Corinna Kirchhoff, Nico Holonics, Bettina Hoppe, Laura Balzer und Oliver Kraushaar bei der Probe einer Szene des Stücks "Mütter und Söhne" in der zweiten Spielstätte "Neues Haus" des Berliner Ensembles (Quelle: dpa/Gregor Fischer)
Bild: dpa/Gregor Fischer

Zweite Spielstätte am Berliner Ensemble - Besucher bestimmen Eintrittspreis zur Eröffnung selbst

Zur Eröffnung der zweiten Spielstätte lässt das Berliner Ensemble seine Besucher selbst entscheiden, was ihnen die Vorstellung wert ist. Bis Ende September gilt im sogenannten Neuen Haus das Prinzip "Pay what you want". Wer dort eine Aufführung besucht, zahlt erst am Ende einen selbst gewählten Betrag. Bereits im Mai hatte die Theaterleitung angekündigt, zur Eröffnung ein variables Bezahlmodell anzubieten.

"Es gibt noch wenige Karten und es lohnt sich, auch an die Abendkasse zu kommen", sagte ein Sprecher der Nachrichtenagentur DPA. Für Aufführungen auf der großen Bühne gelten die normalen Preis. Die neue Spielstätte sollte am Freitagabend mit der Uraufführung von "Mütter und Söhne" eröffnet werden.

Kein Theater im Schachclub mehr

Das Theater am Schiffbauerdamm bekommt nach über einem Jahrhundert erstmals eine zweite, ordentliche Spielstätte. Bisher gab es vorübergehende Lösungen. Nun wurde ein älteres Nebengebäude umgebaut. Ursprünglich waren in dem Gebäude mal Verwaltung, Probenräume, aber auch ein Schachclub untergebracht.

Mit dem Prinzip "Zahl-soviel-du-willst" sollen Menschen eingeladen werden, das Neue Haus kennenzulernen. Solche Ansätze gibt es beispielsweise auch in der Gastronomie - manche Bars lassen Besucher selbst entscheiden, wie viel sie für ein Glas Wein zahlen. Auch Museen haben damit schon experimentiert.

Sendung: Abendschau, 20.09.2019, 19.30 Uhr

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