Oliver Reese, Intendant vom Berliner Ensemble, stellt bei einer Baustellenbegehung die Pläne des Berliner Ensembles zu einer zweiten festen Spielstätte vor (Quelle: DPA/Jens Kalaene)
Bild: dpa

Zweites Haus des Berliner Ensembles - Theaterbesucher sollen Preis zur Eröffnung selbst bestimmen

Am 20. September eröffnet die zweite feste Spielstätte des Berliner Ensembles - aus diesem Anlass sollen die Zuschauer den Eintrittspreis in den ersten Tagen selbst bestimmen. "Bis Ende September zahlen die Zuschauerinnen und Zuschauer bei allen Vorstellungen im Neuen Haus erst im Anschluss an ihren Theaterbesuch – wie viel ihnen der Abend wert ist", teilte das Theater mit.

Das Angebot gelte auch für die Eröffnungspremiere von "Mütter und Söhne" der US-amerikanischen Regisseurin Karin Breece. Laut eigenen Aussagen ist das Berliner Ensemble das erste Theater der Stadt, das ein solches "Pay what you want"-Angebot anbiete.

Castorf kommt als Gast-Regisseur

Für die neue Spielstätte wird derzeit ein Nebengebäude umgebaut, in dem bisher unter anderem eine Probebühne und Werkstätten untergebracht waren. Der Umbau kostet nach Angaben des Theaters 5,5 Millionen Euro. Neben dem neuen Saal mit gut 180 Plätzen soll es einen kleineren Veranstaltungsraum mit etwa 80 Plätzen geben.

Das Theater am Schiffbauerdamm war 1892 eröffnet worden, damals noch unter anderem Namen. Erst mit dem Einzug von Bertolt Brecht 1954 hieß es Berliner Ensemble. In der neuen Spielzeit plant Reese 14 Premieren. So soll etwa Regisseur Frank Castorf den Roman "Fabian" von Autor Erich Kästner inszenieren.

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