Die Autorin Anke Stelling lächelt bei der Verleihung des Buchpreises der Leipziger Buchmesse am 21.03.2019. Stelling gewann den Preis in der Kategorie Belletristik. (Bild: dpa/Sebastian Willnow)
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Anke Stelling siegt in Kategorie Belletristik - Berliner Autoren mit Preisen der Leipziger Buchmesse geehrt

Auf der Leipziger Buchmesse sind mehrere Berliner Autorinnen und Autoren geehrt worden. In der wichtigen Kategorie Belletristik erhielt die in Berlin lebende Schriftstellerin Anke Stelling den Preis der Leipziger Buchmesse. Die Jury zeichnete sie am Donnerstag für ihren Roman "Schäfchen im Trockenen" aus.

Harald Jähner, ehemaliger Feuilletonchef der "Berliner Zeitung", wurde für sein Werk "Wolfszeit. Deutschland und die Deutschen 1945-1955" in der Sparte Sachbuch/Essayistik ausgezeichnet - die ebenfalls in Berlin lebende Eva Ruth Wemme für die Übertragung des  Werks "Verlorener Morgen" von Gabriela Adamesteanu aus dem Rumänischen in der Sparte Übersetzung.

Der Preis der Leipziger Buchmesse zählt zu den wichtigsten Literaturauszeichnungen in Deutschland. Er ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. Für den Sieg gibt es in jeder Kategorie 15.000 Euro, die fünf Nominierten in jeder Sparte erhalten jeweils 1.000 Euro.

Jury begeistert von Stellings Aufsteiger-Erzählung

Anke Stelling erzählt in "Schäfchen im Trockenen" von der Mittvierzigerin Resi, die mit ihrer Freundesclique nicht mithalten kann und sich angesichts einer Wohnungskündigung mit der harten und enttäuschenden Wirklichkeit konfrontiert sieht. "In Anke Stellings Roman einer Aufsteigerin werden die starken Affekte - Wut, Zorn, Stolz - literarisch produktiv. Im Rückblick auf verlorene Illusionen entsteht eine verstörend uneindeutige, scharf belichtete Momentaufnahme der Gegenwart", hieß es von der Jury.

Harald Jähner zeige in seinem Werk auf beeindruckende Weise, wie sich nach der "Stunde Null" ein ganzes Land neu erfunden hat, so die Begründung der Jury. "Eine Zeitreise durch die deutschen Nachkriegsjahre, voller Anschauung und Empathie", hieß es. Jähner ist Journalist und Kritiker und war bis 2015 Feuilletonchef der "Berliner Zeitung". Seit 2011 ist er Honorarprofessor für Kulturjournalismus an der Universität der Künste Berlin.

Sendung: Inforadio, 22.03.2019, 03.00 Uhr

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