Archivbild: Herbert Fritsch am 03.05.2016 in Berlin während einer Pressekonferenz. (Quelle: dpa/Soeren Stache)
Bild: dpa/Soeren Stache

"Amphitryon" letzte Arbeit - Regisseur Herbert Fritsch verlässt Berliner Schaubühne

Der Regisseur Herbert Fritsch verlässt die Berliner Schaubühne. Entsprechende Gerüchte bestätigte das Theater am Freitag auf Nachfrage von rbb|24. Fritschs Inszenierung von "Amphitryon", die am Sonntag Premiere gefeiert hatte, sei seine letzte Arbeit an der Schaubühne.

Zu den Gründen hieß es von der Schaubühne: "Wir kamen Herbert Fritschs Wunsch nach, die Zusammenarbeit zu beenden."

Fritsch hatte nach dem Ende der Intendanz von Frank Castorf an der Berliner Volksbühne im Sommer 2017 seine Zusammenarbeit mit der Schaubühne begonnen. Dort entstanden die Arbeiten "Zeppelin" (2017), "Null" (2018), "Champignon wider Willen" (2018) und zuletzt "Amphitryon". Seine Inszenierung "der die mann" übernahm die Schaubühne zudem aus dem Repertoire der Castorf-Volksbühne.

Fritsch war einer der prägenden Regisseure der letzten Jahre von Castorfs Intendanz. Dort entstanden mehrere Arbeiten, die auch zum Berliner Theatertreffen eingeladen wurden, darunter neben "der die mann" unter anderem "Murmel Murmel" und seine letzte Arbeit an der Volksbühne, "Pfusch".

Meyerhoff, Reiber und Wandtke bleiben

Mit Fritsch waren einige seiner Stamm-Schauspielerinnen und -Schauspieler an die Schaubühne gekommen. Florian Anderer, Werner Eng, Bastian Reiber, Ruth Rosenfeld, Carol Schuler und Axel Wandtke sind seit 2017 Ensemble-Mitglieder, Annika Meier seit 2019. Auch den vom Burgtheater an die Schaubühne gewechselten Theater-Star Joachim Meyerhoff verbindet eine längere Zusammenarbeit mit Fritsch. Er gab sein Schaubühnen-Debüt mit "Amphitryon".

Wie die Schaubühne auf Anfrage mitteilte, bleiben Meyerhoff, Reiber und Wandtke auch über diese Spielzeit hinaus im Ensemble, mit den anderen befinde sich das Haus gerade noch in Gesprächen.

Beitrag von Fabian Wallmeier

Sendung: Inforadio, 18.10.2019, 18 Uhr

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