ie Baustelle vor dem Humboldt Forum im Berliner Schloss (Quelle: DPA/Wolfram Kastl)
Audio: Inforadio | 24.05.2019 | Ute Schuhmacher | Bild: dpa

Bund will eigene Idee nicht finanzieren - Humboldt-Forum wird von Anfang an Eintritt kosten

Die Berlin-Ausstellung im Humboldt-Forum wird Eintritt kosten. Das geht aus der Antwort von Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) auf eine Anfrage der Grünen hervor. Anfang des Jahres hatte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) noch versprochen, dass der Eintritt für das Humboldt-Forum während der ersten drei Jahre kostenlos sein wird.

Dies sollte als Testballon für kostenlosen Zugang zu den Ausstellungen auf der weltberühmten Museumsinsel sein. "Wenn man also generell über freie Eintritte bei öffentlichen Ausstellungshäusern nachdenkt, dann eignet sich ein solches nicht klassisches Projekt als Pilotversuch dafür sehr gut", hatte Grütters im Januar gesagt.  

Weil der Bund die Kosten für den freien Eintritt im Humboldt-Forum aber nicht bezahlen will, hatte sich Lederer von Anfang an dagegen gestellt.

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5 Kommentare

  1. 5.

    Eintritt nur für Berlin Ausstellung im Humboldt Forum

    Hatte Kultursenator Lederer nicht erst gesagt er steht hinter der Berlin-Ausstellung? Nun wird die wohl am wenigsten besucht werden. Das hat Kurator Paul Spies nicht verdient! Das ist Verhandlungstaktik um Geld, ein Kompromiss wäre zu empfehlen! Ob Herr Lederer diese Fähigkeit besitzt? Auch Schlossbrunnen und Rossebändiger bedürfen noch einer Lösung.


  2. 4.

    Ein Museum kennzeichnet sich dadurch, dass es aktiv in dynamischem Austausch mit Forschung und Lehre von Hochschulen steht. Das ist beim Humboldt-Forum nicht der Fall. Forschung ist in ein eigenes Institut ausgelagert. Einer Organisation wurde nach dem Gießkannenprinzip viel Geld gegeben und die Leute wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Zudem ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz die Inkarnation aller Verachtung von Kunst, Kultur und Geschichte, nebst Humanismus und Bildungsaufträgen, die etwas Provinienz und ggf. Restitution obligatorisch(!) zu klären haben. Namhafte Museen dieser Welt gehen offen mit ihren Ausstelungsstücken um. Berlin wiederbelebt Preußen, Glanz und Gloria und der rbb liefert die unkritische Hofberichterstattung, wie man an Sendungen erkennen kann, die die Besichtigung der Baustelle - ergo nichts Substanzielles - zum Inhalt hatten. Es ist eine verklärende, kolonialistische, rassistische Zurschaustellung von Geraubtem - das Gegenteil von Bildung.

  3. 3.

    Was freue ich mich über die Rekonstruktion dieses wunderbaren Bauwerks, wenn auch zunächst nur äußerlich als Humboldt-Forum.
    Diesen Eintritt werde ich gerne zahlen.

  4. 2.

    Ich finde es nicht schlimm, Eintritt zu zahlen. Man geht ja nicht wöchentlich ins Museum. Und ich bin froh, dass dieser hässliche Palast der Republik weg ist.

  5. 1.

    Tja - ist sie wieder: Dichtung und Wahrheit.
    Politik entlarvt sich wieder einmal mehr als Brecher von Versprechen.
    Hauptsache ein Baudenkmal der DDR abgerissen und neuen Wein im alten Schlauch kreiert - Glückwunsch für nichts.

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