Das Prime Time Theater an der Müllerstraße in Berlin-Wedding (Quelle: Imago)
Bild: Imago

Fördermittel-Richtlinien nicht eingehalten - Rückforderung brachte Prime-Time-Theater in Schieflage

Der fehlerhafte Umgang mit Fördermitteln des Senats ist ein Grund für die Insolvenz des Prime-Time-Theaters in Berlin-Wedding. Das sagte der Leiter des Theaters, Oliver Tautorat, am Mittwoch dem rbb. Das Theater habe unbeabsichtigt Subventionsrichtlinien des Senats nicht eingehalten. Deshalb habe der Senat zuletzt einen Teil der Fördergelder zurückgefordert.

Programm bis Spielzeitende gesichert

Aufgrund schwindender Zuschauerzahlen und dem Wegbrechen eines Sponsors habe das Theater die finanzielle Schieflage nicht ausgleichen können und Insolvenz anmelden müssen, so Tautorat im rbb-Inforadio. Nach Angaben des Staatssekretärs für Kultur, Torsten Wöhlert (Linke), handelt  es sich bei dem fehlerhaften Umgang mit den Fördergeldern nicht um Betrug. Das Theater sei bedauerlicherweise finanziell schlecht beraten worden, sagte er. Welche Summe der Senat vom Prime-Time-Theater zurückfordert, wollte Wöhlert nicht öffentlich machen. Es handle sich allerdings um einen Betrag im sechsstelligen Bereich.

Das Programm sei zum Ende der Spielzeit am 30. Juni gesichert, sagte Tautorat. Außerdem sei er zuversichtlich, dass das Theater auch nach der Sommerpause weitergeführt werden könne.

Das Prime-Time-Theater ist eine Berliner Institution. Bekannt wurde es unter anderem mit der Soap-Parodie "Gutes Wedding, schlechtes Wedding".

Sendung: Inforadio, 29.05.2019, 11:55 Uhr

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