Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek (Quelle. dpa/Markus Schreiber)
Bild: dpa/Markus Schreiber

Mehr Auszeichnungen - Neue Leitung schafft weitere Berlinale-Wettbewerbssektion

Noch ist Dieter Kosslick Chef der Berlinale – zumindest bis zum 31. Mai. Aber die neue Doppelspitze Mariette Rissenbeek und Carlo Chatrian arbeiten bereits intensiv an der Ausgabe 2020 – einer Jubiläumsausgabe mit so einigen Neuerungen.

Die Berlinale will künftig weitere Auszeichnungen vergeben. Neben den Filmen im Wettbewerb und den besten Kurzfilmen sollen auch "ästhetisch und formal ungewöhnliche Werke" ausgezeichnet werden. Dafür wird die Reihe "Encounters" geschaffen, wie die neuen Leiter Carlo Chatrian und Mariette Rissenbeek am Dienstag ankündigten.

Reihe “Kulinarisches Kino“ wird nicht fortgesetzt

Die Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Die Doppelspitze löst den bisherigen Direktor Dieter Kosslick ab, der offiziell noch bis Ende Mai im Amt ist.

Eines seiner Projekte – das Kulinarische Kino mit prominenten Köchen soll es nicht mehr geben. Allerdings sollten auch künftig Filme zu Genuss, Ökologie, Lebensmittelproduktion und Agrarwirtschaft “im kuratorischen Prozess der Sektionen“ berücksichtigt werden, teilte das Festival mit.

Neue Stimmen des Kinos zu unterstützen

Neben den traditionellen Sektionen Wettbewerb und Berlinale Shorts, in denen die Goldenen und Silbernen Bären verliehen werden, gibt es also künftig "Encounters" als eine "weitere kompetitive Sektion", wie das Festival mitteilte. “Encounters“ werde eine Plattform, um Werke von unabhängigen Filmemacherinnen zu fördern.

Ziel der neuen Sektion sei es, neue Stimmen des Kinos zu unterstützen und den verschiedenen “narrativen und dokumentarischen Formen“ mehr Raum im offiziellen Programm zu geben. Es werden maximal 15 Filme – Welt- oder internationale Premieren von Spiel- oder Dokumentarfilmen ab einer Laufzeit von 60 Minuten – eingeladen. Eine dreiköpfige Jury entscheide hier über die Preise für den besten Film, die beste Regie und den Spezialpreis der Jury.

Sendung: rbb Kultur, 07.05.2019, 14 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    „Encounters“. Ich möchte dazu ein Zitat bringen: „Ich hätte am liebsten gesagt: Hier ist Deutschland und hier wird deutsch gesprochen.“

    Nein, das stammt nicht von dem bösen Vertreter einer bösen Partei, sondern von Dunja Hayali, so gesagt in der RBB-Sendung „Talk aus Berlin“.

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