Sasha Waltz und ihr Co-Intendant Johannes Öhmann bei einer Pressekonferenz am 14.03.2019. (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)
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Audio: Inforadio | 14.03.2019 | Frank Schmid | Bild: dpa/Monika Skolimowska

Nach Streit um Personalie - Sasha Waltz legt Pläne für Staatsballett Berlin vor

Die anfänglichen Auseinandersetzungen um den Einstieg von Tanzregisseurin Sasha Waltz beim Staatsballett Berlin gehören offenbar der Vergangenheit an. Bei der Vorstellung ihrer ersten Pläne für die kommende Saison 2019/20 erklärte Waltz: "Die Situation hat sich komplett gewendet". Gemeinsam mit ihrem Ko-Intendanten Johannes Öhmann hat die 56-Jährige am Donnerstag erklärt, wohin es mit dem Staatsballett in Zukunft gehen soll. Außerdem sagte Waltz, dass mit den Tänzern inzwischen ein "guter Zusammenhalt" entstanden sei.

Kurz nach ihrer Ernennung waren beim Ensemble Zweifel an Waltz' Eignung für die Leitung einer klassischen Ballettcompagnie aufgekommen. Die gebürtige Karlsruherin gilt als Vertreterin des modernen Tanztheaters. Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) musste daher vermitteln. Anschließend hatten sich die Tänzer und das neue Intendantenpaar auf eine Zusammenarbeit verständigt. Nun berichtet Waltz von der "enormen" Motivation der Tänzer und dem öffentliche Interesse am Staatsballett.

In der anstehenden Saison wird die Choreographin erstmals ein eigenes Stück mit dem Staatsballett einstudieren. Ihren Auftakt bestreitet Waltz mit dem Auftragswerk "Sym-phonie MMXX" des österreichischen Komponisten Georg Friedrich Haas. Damit wolle sie auch Elemente des Modernen Tanzes in das Staatsballett einbringen, so die Tanzregisseurin.

Vier Premieren sind geplant, darunter das Ballett "Dornröschen" nach einer Choreographie der brasilianischen Startänzerin und Choreographin Marcia Haydée. Das Werk nach Musik von Peter Tschaikowsky soll die mexikanische Dirigentin Alondra de la Parra leiten.

Sendung: Inforadio, 14.03.2019, 16 Uhr

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