"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo": Auf dem Foto zu sehen sind: v.l.n.r. Lena Urzendowsky (Stella), Jeremias Meyer (Axel), Jana McKinnon (Christiane), Michelangelo Fortuzzi (Benno), Lea Drinda (Babsi) und Bruno Alexander (Michi) (Quelle: Constantin Television/Amazon/ Mike Kraus)
Bild: Constantin Television/Amazon/ Mike Kraus

Berliner Drogen- und Clubszene als Set - Amazon Prime dreht "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo"-Serie

25 Millionen für acht Folgen: Mit diesem Budget verfilmt der Streaming-Dienst Amazon Prime das Buch "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo". Die 1978 veröffentlichten Memoiren von Christiane F. sollen dabei modern und zeitgenössisch interpretiert werden.

In Prag und Berlin laufen bis Februar 2020 die Dreharbeiten zur Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" nach dem autobiografischen Buch von Christiane F. Geplant sei eine moderne, zeitgenössische Interpretation der 1978 veröffentlichten Memoiren, teilten Constantin Television und Amazon Prime Video am Donnerstag in München mit.

Die Serie soll 2021 in Deutschland, Österreich und der Schweiz beim kostenpflichtigen Streaming-Dienst Amazon Prime zu sehen sein. Das Budget für die acht Folgen beträgt laut Produzent Oliver Berben mehr als 25 Millionen Euro. Regie führt Philipp Kadelbach, besetzt ist die Serien mit einer Reihe neuer deutscher Schauspieler, darunter Jana McKinnon als Christiane sowie Michelangelo Fortuzzi als Benno und Lena Urzendowsky als Stella.

Einer der bewegendsten Stoffe der deutschen Nachkriegszeit

Für Produzent Berben ist die Geschichte einer der bewegendsten Stoffe der deutschen Nachkriegszeit: "'Wir Kinder vom Bahnhof Zoo' erzählt eine wilde Fahrt durch das Leben, das Erwachsenwerden". Im Mittelpunkt der Serie stehen laut Constantin sechs Jugendliche, die in einem Umfeld von Drogen und Prostitution um ihren Traum vom Glück kämpfen. Die Folgen zeichneten ein ebenso provokatives, kontroverses wie eindrückliches Bild der Berliner Drogen- und Clubszene.

"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" sorgte bei seinem Erscheinen für Aufsehen und wurde auch viel in Schulen gelesen, um Jugendliche auf die dramatischen Folgen des Drogenkonsums aufmerksam zu machen. 1981 folgte ein Film von Regisseur Uli Edel mit Natja Brunckhorst in der Hauptrolle der drogenabhängigen Christiane.

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17 Kommentare

  1. 17.

    Was bitte ist an solch ein wichtiges Thema“sexy“? Ich befürchte aber, genau Ihre Zielgruppe soll mit dieser Serie erreicht werden. Thema verfehlt, sechs.

  2. 16.

    Wow - das sieht ja alles wirklich sehr sehr sexy aus ! Klasse Idee ...

  3. 15.

    Lieber Lothar,Ich selber bin auch eine Leseratte und Sie haben vollkommen recht, die Bücherauswahl ist überwältigend. Ich selber liebe Festeinbände, jedoch sind die mir für den langen Arbeitsweg,den ich meistens mit dem ÖPNV bestreite zu schwer. Dafür hab ich mir vor ein paar Jahren ein ganz einfaches Kindle Book gekauft. Für die Handtasche perfekt geeignet, aber nicht für zu Hause.
    Das Alexa haben wir für die Beleuchtung gekauft, um sie ein wenig zu steuern, da wir durch den Schichtdienst auch ganz früh und Nachts nicht im Hause sind. Mein Mann steuert das über das Handy. Somit ist immer irgendwo Licht an. Ansonsten lebe ich auch ich noch recht "Old School" und fühle mich dabei auch sehr wohl.
    Und zum Thema..ich glaube nicht das diese Serie groß etwas reißen wird, aber ich werde mir bestimmt die erste Folge anschauen um zu sehen was aus dem doch recht harten Stoff geworden ist und ich dann mein Urteil fällen kann.

  4. 14.

    Die Aussage von Douglas Adams bestätigt sich hier in den Kommentaren mal wieder bestens:
    "Alles, was vor unserer Geburt an Technik da ist, wird als gegeben hingenommen. Alles, was zwischen unserem 15. und 35. Lebensjahr auftaucht, ist ungemein spannend. Alles, was danach auftaucht, ist des Teufels."

    Hier offenbar nicht nur auf Technik, sondern auch auf Medien bezogen. Alles Neue wird kategorisch abgelehnt, selbst wenn außer einem Foto nicht viel mehr an Informationen da ist. Leute, lauft mal etwas offener und positiver durch die Gegend, und ein letzter Hinweis: Ihr müsst Euch die Serien nicht anschauen, wenn es Euch nicht gefällt.

  5. 13.

    Liebe Heike, seit Jahren schon stöbere ich bei Amazon nach sehr preiswerten „gebrauchten Büchern“ und bin zufrieden mit dieser Seite. Deren Angebote an Bücher ist überwältigend groß. Oft finde ich gebrauchte Kriminalromane ( bin ein großer Fan davon ) für nur 1 Cent, da sind dann die Versandkosten von 3 Euro mehr als der Wert des Buches. Aber es lohnt sich. Leider bekommt jedesmal wenn ich dann ein Buch bei den jeweiligen Händlern bestelle, Amazon ein kleinen Betrag vom der Geldsumme ab. Zu Alexa u.Co habe ich NULL Bezug und verstehe auch überhaupt nicht, wieso Leute sich sowas in die Wohnung stellen. Ist nicht meine Welt. Ich habe so schon ein sehr gemischtes Verhältnis zu meinem iPad. Eins habe ich schon mal vor lauter Wut gegen die Wand geschmissen und mein jetziges gibt so langsam den Geist auf. Ob ich mir je wieder ein neues besorge, steht noch in den Sternen.

  6. 12.

    Ich weiß, das auch Sie nicht wirklich ein Freund von Amazon sind, jedoch wäre es nicht ein wenig unfair, alles was Amazon anbietet zu verdammen ?z. B. bezogen auf Alexa?

  7. 11.

    Sehr gelungene Ansage. Verstehe Sie. Sie werden mir immer sympathischer. Trotz Kutte. Oder gerade deswegen.

  8. 9.

    Was bedeutet zeitgemäß? Jede Szene ausleuchten? Missbrauch umfänglich zeigen? Hippe Drogen?
    Das Buch und der Film lebten von der Realität, die sie verdeutlichten. Mich hat der Film damals bis ins Mark schockiert ......
    Brauchen wir wirklich noch " mehr" als die täglichen Nachrichten; sie sind doch schon an Grausamkeit kaum zu überbieten.
    Und wundern wir uns dann alle wieder weshalb die Hemmschwelle sinkt, Gewalt immer roher wird. Ich möchte kein " Mehr" mehr!

  9. 8.

    Wie so viele meiner Generation habe ich das Buch erstmals im Rahmen des Schulunterrichts gelesen und fand es so erschütternd, dass es mich später vor eigenem Abrutschen in einen unkontrollierten Drogenkonsum harter Drogen bewahrt hat. Den Uli Edel-Film fand ich sehr gut, auch heute noch halte ich ihn für gelungen. Aber ich würde hier eher deinem Urteil trauen, du bist besser informiert und hast offenbar alles aus nächster Nähe mitbekommen. Bowie ist nicht nur ein grandioser Künstler, sondern wirklich ein cooler Typ mit Bodenhaftung gewesen, er kannte ja das Elend aus eigener Erfahrung. Danke für deine Einblicke!

  10. 7.

    Wer sich diesen Bezos-Schund ansieht, der rennt auch "Alexa"-schreiend durch die Welt.

  11. 6.

    Als ehemaliger Darsteller des „Rolf“ im Film Christiane F. muß ich Ihnen hier absolut Zustimmen. Schon das Photo hier zum Artikel läßt Böses ahnen. Eine kleine Info für alle Interessierten hier: als der damalige Berliner Senat einen abschreckenden Film über Heroin und seine Folgen in Westberlin machen wollte, griff dieser sofort auf das aktuelle Buch von Christiane F. zu. Der Regisseur Roland Klick sollte zuerst den Film drehen. Der wollte „echte Fixer“ mit einbauen. Das war dem Senat dann doch zu drastisch. Man zerstritt sich und so bekam der Münchner Uli Edel den Auftrag. Ihm gelang ein Spagat zum Buch, war aber meines Erachtens nicht „hart“ genug. Denn wie sich anschließend leider herausstellte, änderte sich nichts an der damaligen Fixer Szene. Im übrigen sind alle Darsteller im Originalfilm“ Laiendarsteller“, außer David Bowie selbstverständlich. Dieser hat übrigens für die Szenen im Film keine Gage verlangt. Ich empfehle weiterhin unbedingt das Buch zu lesen. Immernoch hochaktuell

  12. 5.

    Was heißt "zeitgemäß und modern", dieser Stoff eignet sich nicht als soap. Einfach nicht zu fassen und dann noch für Geld.

  13. 4.

    Tja, was soll man dazu sagen...ich war bei der Premiere des Films von Uli Edel damals im Zoo-Palast. Das Buch, der Film hat eine ganze Generationen bewegt. Es jetzt negativ zu reden wäre ein zu schnelles Urteil. Aber man kann, wie soll ich es sagen, dieses Gefühl von damals bestimmt nicht noch einmal so herauf beschwören.

  14. 3.

    Wie war das mit de Ressourcen und Energie der Zukunft einsparen ?? Die könnten mit guten Beispiel voran gegen weil keiner diesen Hipster Schwachsinn braucht .... Ach nee dit is ja Amazon oder ?

  15. 2.

    Das ganze Elend der damaligen realen Protagonisten wird jetzt zeitgenössisch-komensurabel kommerziell gnadenlos ausgeschlachtet. Da kann einem nur schlecht werden. Die Leute auf dem Foto sehen aus wie Teenager-Modepuppen aus einer Benetton-Werbung. Das, diese verflacht-kultige Ästhetisierung, um den Rubel nochmal so richtig rollen zu lassen, haben vor allem die toten Kinder vom Bahnhof Zoo nicht verdient. Wer verteidigt deren Würde?

  16. 1.

    Würde schon verfilmt, reicht doch!!
    Berliner sagen dazu: "kenn ick, hab ick och, brauch ick nich.."

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