Fusion Festival in Lärz (Quelle: imago)
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Streit um Polizei auf dem Gelände - "Fusion"-Veranstalter legt neues Sicherheitskonzept vor

Die Veranstalter des "Fusion"-Festivals in Lärz haben am Donnerstag ein überarbeitetes Sicherheitskonzept für die Veranstaltung vorgelegt. Damit lagen sie innerhalb der Frist, das ihnen das Amt Röbel/Müritz gegeben hatte. Eine Entscheidung darüber, ob das Festival genehmigt wird, dauert nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur allerdings noch an.

Ob das Konzept genehmigt wird, stellt sich bis Ende nächster Wocher heraus

Die sei "Mitte oder Ende nächster Woche" zu erwarten, sagte Ordnungsamtsleiterin Marlen Siegmund im Gespräch mit der dpa. So lange bräuchten Fachämter und die Polizei, die sich
das Konzept in Röbel holte, um die umfangreichen Unterlagen zu prüfen. Das "Fusion"-Festival, das jedes Jahr bis zu 70.000 Besucher zählt, soll zwischen dem 25. und dem 30. Juni stattfinden.

In den vergangenen Wochen war ein Streit zwischen der Polizei und den Veranstaltern des Vereins "Kulturkosmos e.V." entbrannt. Dabei ging es um eine mobile Polizeiwache auf dem Gelände, welche die Veranstalter strikt ablehnten und als "anlasslose Bestreifung" [kulturkosmos.de] bezeichneten. Es sei ein Bruch mit der Philosophie des Festivals, das auf Freiheit der Kunst und freie Entfaltung der Gäste baue. Die Polizei Neubrandenburg hielt entgegen, dass sich die Sicherheitslage in den letzten Jahren verschärft habe.

Verantalter will Festival auf jeden Fall stattfinden lassen

Andere Auflagen wie breitere Fluchtwege, Namen der Ordner oder beim Jugendschutz wollte der Veranstalter nach dpa-Informationen erfüllen. Der Verein will das Festival aber - notfalls mit rechtlichen Mitteln - auf jeden Fall stattfinden lassen. Vom 26. bis 30. Juni solle es wieder "vier Tage Ferienkommunismus" mit Musik vieler Spielarten, Theater, Performance, Kino und Installationen geben.

Berliner Bündnis 90/Die Grünen unterstützen die "Fusion"

Zu den Unterstützern des Festivals zählen auch die Berliner Grünen. Die haben sich am Mittwoch auf ihrem kleinen Parteitag gegen die aktuellen Auflagen für das Festival ausgesprochen. Ihr Landesvorsitzender Werner Graf forderte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) dazu auf, "sich im Sinne der freien Entfaltung des Individuums und der Kunstfreiheit für das Fusion-Festival stark zu machen und für eine Einigung zu sorgen.“

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1 Kommentar

  1. 1.

    "Dabei ging es um eine mobile Polizeiwache auf dem Gelände, welche die Veranstalter strikt ablehnten und als "anlasslose Bestreifung" [kulturkosmos.de] bezeichneten."
    Das stimmt nicht. Einerseits ging es der Polizei darum, eine Wache auf dem Gelände zu bekommen UND zusätzlich das Gelände bestreiten zu können. Zweiteres bezeichnet die Fusion als anlasslose Bestreifung.

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