09.09.2018, Berlin: Das Publikum feiert den Auftritt der Band Imagine Dragons beim Musikfestival Lollapalooza auf dem Gelände des Olympiaparks. (Quelle: dpa/Pedersen)
Video: Abendschau | 09.08.2019 | Laurence Thio | Bild: dpa/Pedersen

Strengere Lärmschutzauflagen für Festival - Lollapalooza soll 1.400 Haushalten Ausweichzimmer anbieten

Es schien, als hätte das Lollapalooza nach drei pannenbehafteten Ausgaben ein Zuhause im Olympiapark gefunden. Doch einen Monat vor Beginn droht neuer Streit: Das Land Berlin fordert mehr Lärmschutz - viele Anwohner könnten davon profitieren. Von Mark Perdoni

Es sind banal klingende vier Dezibel, die einen drastischen Unterschied machen: In einem Genehmigungsentwurf für das diesjährige Lollapalooza-Festival in Berlin, der rbb|24 vorliegt, macht die Senatsumweltverwaltung den Veranstaltern deutlich strengere Lärmschutzvorschriften als im vergangenen Jahr.

In dem Entwurf werden die Veranstalter dazu verpflichtet, Anwohnern in einem "besonders betroffenen Nahbereich" rund um das Gelände im Olympiapark für den Zeitraum des Festivals (7. und 8. September 2019) eine "angemessene" Ersatzunterkunft zur Verfügung zu stellen. Dieser Bereich wird durch eine Lärmgrenze von 76 Dezibel eingegrenzt. Nach Schätzungen des Veranstalters betrifft das rund 1.400 Haushalte.

Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr galt für die nähere Umgebung noch eine Grenzlautstärke von 80 Dezibel. Damals waren laut Veranstalterangaben nur rund 80 Haushalte betroffen.

Eine Karte der Bühnenaufteilung während des Lollapalooza-Festivals im Olympiapark (Bild: rbb24/Dave Rossel)
Vier Bühnen gibt es auf dem Lollapalooza-Festival, eine davon befindet sich innerhalb des Olympiastadions, drei im umliegenden Olympiapark. (Grafik: rbb/Rossel) | Bild: rbb24/Dave Rossel

Zwei-Personen-Haushalt: Doppelzimmer mit Halbpension

Eine Ersatzunterkunft bezeichnet die Umweltverwaltung dann als angemessen, wenn beispielsweise für eine Wohnung mit zwei Personen ein Doppelzimmer inklusive Halbpension bereitgestellt wird, heißt es in dem Entwurf. Die Unterkunft sollte zudem nicht weiter als zehn Kilometer von der eigentlichen Wohnung entfernt sein. Falls die Anwohner die Ersatzunterkünfte nicht in Anspruch nehmen, sollen sie mit den entsprechenden Kosten entschädigt werden.

Die Veranstalter reagierten mit Unverständnis auf die strengen Vorlagen. "Das bedeutet eine massive Ausweitung für uns, die wir nicht nachvollziehen können", sagte Jule Kauert aus dem Veranstalter-Team bei einer Informationsveranstaltung für Anwohner am Mittwochabend im Olympiapark. Dabei gehe es nicht allein um die Lautstärke - auch die übrigen Vorschriften bezüglich einer Entschädigung seien schwer umsetzbar. "Dadurch werden uns Handschellen angelegt", so Kauert. Außerdem seien bereits Maßnahmen getroffen worden: Anwohner bekommen 20 Prozent auf die Ticketpreise, es gibt eine Lärmschutz-Hotline - und den Austausch mit den Anwohnern über Info-Abende.

Anwohnerin: "Zwei Tage Dauerbeschallung"

Eine Stellungnahme der Senatsumweltverwaltung war am Donnerstag nicht möglich, hieß es auf rbb|24-Anfrage. Im bisherigen Entwurf - der noch bis zum 19. August verändert werden kann - werden die deutlich verschärften Vorlagen unter anderem damit begründet, dass es im vergangenen Jahr vermehrt Lärmbeschwerden gegeben habe. Nachweislich hatten sich am ersten Veranstaltungstag mehrere Anwohner wegen eines zu frühen Soundchecks an die Behörden gewandt. Die Berliner Polizei schrieb damals bei Twitter von vermehrten "Beschwerden wegen lauter Musik im Westend", die beim Notruf eingingen.

Eine Anwohnerin aus Ruhleben, die bei der Info-Veranstaltung am Mittwochabend anwesend war, bestätigt das. Sie spricht von einer "nervtötenden" Lautstärke. Teilweise hätten sogar ihre Fenster vibriert. "Es geht nicht nur um ein paar Stunden, sondern um zwei ganze Tage Dauerbeschallung." Darauf müssten die Veranstalter Rücksicht nehmen und mehr Lärmschutz bieten. Deshalb halte sie strengere Regeln für angemessen. Nicht alle Anwohner teilen diese Meinung. "Ein Festival, das leise ist, gibt es nicht", sagt ein Mann, der mit seiner Famile in der Umgebung des Olympiastadions wohnt. "Das ist ein Erlebnis, an das sich viele lange erinnern werden. Da kann man doch auch mal ein Auge bzw. ein Ohr zudrücken."

Ähnlicher Streit vor zwei Jahren in Hoppegarten

Das sieht auch Lutz Leichsenring so, Sprecher der Clubcommission, die sich für die Belange von Clubs und Veranstaltern in Berlin einsetzt. Die Verschärfung der Lärmschutzvorschriften seitens des Senats stehe laut Leichsenring für ein Grundproblem Berlins. "Das gilt für kleine Festivals oder Clubs genauso wie für Massen-Veranstaltungen wie das Lollapalooza. Die Frage ist: Wollen wir die Stadt in einen Schlafsaal verwandeln - oder wollen wir gewisse Lautstärken tolerieren?" fragt sich Leichsenring. Er stehe für letzteres.

Auf ein weiteres Vorgehen wollten sich die Veranstalter am Mittwoch nicht festlegen. "Wir müssen den Entwurf erst gründlich prüfen", sagte Jule Kauert. Es wäre nicht das erste Mal, dass es wegen Lärmschutzauflagen zu einer juristischen Auseinandersetzung zwischen Lollapalooza und Behörden kommt: Bei der dritten Ausgabe des Festivals 2017 in Hoppegarten (Märkisch-Oderland) legte der Landkreis eine Entschädigung für 3.000 Anwohner fest - die Veranstalter legten Widerspruch ein. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg lehnte diesen in einem Eilverfahren ab, die Veranstalter mussten zahlen [berlin.de].

So sah das Festival 2018 aus

Sendung: Abendschau, 08.08.2019, 19:30 Uhr

Beitrag von Mark Perdoni

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52 Kommentare

  1. 52.

    Hi, ich habe noch die Unterlagen von 2016 Lollapalooza im Treptower Park.
    Laut der Genehmigung vom Senat hätten 1.615 Wohnungen in Treptow und Stralau ein Hotelzimmer buchen können. Leider kam diese Information bei den allermeisten gar nicht an, die Zeit war sehr sehr knapp. Es haben nur ein paar Dutzend Mieter davon Kenntnis gehabt und das Angebot angenommen. Es gab eine recht starke Bürgerinitiative, die das damals gerade sanierte Gartendenkmal für den falschen Ort hielt. Manche Mieter waren nur durch einige Bäume von den Bühnen getrennt. Es wurde auch mehrfach geklagt.
    90 dezibel waren erlaubt und das wurde auch eingehalten.
    Schlimmer traf es das Altbauviertel um den Rudolfplatz in Friedrichshain jenseits der Spree. Da bebten die Keller in den Altbauten.

  2. 51.

    Alles jammern nutzt hier nicht wirklich etwas. Alle die sich hier aufregen, sollten sich bei der Senatsumweltverwaltung bedanken. Den die haben grünes Licht für dieses Festival an diesem Standort gegeben.

  3. 50.

    @Daniel:
    Also zunächst einmal wurde das Stadion ganz sicher nicht für Konzerte gebaut, sondern lediglich für Sportveranstaltungen. Macht ja auch Sinn für ein Stadion. Konzerte gab es dort früher nicht. Musikalisch gesehen ist das Stadion auch nicht geeignet dafür. Auch die Waldbühne wurde nur für Sportveranstaltungen genutzt. Nach dem Krieg dann kurz als Freilichtkino und dann, bis zur Zerstörung der Stones-Fans, für das ein- oder andere Konzert. Dann gab es knapp 20 Jahre einen Dornröschenschlaf bis in den 80ern dort das berühmte "Kino in der Waldbühne" im Sommer angesagt war. Als ich hierher zog war es nunmal einfach ruhiger. Und ich bin nicht erst vor ein paar Jahren hergezogen, als bereits eine Veranstaltung die Nächste jagte. Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich bin ja auch für Veranstaltungen und mir ist auch klar, dass es heute einfach mehr geworden ist. Ich habe das ja früher auch genutzt (Konzerte, Kino und Fussball). Aber solch ein Festival gehört in keine Wohngegend.

  4. 49.

    ein Olympiastadion ist für den Sport gebaut und nicht für dauerhaft lärmende Festivals, bei denen hinterher Müll und Dreck in Massen beseitigt werden muss, denn den nehmen die Teilnehmer bestimmt nicht freiwillig wieder mit.

  5. 48.

    Wie kommt der Veranstalter auf 80 Haushalte, die betroffen waren? Das Corbusierhaus ist nur einen Steinwurf vom Festivalgelände entfernt. Das Haus hat 530 Wohnungen. In einer dieser Wohnungen wohne ich. Das Lollapalooza war im vergangenen Jahr auch bei geschlossenen Fenstern überall in der Wohnung sehr laut zu hören. Ja, das ist auch bei anderen Konzerten im Olympiastadion oft so. Aber da gibt es nur eine Bühne, man kann das was man hört, noch als Musik wahrnehmen. Damit kann man leben, teilweise kann man es sogar ausblenden. Beim Lollapalooza kommt die Musik von mehreren Bühnen gleichzeitig. Da kommt hier nur noch basslastiger brummender Musikbrei an. Das ist alles andere als schön.

  6. 47.

    Ich bin auch Anwohnerin. Als ich nach Westend zog, lag die Waldbühne als Folge des Stones-Konzerts in Schutt und Asche, und niemand glaubte, dass sie je auferstehen würde. Mich stören Fußball und Konzerte auch nicht, mich stört das rücksichtslose Verhalten der Besucher. Sie hinterlassen nur Müll, sie parken auf Grünstreifen oder Mieterparkplätzen, sauen den S-Bahnhof Pichelsberg voll und ziehen spätabends laut gröhlend durch die Straßen. Gegen dieses ärgerliche Verhalten sind Fußball und Konzerte ein sehr kleines Übel.

  7. 46.

    Volle Zustimmung. Auch wenn die meisten Anwohner hier fortgeschrittenen Alters sind und das Angebot nicht wahrgenommen hätten, wäre das zumindest eine Geste des guten Willens gewesen.

  8. 45.

    Für mich ist das kein Tropfen. Wie weiter unten geschriebensind Konzerte und (Sport-)Veranstaltungen im Stadion und der Waldbühne völlig in Ordnung. Wenn ich damit ein Problem hätte, hätte ich nicht hierherziehen dürfen. Klar wär es schöner, wenn hier im angrenzenden Wohngebiet während Veranstaltungen das Parken nur für Anwohner gestattet wäre, wenn nicht ein jedes Mal stundenlanges An- und Abreisechaos wäre und auch die gröhlenden Fußballfans würde ich absolut nicht vermissen, aber mit alldem kommt man klar. Davon wusste ich als ich hier her gezogen bin. Nicht ok ist eine Veranstaltung wie das Lollapalooza ausserhalb der dafür vorgesehenen Und somit auch nicht schallgeschützten Flächen des Stadions und der Waldbühne.
    Wäre der Veranstalter wirklich an einem Dialog interessiert gewesen und hätte versucht den direkten Anwohnern ein akzeptables Angebot zu machen, hätte es bestimmt nicht so viele Proteste gegeben.

  9. 44.

    Nichts für ungut, aber so blöd ist sicherlich niemand. Das wäre ja ein (finanzielles) Desaster. Der Veranstalter muss jetzt halt in den für ihn sauren Apfel beissen und sich an die Auflagen halten. Sicherlich sollte er sich danach überlegen, ob für die nächsten Jahre ein innerstädtisches Wohngebiet der richtige Ort für ein mehrtägiges Festival ist.

  10. 43.

    Ja das Lollapalooza ist eine zwei tägige Veranstaltung. Aber die ist ja wohl nicht der Grund, sondern nur der berühmte Tropfen der das Fass zum überlaufen bringt. Sei mir nicht böse, aber wenn du dir der ganzen Veranstaltungen bewusst bist, dann stellt sich schon die Frage warum du dort ihn gezogen bist. Dieser Ort wurde nun mal für Sportveranstaltungen und Konzerte geschaffen.

  11. 42.

    Als Veranstalter würde ich es absagen und Berlin den Rücken kehren und fertig. In der Regel sind es ja die Zugezogenen die heulen, wie am Flughafen... nur was war eher da frage ich mich immer... Olympiastadion wurde ja sicher erst gebaut vor 2 Jahren...

  12. 41.

    warum sagt der Senat nicht gleich: "wir wollen euch hier nicht. sucht euch doch 'ne andere Stadt "

  13. 40.

    Ein Festival dieser Größe gehört nicht in ein Wohngebiet.

    Auch wenn Berlin viel zu oft eher Provinz als Weltstadt ist: Hier hat die Stadt einmal wirklich Recht. Die Veranstalter sollten sich glücklich schätzen, das Festival an Ort und Stelle überhaupt genehmigt bekommen zu haben. In anderen Städten wäre das so nicht möglich.

    20% Rabatt für Anwohner ist eine Frechheit. Eine versöhnliche Geste des Veranstalters wäre dagegen: Freikarten für Anwohner und Verzehrgutscheine. Wie bei einer zu lauten Privatparty lädt man diejenigen, die sich über den Lärm beschweren, ein. Zum Mitfeiern. Oder sorgt dafür, dass sie entsprechend entschädigt werden. Die andere Alternative ist: Man dreht die Musik etwas runter. Dann ist es leiser (und billiger). So einfach ist das.

  14. 39.

    Ich sag nur Biermeile , würde auch gerne für diese drei Tage umquartiert werden.

    Festivals gehören raus aufs Land, in Gegenden mit möglichst wenigen Anwohnern in der unmittelbaren Nähe.

    Das Lineup ist regelmäßig eher dürftig im Vergleich zu anderen großen Festivals. Ich kann keinen Grund finden, für einen Verbleib dieses Festivals in Berlin zu kämpfen.

  15. 38.

    Da stimme ich dir vollkommen zu, Hoppegarten ist schon seeehr lange nicht mehr das, was es mal war. ABER das ist nun mal so, da sehr viele zugezogen sind, gebaut haben und dachten es ist dann ruhe. Aber das stimmt nur bedingt. Ruhe hast du erst hinterm Berliner Ring - die Dorffeste einmal nicht beachtet. Und auch dort wird es in den nächten Jahren voller und voller. Sollte mich nicht wundern, wenn es irgendwann einen zweiten Außenring gibt, damit dann auch die dort wohnen besser angebunden sind. Planungen dafür gibt es ja bereits.

    Den letzten Teil deines Postes kann ich jedoch nicht verstehen! Wieso so abwertend? Jeder eben so, wie er/sie es gerne möchte. Und glaube mal, der Oderbruch ist echt schön, aber die Nähe zu Berlin mir lieber! Denn So muss ich nicht noch ne Stunde mit der Bahn fahren. Es hat eben alles seine Vor- und eben auch Nachteile

  16. 37.

    Klar ist der Vergleich sehr weit her geholt! ABER wie soll denn bitte eine solche Veranstaltung wachsen, lernen usw.? Jedes Jahr woanders, weil die Leute das nicht passt. Wacken hat es tatsächlich super gemacht und viele Anwohner freuen sich auf die Leute, das Ereignis. Am Ende wird es wieder so sein, dass eine Veranstaltung Berlin/Brandenburg verlässt und somit Geld verloren geht.

  17. 36.

    Man kann die Anwohner nur verstehen. Ich wohne nur 100 Meter von dem Freiland Gelände Potsdam entfernt. Die bekommen von uns ach so toleranten Stadt sämtliche Genehmigungen um mindestens 1 mal monatlich open air Konzerte zu machen. Sie haben auch noch eine lärm geschützte Halle bekommen um dann ab um 1 Uhr drinnen zu feiern aber da werden alle Türen offen gelassen schön. Deshalb die Konzerte machen nur dem Spaß der nach ein paar Stunden wieder in sein ruhiges Heim kann. Das können die Bewohner leider nicht.

  18. 35.

    Ich stimme Ihnen zu. Die 20 % sind ja wohl der Witz des Jahrhunderts. Da freuen sich die Neu-Westend-Senioren bestimmt. Die Befürworter dieser Krachveranstaltung sind sich wohl der Dimension nicht ganz bewusst warum viele Anwohner die Nase voll haben. Es handelt sich hier um 2 Tage Dauerbeschallung von einer unfassbaren Lautstärke. Hinzu kommen ja noch die Souncheckzeiten und der Lärm der Festivalbesucher bis tief in die Nächte. Wir hatten hier von Juni bis September 19 Konzerte in der Waldbühne und zu jedem Konzert im Schnitt 6 Stunden Souncheck! Im Olympiastadion gab es ca. 5 Konzerte inkl. langen Souncheckzeiten auch am Tag davor. Dazu kommen die Hertha-Spiele, Pokalfinale, 2 Tage Zeugen Jehovas, Leichtathletik Finals, Pyronale, ISTAF, Laufveranstaltungen (gerade gestern B2Run und Lärm bis in den späten Abend) und nun auch noch Lollapalooza. Bei jeder dieser Veranstaltungen Abfahrtslärm der Besucher und teilweise lautes gegröle. Außerdem Abbaulärm mit lauter Musik bis in die Nacht.

  19. 34.

    Also ihr da in Hoppegarten, das wundert mich schon, das ihr so großzügig mit solch einem Lärm umgeht! Ich nämlich kenne Hoppegarten noch von früher. Da war es noch lebenswert dort zu wohnen, solch eine Stille war dort. Heute, nein danke. Vom PKW Verkehr mal abgesehen, aber dieser ständige LKW Verkehr, es war nicht mehr auszuhalten. Tags wie auch Nachts. Heute im Oderbruch, es ist einfach nur schön. Ich höre wieder Vögel zwitschern, ich kann Auto fahren, ohne ständig im Stau zu stehen. Und im übrigen, hier ist in den Nachbardörfern immer was los, einfach nur schön. Genießt also weiterhin euer Kaff Berlin und Speckgürtel mit dem unerträglichen Lärm.

  20. 33.

    Sind nicht im Gegenteil Festivals etwas für die Provinz und die Dörfer? Melt! hat den gleichen kommerziellen Veranstalter, der hier in Berlin mit einem großen Namen Geld verdienen will.

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