Archivbild: Astrid North - die Saengerin bei einem Auftritt bei NDR 90,3 Hamburg Sounds am 11.04.2011 in Hamburg (Quelle: Jazz Archiv/Markus Lubitz)
Bild: Jazz Archiv/Markus Lubitz

Sängerin der Cultured Pearls - Berliner Soulsängerin Astrid North gestorben

Die Soulsängerin Astrid North wurde vor allem als Frontfrau der deutschen Band Cultured Pearls bekannt. Später wirkte sie solo und etablierte Konzertabende in der Bar Jeder Vernunft. Am Dienstag starb North mit Mitte 40.

Die Berliner Soulsängerin Astrid North ist nach schwerer Krankheit am Dienstag in Berlin verstorben. Das erfuhr der rbb aus dem persönlichen Umfeld der Sängerin. North hinterlässt zwei Kinder. Sie wurde 1973 in Berlin geboren.

North war von von 1992 bis 2003 Sängerin der Band Cultured Pearls, die 1996 ihr erstes Album "Sing Dela Sing" veröffentlichte - mit einem neuen Mix aus Soul, Rock, Jazz und Funk. Mit Cultured Pearls spielte sie fünf Alben ein und hatte mehrere Radio- und Charthits, unter anderem "Tic Toc", "Sugar Sugar Honey" und "Kissing The Sheets". Als Gastsängerin der Band Soulounge nahm sie weitere drei Alben auf.

Konzertabende in der Bar jeder Vernunft

Darüber hinaus wirkte sie in den 1990er Jahren als Gast auf der Single "Trouble Is" der Berliner Band Big Light mit, sowie bei dem Projekt "Little Red Riding Hood" der "ury In The Slaughterhouse-Brüder Kai und Thorsten Wingenfelder. Weitere Kollaborationen fanden mit Sasha, dem Jazztrompeter Joo Kraus, Gabriel Gordon, sowie mit Bobby Hebb statt, mit dem sie 2005 eine neue Version seines Klassikers "Sunny" veröffentlichte.

Seit 2010 war North als Solokünstlerin aktiv und veröffentlichte die Alben "North" (2012) und "Precious Ruby" (2016). Mit "North-Lichter" präsentierte Astrid North seit 2016 regelmässige Konzertabende in der Berliner Bar Jeder Vernunft, bei denen sie weibliche Gastmusikerinnen eine Plattform bot.

Korrektur: In einer ersten Version hatten wir geschrieben, dass Astrid North den Song "Sunny" mit Bobby Hebb im Jahr 2016 aufgenommen hat. Hebb starb allerdings bereits im Jahr 2010. Das Duett mit Hebb, der den Welthit im Juni 1966 veröffentlicht hat, nahm North im Jahr 2005 auf. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Sendung: Radioeins, 28.06.2019, 18:30 Uhr

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8 Kommentare

  1. 8.

    Ich durfte Astrid North bisher nur einmal live in der "Bar jeder Vernunft" erleben und war sofort angetan von ihrer ganz eigenen Art, die zum einen sehr persönlich war und zum anderen Raum lässt für etwas kaum zu benennendes Universelles, das der Kunst erst ihre Magie gibt.
    Das ist für mich besonders spürbar in der Aufnahme von "Lightening" mit den Bremer Philharmonikern. Astrid unterbricht nach enem Textversehen der ersten Zeile (niemand hätte es gemerkt) und startet in aller Ruhe neu.
    Diese Ehlichkeit gibt der ganzen folgenden Interpretation eine so wahnsinnige Tiefe und lässt eine eine große Verbundenheit mit dem Publikum entstehen.
    Danke Astrid für Deinen Mut und Deine Wahrhaftigkeit, das hinterlässt bleibende Spuren in mir und ganz sicher auch in vielen anderen. Gute Reise!

  2. 7.

    fliege sanft ... du wundervoller Mensch - dein Licht und deine Liebe leben weiter ... in deinen Kindern und Freunden und in unseren Erinnerungen an dich , du heller und wunderschöner Stern

  3. 5.

    Ganz traurig, tolle Sängerin, tolle Stimme - die Leichtigkeit der 90er. Gute Reise!

  4. 4.

    Ruhe in Frieden liebe Astrid.
    Ich hatte Astrid North damals bei einer Aufzeichnung für eine Musiksendung mit ihrer Band Cultured Pearls kennengelernt und wir sind uns immer mal wieder über den Weg gelaufen.
    Sie war ein wunderbar warmherziger Mensch und eine grandiose Soul-Sängerin.

    Den Angehörigen, engeren Freunden und Hinterbliebenen viel Kraft.

  5. 2.

    Abschied einer große Stimme. Aber mit Bobby Hebb kann North 2016 nichts veröffentlich haben. Der Mann starb bereits 2010.

  6. 1.

    RIP! So eine selten begabte und nette Person! Ich kannte sie persönlich und bin sehr traurig! Mein Soundtrack der 90iger. Astrid North hätte Deutschlands grösste Soulstimme sein müssen!

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