Besucher stehen Schlange auf der Art-Messe art berlin im Rahmen der Berlin Art Week, die internationale Messe fuer Gegenwartskunst in den Hangars des ehemaligen Flughafens Tempelhof in Berlin. Vom 26.-30. September 2018 laedt die Berliner Kunstszene bereits zum siebten Mal zu Ausstellungseroeffnungen, Kunstmessen, Preisverleihungen, Kuenstlerfilmen und zahlreichen Sonderveranstaltungen ein. Die 2017 gegruendete art berlin ist eine Kooperation der abc art berlin contemporary und der Art Cologne. (Quelle: imago-images)
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Veranstalter beklagt mangelnde Profitabilität - Kunstmesse Art Berlin wird eingestellt

Die Kunstmesse Art Berlin soll vorerst nicht mehr stattfinden. Das teilte der Veranstalter mit und verwies auf schlechte Planungsbedingungen. So sei nicht gesichert, dass der Standort Tempelhofer Flughafen genutzt werden könnte, hieß es.

Der Veranstalter Koelnmesse lässt die Kunstmesse Art Berlin fallen. "Bis auf Weiteres" werde die Messe eingestellt, heißt es in einer am Mittwoch in Köln veröffentlichten Mitteilung. Die Kunstmesse hatte im September 2019 zum dritten Mal als Fair for Modern and Contemporary Art - also Messe für moderne und zeitgenössische Kunst - im früheren Flughafen Tempelhof stattgefunden.

Veranstalter vermissen "Planungssicherheit"

Für die Entscheidung wurde angegeben, "die aktuellen Rahmenbedingungen in Berlin" ließen "insbesondere Planungssicherheit vermissen lassen". So sei die weitere Nutzung des Standorts Tempelhof ab 2020 nicht gesichert und das finanzielle Ergebnis nicht befriedigend gewesen.

Die Art Berlin ist zusammen mit der parallelen Kunstmesse Positions Teil der Berlin Art Week. Die Berlin Art Week existiert seit 2012 und gilt als Schaufenster der Kunststadt Berlin. In diesem Jahr waren mehr als 120.000 Kunstinteressierte zu der fünftägigen Kunstwoche gekommen. Dabei gaben beteiligte Museen, Privatsammlungen und Galerien Fachbesuchern wie breitem Publikum einen Überblick aktueller Trends in der zeitgenössischen Kunst.

Positions fordert Unterstützung durch den Senat

Bei der Positions wurde die Entscheidung mit Bedauern aufgenommen. "Mit jedem Jahr wuchs das Vertrauen in den Berliner Kunstmarkt, den es in dieser Form erst seit Mitte der 90er Jahre gibt", hieß es in einer Stellungnahme. Jetzt sei der Zeitpunkt, "an dem Berlin die Zügel wieder in die Hand nehmen muss und sich zu seinem noch jungen, doch auch vielversprechenden und wachsenden Kunstmarktplatz bekennen sollte". Unverzichtbare Formate wie die Berlin Art Week müssten bestehen bleiben und gestärkt werden.

Sendung: Abendschau, 11.12.2019, 19.30 Uhr

Kommentar

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8 Kommentare

  1. 7.

    Generell stellt sich die Frage, weshalb Berlin ein Gelände auf Krampf zu einer Messe umfunktionieren muss, das dafür nie errichtet wurde. Wir haben ein funktionierendes Messegelände, besser sollten wir dieses stärken, bevor wir viel Geld in ein Objekt stecken, das dafür einfach nicht taugt.

  2. 3.

    Ein Veranstalter und Investor nach dem anderen packt ein bei dem Senat ;-) Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man sich auf die Schenkel klopfen.
    Und wenn man sowas wie im Kommentar 1 liest, kann man sich nur wundern, wie Deutschland mit solchen Typen wirtschaftlich überhaupt so weit gekommen und vor Rumänien gelandet ist.

  3. 2.

    "...das finanzielle Ergebnis ist nicht profitabel..."
    120000 Besucher - eine tolle Frequenz!
    Tja, was soll man dazu noch sagen...

  4. 1.

    Mal ne gute Nachricht....braucht kein Mensch.....weg damit.. .

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