Die Berliner Philharmoniker spielen unter der Leitung ihres neuen Chefdirigenten Kirill Petrenko vor dem Brandenburger Tor (Quelle: rbb)
Video: rbb24 | 24.08.2019 | Christian Titze | Bild: rbb

Brandenburger Tor in Berlin - 35.000 Menschen bei Open-Air-Konzert der Philharmoniker

Die Berliner Philharmoniker und ihr neuer Chefdirigent Kirill Petrenko haben am Samstagabend Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 9 vor dem Brandenburger Tor aufgeführt. Das Konzert war Teil der Feiern zum 30. Jahrestag des Mauerfalls.

Rund 35.000 Zuhörer kamen zu der Aufführung unter freiem Himmel auf die Straße des 17. Juni. Nach dem Schlusschor mit Friedrich Schillers "Ode an die Freude" feierte das Publikum Petrenko und das Orchester mit langem Beifall. Es war das erste Konzert in der Geschichte der Philharmoniker vor dem Brandenburger Tor.

Konzertmitschnitt für 30 Tage in der rbb Mediathek

Bei seinem Antrittskonzert einen Abend zuvor - ebenfalls Beethovens 9. - war der russische Dirigent mit einem minutenlangen Beifall vom Publikum in der voll besetzten Philharmonie gefeiert worden. In seiner ersten Spielzeit wird Petrenko mit den Philharmonikern auf Deutschland-Tournee gehen. Geplant ist zum 75. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs auch ein Konzert in Tel Aviv. Petrenko ist der siebte Chefdirigent des 1882 gegründeten Orchesters.

Der rbb hat das Konzert am Brandenburger Tor live im Fernsehen und im Internet übertragen. Nach der Ausstrahlung ist ein Mitschnitt für 30 Tage in der rbb Mediathek abrufbar.

Sendung: rbb Fernsehen, 24.08.2019, 20:15 Uhr

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21 Kommentare

  1. 21.

    Herr Müller!...die "Berliner Philharmoniker " haben auch Noten gehabt. Glauben Sie, dass die phantastischen die sehr häufig die " Neunte" spielten, nicht auswendig gewusst haben, oder der Dirigent ? Sie blamieren sich mit solchen Gedanken....
    Ein Musiker ist ein Künstler, die Künstler haben fast immer Lampenfieber, ( Start mit dem Orchester, riesige
    Veranstaltung, Nachfolger renommierten Dirigenten....), ein bisschen sicher sein ist MENSCHLICH, oder kennen Sie
    dieses Gefühl nicht ?
    Im ernst, wenn der Inhalt stimmt, die Form ist nur eine Hülle und nicht umgekehrt...
    Seien Sie ein bisschen reicher !

  2. 20.

    2) Ohne gegenseitige Rücksichtnahme geht es auch bei Großveranstaltungen nicht.
    Kostenlose Konzerte dieser Art sind einfach Wunderbar und zeigen der Welt welch eine Wunderbare Stadt Berlin ist,wenn nicht ein paar wenige „Gäste“ dafür sorgen,dass viele Gäste leider nur die Hintern derer zu sehen bekommen, die mal eben kostenlos den anderen zeigen dürfen, wessen Geistes Kind sie im Alltagsleben sind.
    Das Rufen und Pfeifen das man gleich zu Beginn des Konzertes hört, galt genau diesen Ignoranten und kam von den Internationalen Gästen die darauf aufmerksam machen wollten, dass sie nicht Stundenlang sitzend auf der Erde gewartet haben, um von denen die plötzlich neu dazu gekommen sind und sich nicht setzen wollen,die Sicht auf die Bühne versperrt zu bekommen.

  3. 19.




    1) Ich stimme Ihnen zu,was das Rücksichtlose Verhalten weniger Zuschauer anbelangt.
    Vertrete aber auch den Standpunkt von Herrn Dr. Klaus-Jürgen Schenk.
    Bei einer solchen Veranstaltung ist es bestimmt verzeihbar, wenn nicht jeder weiß wann geklatscht wird und wann nicht nicht.
    Aber was nicht verzeihbar ist, ist das Proletenhafte Verhalten einiger Spontanbesucher die meinen, zehn Minuten vor Beginn,mit Handy bewaffnet nach vorne an die Bühne stürmen zu müssen.
    Auch dagegen wäre nicht unbedingt etwas einzuwenden.
    Doch dass diese Besucher der Indirekten Aufforderung der Frau Gute, sich gleich hinzusetzen, nicht nachkamen, und stattdessen Internationalen Gästen die mitunter Stundenlang sitzend auf dem Platz vor der Bühne gewartet haben, den Mittelfinger zeigten, nur weil diese darauf aufmerksam machten,dass wenn sie so stehen bleiben würden,sie nichts sehen konnten, ist überhaupt nicht akzeptabel.

  4. 18.

    Sie fühlen sich belehrt? Nun, das nenne ich mal dünnhäutig. Wenn Sie nicht einmal vor Ort waren, finde ich Ihre Krittelei außerdem besonders anmaßend (DAS war jetzt heftig...^^). Genauso wie Sie Ihre Meinung haben dürfen, habe ich die meine. Alles gut :-)

  5. 17.

    Sie übertreiben ja maßlos. Hier wird gar nichts "schlecht geredet". Können Sie nicht einmal andere Meinungen einfach stehen lassen, ohne sie abzuwerten und seltsame Tipps und Belehrungen zu erteilen? Woher wissen Sie denn, ob ich dort war? Im übrigen geht Sie das auch gar nichts an.

  6. 16.

    Ich finde es trotzdem schade, etwas schlecht zu reden, was sehr viele Menschen begeisterte. Nunja, jetzt wissen Sie es ja und können zukünftig solche Veranstaltungen meiden. Bedeutet mehr Platz für diejenigen, die Freude daran haben^^

  7. 15.

    Nee, für mich auch nicht. Trotzdem kann ich doch einen Perspektivwechsel vornehmen ... Und ich habe größtes Verständnis für andere Ansichten von Musikenthusiasten. Wer die Neunte schon x-Mal in den verschiedensten Interpretationen gehört hat, wird auch bei diesem Ereignis seine eigene Messlatte anlegen und das ist auch völlig okay.

  8. 14.

    So sind die Empfindungen verschieden. Für mich ging es dieses Mal nicht um die perfekte Akkustik oder das abgeschottete Konzerthausgefühl. Gerade die Lebendigkeit der Vielfalt des Publikums, Menschen friedlich beisammen, alle sind verzaubert. Das hat Berlin viel zu selten. Habe zusätzlich die Aufzeichnung gerade mit meinem Enkel angesehen, auch der war begeistert :-) Danke nochmal!

  9. 13.

    Es war ein toller Abend, die Neunte in einer solchen Atmosphäre zu erleben war einzigartig. Und für die Nörgler: es gibt die Konzertsäle um Musik pur zu erleben. Ich jeden Falls habe es genossen. „Kippevel“. Danke Berlín!

  10. 12.

    Nunja, das war eine Darbietung fürs Volk, eine Idee des Dirigenten bzw. der Philharmoniker aus Anlass des 30jährigen Jubiläums des Mauerfalls oder haben Sie schon mal davon gehört, dass klassische Musik für eine Zuhörerschaft dieser Größenordnung unter freiem Himmel konzipiert wurde, verstärkt mit unzähligen Mikros und Flachbildschirmen? Sehen se ... bei solchen Anlässen (z Bsp Waldbühnen-Konzerte der Staatsoper nach Saisonende) wird gesprochen, Kinder quieken, Leute essen usw.; wem es ausschließlich um die Musik geht und nicht um das Eventerlebnis in Gänze, muss sich das ja nicht antun.

  11. 11.

    Schade das Petrenko das Stück nicht auswendig kennt... das Orchester ist außerdem kein Schlagzeug, "wer die Form zerstört beschädigt auch den Inhalt" hat mal ein kluger Chef vor ihm gesagt

  12. 10.

    Danke, danke, danke an alle Menschen, die sich für diesen unglaublich genussvollen Konzertabend in Berlin eingesetzt haben ! Meine Bitte: solche Konzerte/Veranstaltungen mit klassischer Musik kostenlos oft veranstalten !!

  13. 9.

    Beethoven, die Neunte! Europa Hymne, Berliner Philharmoniker, 30 Jahren Mauerfall , Chor, super Dirigent Petrenko, es kann Enthusiasmus verursachen und dann APPLAUDIERT unorthodox, meine Damen und Herren die "gutes Benehmen " im Konzert Raum beherrschen...Es waren sehr kultivierten Gesichter zu sehen die bestimmt die Spielregeln gewusst haben , aber es war ÜBERWÄLTIGEND schööööönnnn !

    tz, tz, tz, was für Kulturbanausen haben sooolchen Herzen!.....?!?...und konnten sich vor Freude nicht beherrschen!!

    Stillos schön !

  14. 8.

    Hi , da bin ich gelassen ; Toleranz auch gegenüber denjenigen, die sich ganz urspünglich, absolut authentisch der Musik erfreuen können.
    Sehr gerne würde ich so manchesmal den Akteuren zur Unzeit zujubeln , denke dann aber u.a. an Sie und lasse es vorerst noch. Gruß

  15. 7.

    Gansehaut pur. Danke!

  16. 6.

    Großartige Leistung aller Musiker, danke. Aber ehrlich, kann denn niemand vor dem Konzert den Menschen sagen, dass man nicht nach jedem Satz und sogar zwischendurch klatscht und auch durch lautes Rufen trotz spielender Musiker die Hörer stört? Das ist einfach rücksichtslos. Es kann ja nicht jeder eine klassische Bildung haben, deshalb sollte man die freundliche Ansage vorher machen. Das angesprochene Verhalten stört auch enorm bei anderen Konzerten, z.B. in der Waldbühne.

  17. 5.

    Es war einfach Super! Besser geht es nicht!

  18. 4.

    Danke, danke, danke aus dem "tieFen Westen" nach Berlin! Wenn selbst über den Fernseher der Funke überspringt, man mit Tränen in den Augen in seinem Wohnzimmer sitzt und sich trotzdem als Teil einer großen gleichermaßen begeisterten wie berührten Gemeinschaft fühlen darf, dann ist das schon etwas sehr Besonderes!

  19. 3.

    Ich konnte es leider auch nur aus der Ferne verfolgen, aber unglaublich gut. Herzlichen Glückwunsch und möglichst mindestens halbjährlich!!! Vielen Dank

  20. 2.

    Nachtrag: Absoluter Wahnsinn in seiner positivsten Bedeutung überhaupt.

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