Collage: 24h Europe – The Next Generation (Quelle: rbb/Emin Ozmen/Axel Schneppat/Aissa Tripodi/Mila Teshaieva/Sergey Goroshko/Andri Peetso)
rbb/Emin Ozmen/Axel Schneppat/Aissa Tripodi/Mila Teshaieva/Sergey Goroshko/Andri Peetso
Video: rbb Fernsehen | 04. & 05.05.2019 | Trailer "24h Europe" | Bild: rbb/Emin Ozmen/Axel Schneppat/Aissa Tripodi/Mila Teshaieva/Sergey Goroshko/Andri Peetso

rbb Fernsehen | 4. & 5. Mai, 6 bis 6 Uhr - "24h Europe" - Binge-Watching für Hartgesottene

Am Wochenende können Zuschauer vor dem Fernseher oder Tablet rumlümmeln und einen ganzen Tag lang jungen Europäern beim Leben zuschauen - das rbb-Fernsehen ändert sein Programm und zeigt die Mega-Doku "24h Europe".

In welchem Europa leben junge Menschen unter 30? Wofür engagieren sie sich? Und wie sehen sie die Zukunft Europas? Da ist zum Beispiel Candy, 27 Jahre alt, aus Berlin. Beruf: "Drag-Queen, Youtuber und Moderator". Sie sieht sich als digitale Nomadin und ist ständig in den sozialen Netzwerken präsent. Candy ist eine von 60 jungen Protagonistinnen und Protagonisten des 24-Stunden-Projekts "24h Europe - the next Generation", eine Spurensuche quer durch den europäischen Kontinent.

Das rbb-Fernsehen ändert sein Programm

Ausgestrahlt wird die Echtzeit-Doku über das junge Europa vom rbb, Arte, BRalpha und dem SWR vom Samstag, 4. Mai, 6 Uhr, bis zum Sonntag, 5. Mai, 6 Uhr.

Das rbb-Fernsehen ändert am Samstag sein Programm und sendet "24h Europe" durch.

Für die Regionalnachrichten gibt es an diesem Tag eine Sonderausgabe: Um 19.30 Uhr werden auf dem Brandenburger Kanal die Topthemen des Tages aus Berlin und Brandenburg präsentiert. Das Nachrichtenmagazin informiert 30 Minuten lang kompakt über die Entwicklungen bis in den späten Abend hinein.

rbb|24 zeigt die komplette Doku im Livestream.

"24h Europe" - Wer ist dabei?

60 Menschen aus 26 Ländern im geographischen Europa mit den verschiedensten Hintergründen lassen sich von der Kamera in ihrem Alltag begleiten, erzählen von ihren Träumen und Lebensrealitäten. Der Film will ein möglichst vielfältiges Bild junger Europäer zeigen und stellt die unterschiedlichsten Menschen vor: Aussteiger wie Dominika aus Ungarn, Landwirte wie Gordon aus Nordirland, den Ex-Soldaten Nicolas, der sich zum Priester weihen lässt - oder eben Candy aus Berlin. 

Was ist das Konzept?

Die Dokumentation begleitet die porträtierten Menschen 24 Stunden lang und formt daraus eine Erzählung in Echtzeit, die sich an dem realen zeitlichen Verlauf der Dreharbeiten orientiert. Was zu einem bestimmten Zeitpunkt bei den Dreharbeiten passiert ist, wird auch zu dieser Zeit ausgestrahlt. Es wird chronologisch erzählt - ohne Zeitsprünge und Rückblenden. Ganz neu ist das Format übrigens nicht: Mit "24h Berlin" oder "24h Jerusalem" hat Regisseur und Produzent Volker Heise schon ähnliche Dokumentationen vorgelegt.

Dieses Mal ist Heise allerdings nur als Berater im Hintergrund tätig: Regie bei "24h Europe" haben Britt Beyer und Vasilli Silovic geführt.

Wann und wie wurde gedreht?

Gedreht wurde vor rund einem Jahr, am 15. Juni 2018, in 26 Ländern des europäischen Kontinents, insgesamt 24 Stunden lang, von 6 Uhr früh bis zum nächsten Tag 6 Uhr morgens. Zusätzlich wurden charakteristische Impressionen aus dem Umfeld der Protagonistinnen und Protagonisten gefilmt. Fast 50 Teams haben das Ganze umgesetzt: Sie trafen sich vor dem Dreh mit den Personen, um sich kennenzulernen und das Wichtigste abzusprechen. Doch am Drehtag mussten sie auf zufällige Ereignisse reagieren, es gab kein festes Drehbuch. Gedreht wurde mit Handkameras, ohne Stativ und zusätzliches Licht. Ziel war es, möglichst authentisch zu sein. Insgesamt gab es rund 700 Stunden Material in den unterschiedlichsten Sprachen und Dialekten. Geschnitten wurde parallel in verschiedenen Schnitträumen. Die Montage dauerte acht Monate lang.

Wie zeigt "24h Europe" diese Menschen?

Der Film wird zwar erst ein rundes Jahr später ausgestrahlt. Doch alles, was wir sehen und erleben, geschieht in Echtzeit: Was um 11 Uhr geschah, wird auch um 11 Uhr gezeigt. Sieht man einen Protagonisten nach fünf Minuten wieder, sind auch an dessen Tag nur fünf Minuten vergangen. Bei einem zufälligen Blick auf eine Uhr im Film wird es in diesem Augenblick genauso spät sein wie beim Zuschauer zuhause. Weil die Doku sozusagen in Echtzeit läuft, kommt es beim Schnitt auf perfektes Timing an. 

Wer hat das alles produziert?

"24h Europe - The next Generation" ist eine ARD-Koproduktion unter Federführung des rbb mit dem SWR, BR/ARD-Alpha sowie Arte, gefördert vom Medienboard Berlin-Brandenburg.

Sendung: rbb-Fernsehen, 04.05.2019, ab 6 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 3.

    Man kann auch alles schlecht reden. Als wäre die Gotze nicht voll von Problemberichten, Pseudo-Konfikt-Dokus und tagespolitischer Berichterstattung, die ja nun auch selten Quell grenzenloser Freude ist. Gucken Sie doch den Weltspiegel oder internationale Nachrichten, statt hier Programm einzufordern.

  2. 2.

    Es wird kein Werbefilm. Zitat des Filmemachers: "Wir sagen nicht: so ein schönes Europa und toll, dass wir alle zusammen sind. Wir gehen auch dahin, wo es schmerzt und wo Europa auseinanderfliegt. Wir zeigen auch die Fliehkräfte. Zum Beispiel einen italienischen Faschisten, der ganz klar sagt: Wir wollen raus aus der EU, wir wollen wieder eine große Nation werden – auch auf Kosten anderer Nationen. Oder wir gehen mit einem 22-jährigen Kommandanten in den Krieg in der Ukraine."

    https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2019/05/interview-volker-heise-24h-europe-rbb-arte.html

  3. 1.

    Bin schon gespannt, ob darüber berichtet wird, was die vielen arbeitslosen Jugendlichen in GR, SP, IT etc. so machen, oder es wie vermutet nur um pro EU-Stimmungsmache vor den EU-Wahlen geht.

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