Blick vom Fuß des Orangerieschlosses im Schloss Sanssouci in Potsdam (Quelle: imago/Panthermedia)
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Planungsstart für die Bauarbeiten - Orangerieschloss im Park Sanssouci wird saniert

Das Orangerieschloss im Potsdamer Park Sanssouci soll bis 2030 umfassend saniert werden. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) beginne jetzt mit den Planungen für die mehr als 22 Millionen Euro teuren Arbeiten, teilte die Stiftung am Mittwoch in Potsdam mit. Ziel sei es, Dächer und Fassaden des gesamten Gebäudes instand zu setzen und den derzeit deponierten Skulpturenschmuck wieder auf den Dachbalustraden anzubringen.

Außerdem soll die technische Infrastruktur in den beiden Pflanzenhallen verbessert werden. Dort muss den Angaben zufolge unter anderem das historische Heizsystem repariert werden. Im Nordost-Pavillon soll ein neuer Eingangsbereich entstehen. Neben einem bisher fehlenden Cateringbereich, der in der ehemaligen Schlossküche seinen Platz finden soll, werde auch ein neues Service-Areal für die Besucherinnen und Besucher mit Räumlichkeiten für eine Garderobe und eine Toiletten geschaffen, hieß es.

Mittel für Sanierung kommen von Bund und Ländern

Zwischen 2008 und 2018 seien bereits neun Millionen Euro für grundlegende Rettungsmaßnahmen am Orangerieschloss eingesetzt worden.

Finanziert wird das neue Projekt den Angaben zufolge mit Mitteln aus dem zweiten Sonderinvestitionsprogramm für die preußischen Schlösser und Gärten. Dafür stellen der Bund und die Länder Brandenburg und Berlin bis 2030 rund 400 Millionen Euro zur Verfügung.

Ein Bau für die Italiensehnsucht des Königs

Das Orangerieschloss mit den seitlichen Pflanzenhallen, Brunnen, Arkaden und Terrassen dokumentiere anschaulich die Italiensehnsucht König Friedrich Wilhelms IV (1795-1861), hieß es. Das von Renaissance-Villen inspirierte Ensemble wurde zwischen 1851 und 1864 errichtet. Während der Bauphase seien die preußischen Baumeister Ludwig Persius (1804-1845), August Stüler (1800-1865) und Ludwig Ferdinand Hesse (1795-1876) mit den Planungen befasst gewesen. Grundlage seien Entwürfe des Königs gewesen.

Das mehr als 300 Meter lange Bauwerk umfasst den Angaben zufolge neben den Pflanzenhallen auch ehemalige Herrschafts- und Bedienstetenwohnungen. Der Mittelbau mit den fürstlichen Wohnräumen und dem Raffaelsaal ist als Museumsschloss geöffnet, während die im Sommer frei verfügbaren Pflanzenhallen zu den größten innenliegenden Veranstaltungsflächen in der Region gehören.

Sendung: Antenne Brandenburg, 24.07.2019, 14 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Na Hauptsache, die Hohenzollern kommen nach der Sanierung nicht auf die Idee, das Orangerieschloß auch noch haben zu wollen.

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