Das beschädigte Stromkabel aus Köpenick (Foto: rbb/Matthias Bartsch)
Audio: rbb 88,8 | 30.07.2019 | Matthias Bartsch | Bild: rbb/Matthias Bartsch

Ausstellungsstück im Museum - Defektes Kabel erinnert an Stromausfall von Köpenick

Ein defektes Stromkabel erinnert künftig im Museum Köpenick an den 30-stündigen Stromausfall vom Februar dieses Jahres. Thomas Schäfer, Geschäftsführer von Stromnetz Berlin, überreichte Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) am Dienstag das Kabelstück, das dafür verantwortlich war.

Eine Baufirma hatte die Leitung am 19. Februar durch eine falsche Bohrung bei Arbeiten an der Salvador-Allende-Brücke beschädigt. Mehr als 30.000 Haushalte und 2.000 Gewerbebetriebe waren vom Stromausfall betroffen. Sie mussten ohne Licht, Heizung oder Telefon auskommen. Das öffentliche Leben war zeitweise erheblich eingeschränkt. Schulen und Kitas blieben geschlossen, Straßenbahnen fielen aus.

"Der 19. Februar und 20. Februar 2019 werden wohl in die Geschichte Treptow-Köpenicks eingehen, nicht nur wegen des Stromausfalls. Sondern auch, weil sich in dieser Notsituation gezeigt hat, wie gut die Behörden zusammenarbeiten und wie gut unsere Zivilgesellschaft funktioniert", sagte Igel am Dienstag laut Mitteilung.

Sendung: Abendschau, 30.07.2019, 19.30 Uhr

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9 Kommentare

  1. 9.

    Herrjeh, in jedem Regionalmuseum liegt irgendwelcher Trödel herum - Töpfe, historische Alltagsgegenstände, Werkzeuge. Jedes Mühlenmuseum hat garantiert einen alten Mehlsack ausgestellt und jedes Hanse-Museum einen Anker oder ein Stück Tau mit Seemannsknoten. Ist ja jetzt nicht so, als würde das Kabelende neben der Nofretete ausgestellt.

    "Das Museum Köpenick zeigt in der Dauerausstellung "Köpenick - Von den Anfängen bis zur Gegenwart" die Bezirks- und Regionalgeschichte des Bezirks."

  2. 7.

    Interessant was so alles im Museum zu finden sein wird. Vielleicht landet ja der Kackihaufen von meinem Hund auch mal im Museum :-) echt lächerlich diese Aktion.

  3. 5.

    Die Unfähigkeit liegt darin, dass es durch Umschaltungen nicht möglich war, den nicht versorgten Bezirk zu verkleinern. Das ist Katastrophenschutz unwürdig.

  4. 4.

    Ich schäme mich ein Köpenicker zu sein. Ich war fest davon überzeugt, daß nur die Leute in Kreuzberg krank sind. Aber so kann man sich täuschen.

  5. 3.

    In einem Gelände mit _vorhandenem Bauplan_ hat eine _externe Firma_ Kabel _und Reservekabel_ durch falsche Bohrausführung zerstört. Jetzt erklären SIE doch mal, wo hier die "Zusammenarbeit der Behörden im Vorfeld" gefehlt hat und was "die Behörden" gegen solch menschliches Versagen hätte tun sollen, "um dieses erst nicht soweit kommen zu lassen".

    Manchmal frage ich mich echt, ob verschiedene Kommentatoren hier glauben, für ihr Gemeckere hier gäbe es irgendwo Karma-Punkte.

  6. 2.

    Ziemlich zutreffende Kommentar, de kann man nichts hinzufügen.

  7. 1.

    Das ist der Witz des Jahrhunderts, da wird Unfähigkeit ins Museum gestellt. Zusammenarbeit der Behörden herausgestellt und gepriesen. Wo war denn die Zusammenarbeit der Behörden im Vorfeld um dieses erst nicht soweit kommen zu lassen. Das einzige was hier positiv zu bewerten ist, war der Zusammenhalt der Zivilgesellschaft.

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