Agnieszka Holland bei einer Debatte zum Thema Zukunft in Warschau. (Quelle: dpa/Dobuszynski)
Bild: dpa/Dobuszynski

Polnische Regisseurin - Agnieszka Holland bekommt Viadrina-Preis

Die Regisseurin Agnieszka Holland erhält in diesem Jahr den Viadrina-Preis der Europa-Universität in Frankfurt (Oder). Die aus Polen stammende und in Frankreich lebende Regisseurin wähle für ihre Filme Stoffe von historischer und aktueller politischer Brisanz, hinterfrage Propaganda, Institutionen und Personenkult und engagiere sich auch abseits der Leinwand für die Demokratie, teilte die Universität mit. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung soll am 9. Mai überreicht werden.

Folgen der US-Kultserie "House of Cards" gehörten ebenso zu Hollands umfangreichen Werk wie der für den Oscar nominierte Film "Bittere Ernte" mit Armin Müller-Stahl und "Hitlerjunge Salomon".

Agnieszka Holland wurde 1948 in Warschau geboren, studierte an der Film- und Fernsehfakultät der Akademie der Musischen Künste in Prag und begann ihre Karriere als Regieassistentin von Krzysztof Zanussi und Schülerin von Andrzej Wajda. Heute arbeitet die 70-jährige Regisseurin den Angaben zufolge unter anderem in Frankreich, wo sie seit 1981 auch lebt, sowie in Polen und den USA.

Im Wettbewerb der Berlinale hatte Holland im Februar ihren neuesten Film vorgestellt. "Mr Jones" erzählt die wahre Geschichte des Journalisten und Polit-Beraters Gareth Jones. Er hatte in den 1930er Jahren in der Sowjetunion eine von Stalin vertuschte riesige Hungersnot beobachtet.

Der Viadrina-Preis wird seit 1999 jährlich an Persönlichkeiten vergeben, die sich um die deutsch-polnische Verständigung verdient gemacht haben. In diesem Jahr wird der Preis zum 19. Mal vergeben. Bisherige Preisträger waren unter anderem der Literaturnobelpreisträger Günter Grass, der frühere polnische Ministerpräsident Tadeusz Mazowiecki, der Regisseur und Oscar-Preisträger Volker Schlöndorff, der polnische Komponist Krzysztof Penderecki und der frühere Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher.

Hinweis: Die Viadrina hat die Verleihung an Agnieszka Holland bereits am 5. April bekanntgegeben. Die Nachrichtenagentur epd berichtete am 24. April erneut darüber, ohne darauf hinzuweisen, dass die Meldung nicht neu ist. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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