Das Theater Volksbühne in Berlin Mitte. Quelle: imago
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Audio: Kulturradio | 12.04.2019 | Hilke Rusch | Bild: imago

Theater in Berlin - Volksbühne bekommt wieder festes Schauspiel-Ensemble

Die Berliner Volksbühne bekommt wieder ein festes Schauspiel-Ensemble. Ab der nächsten Spielzeit sollen 17 Darsteller dazugehören. Mit dem neuen Team aus jungen Darstellern und Regisseuren soll das Theater auch einen Generationenwechsel vollziehen.

Die Berliner Volksbühne soll ein festes Ensemble mit 17 Schauspielern bekommen. Das teilten Intendant Klaus Dörr und die Geschäftsführende Direktorin Nicole Lohrisch am Freitag im Rahmen eines Pressegesprächs im Roten Salon der Volksbühne mit.

Demnach stehen die Schauspieler bereits fest: Zum festen Kreis der Darsteller soll unter anderem Jella Haase gehören, bekannt geworden im Kinofilm "Fack ju Göhte" oder gegenwärtig zu sehen in "Die Goldfische". "Wir starten mit einer neuen Generation", sagte Dörr dem rbb am Freitag. Das neue Ensemble habe eine Altersspanne von 25 Jahren bis Anfang 60, sei aber dominiert von der jungen Generation - das gelte auch für die Regieteams, die im Schnitt jünger als 40 Jahre seien. 

14 Neuproduktionen in der kommenden Spielzeit

Der Regisseur Thorleifur Örn Arnarsson wird neuer Schauspieldirektor. Der Isländer hat an der Ernst-Busch-Hochschule studiert, ebenso wie die neue Hausregisseurin Lucia Bihler. Sie will ihren Schwerpunkt in feministischen Themen setzen.

Insgesamt soll es an der Volksbühne in der kommenden Spielzeit 14 Neuproduktionen geben, davon neun Uraufführungen. Den Spielzeitauftakt in der Zeit zwischen September und Oktober gestalten Arnarsson mit "Eine Odyssee" nach Homer, Kay Voges mit "Right here - right now" (Arbeitstitel) und Claudia Bauer mit "Germania" nach Heiner Müller.

Neuanfang nach schweren Zeiten

Die Volksbühne hat eine schwierige Zeit hinter sich. Das Berliner Traditionstheater war ein Vierteljahrhundert das Haus von Theatermacher Frank Castorf, der mit experimentellen Inszenierungen Schlagzeilen machte.

Dann übernahm der Kurator Chris Dercon, der zuvor etwa die Tate Modern in London geleitet hatte. Dercon wurde an der Volksbühne von Publikum und Kritik sehr unterschiedlich aufgenommen. Ihm schlug viel Skepsis aus der Kulturszene entgegen. Vor einem Jahr gab er den Posten nach nicht mal einer Spielzeit auf. Nun läuft die Suche nach einer Nachfolge. Bis Sommer 2021 soll Dörr das Haus führen.

Sendung: Kulturradio, 12.04.2019, 17.10 Uhr

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2 Kommentare

  1. 2.

    Kann mal jemand g.vaahlbeck den Mund verbieten. Seit Dercons Weggang lebt die Volksbühne wieder auf, die Zuschauerräume sind so voll wie selten. SchauspielerInnen die wegen Decron das Weite gesucht haben, bieten wieder ihre kreativen Kräfte an. " Gastspielhaus" ist etwas anderes. Sie waren wohl schon lange nicht mehr in Volksbühne liebe/r g.vaahlbeck?

  2. 1.

    volksbühne?
    seit dercon tot,seit dörr ein gastspielhaus.
    und ab nächster spielzeit ein provinztheater in der hauptstadt.
    bei aller liebe, mut fühlt sich anders an.
    schade

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