Archivbild: Sonntagabend im Monbijou-Theater 2015 (Quelle: imago)
Inforadio | 28.03.2019 | Sylvia Tiegs | Bild: imago

Mietvertrag mit neuem Betreiber - Das Theater im Monbijoupark wird weiter betrieben

Zu laut, zu dreckig: Der Bezirk Mitte und die Humboldt-Universität waren unzufrieden damit, wie das Monbijou-Theater geführt wurde. Eingestellt wird der Theaterbetrieb aber nicht - ein neuer Betreiber übernimmt. Doch so neu ist der gar nicht.

Das Theater im Berliner Monbijoupark bekommt einen neuen Betreiber. Wie die Humboldt-Universität, die Eigentümerin der Fläche ist, am Donnerstag mitteilte, hat sie für die Sommersaison 2019 einen Mietvertrag mit der gemeinnützigen "Theater an der Museumsinsel Berlin GmbH", die derzeit gegründet wird, abgeschlossen.

Teilweise die alten Theatermacher

Hinter der neuen gemeinnützigen Gesellschaft steht nach rbb-Informationen der Bühnenbildner des bisherigen Monbijou-Theaters, David Regehr. Der Geschäftsführer des Monbijou-Theaters, Christian Schulz, hat damit das Nachsehen. Schulz und Regehr waren künstlerische und geschäftliche Partner im Monbijou-Theater, haben sich aber dem Vernehmen nach komplett zerstritten. 

Regehr will in der kommenden Woche nun mit dem Bezirk Mitte alles unter Dach und Fach bringen und sich dann auf die Sommersaison vorbereiten. Der neue Spielbetrieb soll "Theater an der Museumsinsel heißen".

HU und Bezirk unzufrieden mit bisherigem Betrieb

Hintergrund des Betreiberwechsels ist, dass die Humboldt-Universität und der Bezirk Mitte mit der bisherigen Nutzung des Geländes für den Theaterbetrieb und das Gartenlokal nicht zufrieden sind. Es gab unter anderem Beschwerden wegen des Lärms und des Mülls, die  gerade auch durch die zum Theater gehörende Strandbar entstanden. "Trotz Unterbreitung verschiedener Lösungsmöglichkeiten kam es bis zum 27. März 2019 zu keiner tragfähigen Übereinkunft", hieß es in der Mitteilung der Universität. Nun sei eine Entscheidung gefallen, um den Spielbetrieb für die kommende Theatersaison noch rechtzeitig zu gewährleisten.

Zuvor hatte die Bezirksverordnetenversammlung Mitte entschieden, die Flächen nur noch an gemeinnützige Träger zu vergeben. Das Bezirksamt entscheidet über die Bebauung des Areals, auf dem das Theater seit rund 20 Jahren in jedem Sommer steht. Denn eigentlich ist die Fläche als öffentliche Grünanlage festgesetzt.

Sendung: Inforadio, 28.03.2019

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3 Kommentare

  1. 3.

    Genau, ein weiteres Schloß ist das was Berlin benötigt. Das Humboldt Forum reicht nicht? Wehmut an die Kaiserzeit?
    Das Theater weiter zu betreiben ist die richtige Entscheidung.

  2. 2.

    Ja und dann holen wir den Kaiser zurück.... ein Schloss wunderbar... das dürfte dann aus dem Steuersäckl bezahlt werden müssen.. macht ma !

  3. 1.

    Eigentlich schade. Das Einstellen des Theaterbetriebs an dieser Stelle hätte - als erster Schritt - ermöglicht, die ganze Parkfläche frei zu machen, um dann in der Zukunft das im Krieg beschädigte und später von der DDR-Regime zerstörte Schloß Monbijou wiederaufzubauen. Diese Gelegenheit ist jetzt wieder vertan.

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