Thomas Meinecke © dpa/Erwin Elsner
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Mit 30.000 Euro dotierte Auszeichnung - Berliner Literaturpreis geht an Thomas Meinecke

Der Autor Thomas Meinecke bekommt den Berliner Literaturpreis. Die Auszeichnung ist mit 30.000 Euro dotiert. Zudem übernehme Meinecke damit zum Sommersemester 2020 eine Gastprofessur in deutschsprachiger Poetik an der Freien Universität Berlin, teilte die vergebende Stiftung Preußische Seehandlung am Freitag mit.

Der Literaturpreis soll am 24. Februar verliehen werden. Zu den bisherigen Preisträgern gehören Clemens J. Setz, Herta Müller, Sibylle Lewitscharoff und Marion Poschmann.

Breites Themenspektrum

Der 64-jährige Meinecke ("Tomboy", "Ich als Text", "Selbst") wurde in Hamburg geboren und lebt heute in Oberbayern. Er arbeitet nicht nur als Schriftsteller, sondern auch als Musiker und Radio-DJ. Im Berliner Theater Hebbel am Ufer (HAU) führt Meinecke seit mehr als zehn Jahren durch die lose Veranstaltungsreihe "Plattenspieler", bei der sich Meinecke mit einem Gast sich und dem Publikum gegenseitig im Wechsel Musik aus ihren privaten Sammlungen vorspielen.

Seine Romane und Erzählungen verhandelten ein breites Themenspektrum, schrieb die Jury in ihrer Begründung. "Es geht um Inter- und Transsexualität, um Queerness, um popkulturelle Selbstentwürfe und um Formen von Uneigentlichkeit, die in die "normale" Lebenswelt eindringen und sie erweitern."

Meineckes montierte und gesampelte Texte eröffneten auf "so kluge wie unterhaltsame Weise einen Zugang zu popkulturellen Theorien", hieß es in der Mitteilung.

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