The Black Seeds (Quelle: The Black Seeds/David James)
Audio: Inforadio | 04.08.2019 | David Krause | Bild: The Black Seeds/David James

Konzertkritik | The Black Seeds im Festsaal Kreuzberg - Nette Party ohne Höhepunkte

Hauptzutat Reggae, dazu je ein Löffel Pop, Funk und Soul - fertig ist der Sound der Black Seeds. David Krause probierte das Klanggemisch der international bekannten neuseeländischen Band bei ihrem Auftritt am Samstag in Berlin. Sein Urteil: eher fad.

Belanglose Ansagen können sie auf jeden Fall: "Gut, zurück zu sein in einer wunderschönen Stadt!". Dass The Black Seeds mehr drauf haben als das, wollten sie eigentlich am Samstagabend im Berliner Festsaal Kreuzberg beweisen. Heraus kam allerdings: eine mäßige Party mit einem gleichbleibenden Klangteppich aus Reggae-artigen Songs.

In die musikalische Bedeutung der Black Seeds muss man sich erst ein bisschen reinlesen und natürlich hören. Gegründet hatten sie sich Ende der 90er - und noch immer sind sie weltweit unterwegs. Der Geburtsort: Wellington in Neuseeland, der Sound: Reggae. Den reichert die mehrköpfige Band um Sänger Barnaby Weir mit einer Prise Pop, Funk und Soul an.

Inzwischen auch in Europa bekannt

In ihrer Heimat Neuseeland wurden die Black Seeds ziemlich schnell nach ihrer Gründung zu Superstars. Ihr Album "On The Sun" erreichte 2003 Doppelplatin. In Europa wurden sie erst ein paar Jahre später bekannt - durch einen internationalen Platten-Deal. Es folgten Auftritte auf den wichtigsten europäischen Festivals wie dem Roskilde in Dänemark oder dem Splash.

Mittlerweile werden die Songs von The Black Seeds millionenfach gestreamt. Ihr Konzert in Berlin wird sogar vom Lido in den Festsaal Kreuzberg verlegt - wegen der großen Nachfrage.

Am Samstag ist die Halle voller Menschen, die ausgelassen ihre Hände in die Luft werfen und lässig ihre Schultern abwechselnd von vorn nach hinten zur Musik bewegen. Eine Frau macht sogar die Lokomotive: Sie schiebt sich durchs Publikum, ihre Ellbogen rotieren dabei an beiden Seiten. Ihr Antrieb: die achtköpfige Band, die sich mit gewohnt hohem Energielevel durch ihre musikalische Vita spielt. Percussion, Keyboard und besonders das Saxophon und die Trompete sorgen für einen Sound, der sie besonders macht.  

In Berlin zeigen The Black Seeds aber nicht die breiteste Bandbreite musikalischer Diversität, auch große Höhepunkte bleiben aus. Immerhin: Es gibt eine Party, die ihre Fans glücklich macht - und Nicht-Fans zumindest nicht nervt.

Beitrag von David Krause

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