"Fete De La Musique" in Mauerpark (Quelle: imago/Roland Owsnitzki)
Audio: Radioeins | 20.06.2019 | Interview mit Björn Döring | Bild: imago/Roland Owsnitzki

Fête de la Musique 2019 in Berlin und Brandenburg - Umsonst, draußen und drinnen

Am 21. Juni wird der Sommerbeginn weltweit musikalisch gefeiert. Auch in Berlin treten auf über 150 Bühnen zahlreiche Musiker auf, ebenso in Potsdam oder Lübben. rbb|24 gibt einen Überblick, was Besucher zur Fête de la Musique 2019 wissen müssen.

Pünktlich zum Sommeranfang verwandelt sich Berlin wieder in eine riesige Bühne, wenn die Fête de la Musique gefeiert wird. Auf mehr als 150 Bühnen treten Musiker, Bands, Chöre und Orchester aus aller Welt auf. Dabei reicht das Spektrum von Pop, Rap und Elektro über Klassik und Jazz zu Reggae, Samba und Metal. Der Schwerpunkt liegt in diesem Jahr in Treptow-Köpenick. rbb|24 hat die wichtigsten Infos für Besucherinnen und Besucher zusammengestellt:

Wann und wo findet die Fête de la Musique statt?

Das Musikfest findet immer zum Sommeranfang am 21. Juni statt. In diesem Jahr beginnt die Fête de la Musique aber früher als gewöhnlich. Bereits am Donnerstagabend ist in der Köpenicker Altstadt der Startschuss gefallen. In der Freiheit 15 eröffnete Kultursenator Klaus Lederer (Linke) das europäische Musikfest.

Auch am 21. Juni geht es früher los als in den Vorjahren: Das Konzerthaus am Gendarmenmarkt lädt ab 13.30 Uhr zu einer öffentlichen Probe des Konzerthausorchesters unter der Leitung von Eliahu Inbal.

Ab 16 Uhr startet das europäische Musikfestival mit über 150 Musikorten in allen zwölf Berliner Bezirken dann offiziell. In diesem Jahr gibt es zahlreiche neue Orte. Neben dem Konzerthaus sind auch der Friedrichstadtpalast, das Renaissance-Theater oder das Schloss Charlottenburg dabei. Doch nicht nur in den großen Kulturhäusern wird Musik erschallen, sondern auch am Haupt- und Ostbahnhof oder in zahlreichen Cafes und Biergärten. Bei allen Veranstaltungen ist der Eintritt frei. Ab 22 Uhr darf drinnen weitergefeiert werden.

Wo liegt in diesem Jahr der Hot Spot?

In Treptow-Köpenick gibt es fast 30 Musikorte: vom Festsaal Kreuzberg ganz im Norden, dem Mellowpark, dem Kunsthof Köpenick, der Friedenskirche Grünau, dem Bienenhauptquartier im Kunger-Kiez bis hin zum Technologie-Standort Adlershof.

Auch der Auftaktabend findet in dem Bezirk statt, auf dem in diesem Jahr der Fokus liegt: In der Köpenicker Altstadt direkt am Wasser in der Freiheit 15. Beim Auftaktkonzert sind der Rapper Romano, Onejiru, Moonlight Benjamin, Min_T, Ben Barritt und viele andere dabei.  Zuvor ziehen ab 18 Uhr Walking Acts durch die Altstadt Köpenick.

Was sind in diesem Jahr die Highlights?

Neben der Auftaktveranstaltung in der Freiheit 15 am 20. Juni sind es am Haupttag der Fête de la Musique folgende Vorführungen:

- 14 Uhr: Öffentliche Probe mit dem Konzerthausorchester Berlin und Eliahu Inbal (Mitte). Im Programm: Auszüge aus den "Meistersingern" und "Tristan und Isolde" von Richard Wagner. Ab 20 Uhr findet vor dem Konzerthaus ein europaweiter Singalong und Flashmob statt. Gesungen wird die Europahymne "Ode an die Freude".

- 16 Uhr: Vogelgesang und Chansons in den Bornholmer Gärten (Pankow)

- 16 Uhr: Social Party für "Zug der Liebe" (Treptow-Köpenick)

Hier gibt es das vollständige Programm der Fête de la Musique 2019 (externer Link)

Gibt es auch ein Programm speziell für Kinder?

Ja, so tritt beispielsweise am FMP1 in Berlin-Friedrichshain von 16 bis 17 Uhr das Sadako Kinder- und Jugendensemble auf. Es gibt aber nicht nur was zum Zuhören, sondern auch zum Mitmachen. Das "himmelbeet" in Berlin-Wedding bietet von 16 bis 17 Uhr ein Kinderprogramm mit Trommeln an. Im Quartiersmanagement Badstraße in Berlin-Gesundbrunnen können Kinder – aber auch Erwachsene – von 16 bis 18 Uhr unter professioneller Anleitung Instrumente ausprobieren.

Dürfen Bands oder Musiker auf der Straße Spontankonzerte spielen?

Das Besondere an der Fête de la Musique ist, dass am 21. Juni jeder oder jede spontan Musik machen kann – dank einer Ausnahmeregelung. Das Musizieren auf der Straße ist von 16 bis 22 Uhr erlaubt. Vorausgesetzt ist aber, dass keine elektronischen Verstärker verwendet werden und nicht länger als eine Stunde gespielt wird.

Und was passiert danach?

Ab 22 Uhr ist das Musizieren auf der Straße nicht mehr erlaubt. Dafür geht es an fast 30 Standorten bis weit in die Nacht weiter. Das Yaam, das Cassiopeia oder das Gretchen verlagern ihr Programm einfach nach drinnen. Für Nachtschwärmer öffnen reine Nachtbühnen wie die Junction Bar, der Tresor Club, Ritter Butzke, Blackland oder Musik & Frieden.

Wo findet die Fête de la Musique in Brandenburg statt?

Seit mittlerweile 15 Jahren findet die Fête de la Musique in der Landeshauptstadt Potsdam statt. Rund 130 Bands und Künstler auf knapp 50 Bühnen verteilen sich zwischen Drewitz, Babelsberg und der Innenstadt bis nach Bornstedt. Highlight in diesem Jahr: die Brandenbeats-Bühne des Kulturänzer e.V. an der Weißen Flotte mit The Dirty Franks, Mellow Mind, ZMOT und Velvet Green.

An der Brandenburger Straße befindet sich Potsdams größte Bühne. Hier ist jeder oder jede dazu eingeladen, einen Spontan-Act zu performen.

Hier gibt es mehr Infos zum Programm der Fête de la Musique 2019 in Potsdam (externer Link)

Neben Potsdam wird auch in Lübben (Dahme-Spreewald), Wittstock/Dosse (Ostprignitz-Ruppin), Lychen (Uckermark), Hennigsdorf, Zehdenick, Hohen Neuendorf (Oberhavel), Falkensee und Rathenow (Havelland) gefeiert.

Wie ist die Fête de la Musique entstanden?

Die Fête de la Musique wird in Berlin seit 1995 gefeiert; in Potsdam seit 2004. Ihren Ursprung hat das Musikfest in Frankreich, wo es 1981 durch den damaligen Kulturminister Jack Lang ins Leben gerufen wurde. Seitdem sind jährlich am 21. Juni alle Musikschaffenden und Künstler dazu aufgerufen, auf der Straße Musik zu machen. Mittlerweile feiern 50 Städte in Deutschland und 540 Metropolen weltweit mit.

Sendung: Radioeins, 20.06.2019, 13:20 Uhr

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19 Kommentare

  1. 19.

    Zunächst einmal danke, Schu und Markus2, für die attestierte Sachlichkeit.

    @ Codilla Schlumpf:

    Ich bin kein Zugezogener (was meiner Ansicht nach aber auch nichts ändern würde), sondern geborener und aufgewachsener Berliner.
    Klar gibt es auch innerstädtisch ruhige Naherholungsgebiete.
    Der Punkt ist nur:
    Es werden immer weniger.
    Überall machen sich Künstler und vermeintliche Künstler breit, fordern mit allergrößter Selbstverständlichkeit das Recht auf Radau und wer das nicht mag, muss ausweichen.
    Und genau das mag ich nicht und halte es für absurd.
    Es sollte selbstverständlich sein, dass Menschen (gleichgültig welcher Herkunft und welchen Alters) überall das Recht haben, zumindest sonntags ungestört im Grünen ihren Gedanken nachhängen zu können.
    Ausnahmeregelungen sollten sparsam verteilt und zuvor gut begründet werden.

  2. 18.

    Es kommt natürlich darauf an, WO man sich in der Großstadt befindet. Ich wohne am Rand und fühle mich pudelwohl (Ausnahme: Flugzeuge von Schönefeld). Ich finde auch, dass Tremor sachlich argumentiert hat.

  3. 17.

    Ich meine, wenn jemand eine Situation vorfindet, die für ihn nicht glücklich ist, kann er auch versuchen, selbst etwas daran zu ändern. Thema war eigentlich die Fete de la Musique; und ich finde es schön, an diesem Tag der Sommersonnenwende viele Arten von Musik kostenlos genießen zu dürfen. Einigen Zugezogenen, die scheinbar mit der Situation in einer Großstadt überfordert sind, haben wir bereits zu verdanken, dass manche Klubs in Berlin nicht mehr existieren (zB Knaack).
    Es ist mir neu, dass der ruhigere Randteil von Berlin nur aus dem Grunewald besteht. Weil auch ich es etwas ruhiger haben wollte, bin ich vor nicht allzu langer Zeit an den Rand von Berlin gezogen und wohne nicht in einer Villa und auch nicht im Grunewald. Im Übrigen gibt es diverse Ausflugsmöglichkeiten um Berlin für einen ruhigen Wochenendspaziergang, wenn die Suche nach einer den Ansprüchen gerechten Bleibe ins Leere verläuft. Auf Berlin.de findet sicher jeder etwas.

  4. 16.

    Ich finde, Tremor hat seine Meinung und Kritik sehr sachlich formuliert. Einen Wutbürger habe ich nicht erkannt. Ob man diese Meinung nun teilt oder nicht ist kein Grund dafür, mit dem Standard Argument "dann zieht doch weg" zu kommen. Dieses ist um Übrigen genauso Ignorant wie die tatsächlichen Wutbürger, die sich über alles und jeden aufregen.

    Wir wissen doch nun mittlerweile, dass man in Berlin nicht einfach umziehen kann, also was bringt diese Argumentation.

  5. 15.

    Wenn ich mich nicht irre, ist nicht nur die Nachtzeit, sondern auch der Sonntag gesetzlich gegen Lärm geschützt.
    Und wenn Sie mir eine Grunewaldvilla spendieren, denke ich über einen Umzug nach.
    Das mit der empfohlenen Stille ist freilich eine gute Empfehlung.
    Ich werde versuchen, sie auf meinem nächsten Sonntagsspaziergang im Grünen irgendwie umzusetzen.
    Dass es in einer Großstadt generell bunt, multikulturell und vor allem: laut zugehen muss, ist eine bemerkenswerte Erkenntnis.
    Bedeutet das, dass man auch Vermüllung und Kriminalität hinnehmen muss und sich darüber nicht beklagen darf?
    Klasse finde ich übrigens die Einstellung diverser Politiker:
    Chemie ist (zumindest wenn nicht biologisch abbaubar) Teufelszeug. Bei Graffitis aber halb so wild.
    Und Lärm ist eine Form von Umweltverschmutzung. Aber in Grünalagen hinzunehmen.
    "Was dem einen sin Uhl, ist dem andern sin Nachtigall."

  6. 14.

    Wenn jemand anmerkt, dass es z. Zt. überall ziemlich heiß ist, glauben Sie vermutlich, ihn mit einem "Ha, in meinem Gefrierschrank nicht!" übertrumpfen zu können.
    Aber solche Spitzfindigkeiten sind nicht clever, sonden kindisch.
    Guten Morgen.

  7. 13.

    Eben! Deshalb muss das „Lärmgeschehen“ am 22 Uhr in dafür geeignete Räumlichkeiten verlegt werden. Es gilt das Lärmschutzgesetz von 22 bis 6 Uhr.
    Betreffend den musikalischen „Lärm“ zu anderen Zeiten sollten Sie sich vielleicht die Verlegung Ihres Wohnsitzes an den ruhigeren Rand von Berlin überlegen. Ich mag auch nicht immer jegliche Musik „aufs Ohr gedrückt“ bekommen, doch ich wohne nun mal in einer Großstadt - multikulturell und bunt - was ich auch nicht mehr missen möchte. Als Alternative empfehle ich die Anschaffung guter Kopfhörer für die eigene bevorzugte Musik... oder Stille.

    Doch wie lautet ein schönes Sprichwort: Dort wo Musik erklingt, da lass dich ruhig nieder! ;)

  8. 12.

    Nee. Sie schrieben erst ÜBERALL und dann AN VIELEN STELLEN/GRÜNANLAGEN. Also bezogen Sie sich bisher eigentlich GARNICHT auf die Fete de la Musique. Schade, da sich der Artikel eigentlich darum dreht. Schönen Abend :-)

  9. 11.

    Für alle, die es noch immer nicht verstanden haben:
    Ich meinte, dass man laute Musik mittlerweile an jedem Wochenende in etlichen Grünanlagen mitanhören muss.
    Dass ich mich damit ausschließlich auf dieses Festival beziehe, hab ich nicht gesagt.

  10. 10.

    Vielleicht sollten Sie erstmal den Artikel lesen, bevor Sie hier ihre übliche Wut- und Hutbürgernummer abziehen. Denn dann wüßten Sie, daß besagte Festlichkeit 1. nicht am Wochenende und 2. nur einmal im Jahr stattfindet. Somit ist ihr Kommentarinhalt (wie immer) für die Katz ....

  11. 9.

    Die „wilden“ Musiker dürfen nur ohne Anlage spielen, an den meisten Veranstaltungsorten finden sowie sonst auch Veranstaltungen statt und ab 22 Uhr müssen eh alle rein. Wo gibt es da an einem Freitag ein Lärmproblem?

  12. 8.

    Nee,bitte solche Veranstaltungen nicht ins Umland platzieren!!! Wir flüchten im Sommer jedes Wochenende ins wunderschöne Umland in Brandenburg. Wir sind alle froh,dass dies Beschallung in Berlin stattfindet. Es ist ja nicht nur der Lärm, der jedes Wochenende nervt,es ist auch diese Vermüllung der Stadt .....überall Partymüll....diese Stadt ist nur noch nervend und macht krank. Wenn wir das Rentenalter erreicht haben,werden wir in Brandenburg bauen,und unsere Wohnung wird vermietet.

  13. 7.

    Dann ziehen Sie doch nach Brandenburg oder zurück in den Süden wo Sie höchstwahrscheinlich hergekommen sind! Abgesehen davon gibt es auch in Berlin genügend Möglichkeiten für "meditative Spaziergänge", liegt halt nicht alles super-komfortabel direkt vor der Haustür, aber im Grunewald, Spandauer Forst, Britzer Garten, Wuhlheide, rund um den Müggelsee und so weiter und so weiter würden Sie schon fündig werden. Aber wieso mal kurz nachdenken und sich eine halbe Stunde in die Bahn setzen? Rumpöbeln, alles scheiße finden und ein Wutbürger sein, ist ja so viel einfacher.

  14. 6.

    "Überall müssen geltungssüchtige Möchtergernkünstler"

    Überall (in den Grünanlagen) ist schlichtweg Blödsinn. Und in der Regel ist dient es dem Lebensunterhalt und nicht der eigenen Geltungssucht. Die (nervigen)mobilen Lautsprecher haben nix mit den Musikern zu tun. Genauso hat Ihr Kommentar nix mit dem Thema (Fete de la musique) zu tun.

  15. 5.

    Und ich wäre froh, auch mal einen sonntäglichen Parkspaziergang in meditativer Ruhe erleben zu dürfen.
    Der zwingende Zusammenhang zwischen Multikulturalität und lauter Musik erschließt sich mir zwar nicht so ganz, doch warum können diese (Möchtergern)Musiker nicht im Umland tätig sein?
    Warum lautet Ihr Motto diesbezüglich eher (kein wörtliches Zitat) "Lass dich zudröhnen oder flieh!"?
    Der Punkt ist nicht, dass man (wenn man mit Ruhe und Stille nichts anzufangen weiß), überall etwas erleben KANN, sondern dass man es MUSS, ob man will oder nicht. Wenn Sie ohne Dauerbeschallung nicht auskommen, empfehle ich MP3-Player, Discobesuche und Rockkonzerte, die einem gaaaaanz viel laute Musik liefern, wann immer man mag.
    Es hat seinen Grund, dass es gesetzlich vorgeschriebene Zeiten gibt, in denen man keinen Krach machen darf.
    Denn Ruhe ist ein Grundrecht (und auf Dauer eine Notwendigkeit) - laute Musik nicht.

  16. 4.

    Wenn es eine Art von Lärm gibt, muss man auch die andere akzeptieren.
    Klingt logisch.
    Und da sie diesen Teil offensichtlich überlesen haben:
    Ich beklage mich darüber, dass es an VIELEN Stellen (genauer: in vielen Grünanlagen) so laut zugahet.
    Ihrer Argumentation zufolge müssten auch Museumsbesucher das Vorhandensein von dort spielenden Heay-Metal-Bands akzeptieren.
    Denn wer EINE Art von Kultur akzeptiert, muss auch die andere akzeptieren.
    Dass Kultur aber automatisch eine bestimmte Lautstärke haben muss, ist mir neu.
    Ich ziehe die Kultur der Stille und de In-sich-Gekehrtheit vor.

  17. 3.

    Willkommen in der Kulturstadt Berlin, der Hauptstadt Deutschlands. Hier leben über 3,5 Millionen Menschen aus allen möglichen Ländern. Wenn Ihnen diese Welt-Metropole nicht gefällt, finden Sie bestimmt gaaaaaaanz viel Ruhe in Brandenburg.

    Ich bin jedenfalls froh, dass hier so viel los ist und man an jeder Ecke was erleben kann.

  18. 2.

    Tut mir leid, dass Sie ihr Leben so mies finden, dass Sie Lärm (motorisierter Straßenverkehr, Ghettoblaster) schon nicht mehr von einem (einmal im Jahr stattfindenden) Kulturfestival unterscheiden können und in der Konsequenz allen in Ihrem Umfeld das nehmen wollen, was den Menschen zum Menschen macht: Kultur.

  19. 1.

    Man bekommt in den warmen Jahreszeiten leicht den Eindruck, ins Umland fahren zu müssen, wenn man einfach nur mal in aller Ruhe (= ohne jede Lärmbelästigung) im Grünen spazieren gehen will.
    Überall müssen geltungssüchtige Möchtergernkünstler auf sich aufmerksam machen und selbst auf Park- und Waldwiesen wird gern mal der Ghettoblaster aufgedreht, weil man den Weg in die nächste Disco nicht findet, sich dort nicht genug beachtet fühlt oder zu blöd zur Verwendung von Kopfhörern ist.
    Wer einfach nur mal irgendwo im Freien ungestört seinen Gedanken nachhängen will, hat in dieser kunterbunten Krachstadt, in der viele irgendwas sein wollen und daher nichts sind, schlechte Karten.

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