerischen Krieg traumatisiert sind. Der Film liefert einen Einblick in eine Kindheit, die von der systematischen Heranführung an radikal-islamistisches Gedankengut geprägt ist. Der Vater Abu Osama erzieht seine Söhne dazu, dass sie an der Verwirklichung seines Lebenstraums mitarbeiten: die Errichtung eines islamischen Kalifats.

"Of Fathers and Sons – Die Kinder des Kalifats" hat bereits mehrere Auszeichnungen erhalten, unter anderem den Deutschen Dokumentarfilmpreis. Außerdem ist er in der Vorauswahl für den Deutschen Filmpreis 2019.

Sendung: Inforadio, 22.02.2019, 15 Uhr

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