Klaus Lederer (Bild: imago/M. Popow)
Bild: imago/M. Popow

Kulturstätten statt Vergnügungsstätten - Kultursenator Lederer will Berliner Clubszene helfen

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) will die Club-Szene der Stadt vor einschneidenden Veränderungen schützen.

Die Stadt werde dichter, die Nutzungskonflikte nehmen zu, hieß es von dem Senator am Samstag. Diese Entwicklung gefalle ihm nicht, man müsse sie aber zur Kentniss nehmen. Daher bemüht sich der Linken-Politiker darum, Clubs baurechtlich als Kulturstätten einzuordenen, statt wie bisher als Vergnügungsstätten.

Berlin habe zudem einen Lärmschutzfonds aufgesetzt, um Clubs bei entsprechenden Ausstattungen zu unterstützen. Lederer wünscht sich auch neue Standorte, etwa auf dem Gelände des Flughafens Tegel nach der geplanten Schließung.

Schließlich lockt die Berliner Clubszene laut einer Studie rund drei Millionen Touristen pro Jahr in die Stadt. Die feiernden Gäste sorgen für rund 1,48 Milliarden Euro Umsatz im Transport-, Gastronomie- und Gastgewerbe.

Sendung: Inforadio, 21.12.2019, 12 Uhr

7 Kommentare

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  1. 5.

    Da kann ich nur zustimmen! Ohne die Clubs verliert Berlin einen wichtigen Teil dessen, was Berlin eben ausmacht.

  2. 4.

    Schupps, kaum ist die Meldung im Netz, sind die üblichen Spaßbremsen schon wieder da. Club-Kultur.. pfui Teufel... Und natürlich nur Touri-Scheiße.
    Lasst doch mal Eure immer gleichen Reflexe stecken. Lederers Ansatz ist völlig richtig und wichtig! Die Berliner Club-Landschaft ist insgesamt extrem schützenwert, weil auch permanent bedroht. Natürlich gilt das nicht für jeden Schuppen und jeden Club gleichermaßen. Aber sind alle Konzerthallen, Theater und Opernhäuser gleichermaßen Hochkultur? Nein, natürlich nicht.
    Außerdem: Natürlich ist die einzigartige Szene in Berlin ein Tourismusmagnet. Ist das Brandenburger Tor auch. Reißt man deswegen auch nicht ab, oder? Obwohl da weniger als 50 % Berliner hingehen. In den Clubs sind dagegen überwiegend Berliner/innen unterwegs. Mehr als 50 %. Wurde erst kürzlich in einer Studie festgestellt.
    Respekt Herr Lederer. Dranbleiben. Wird schwierig genug. Und weiterfeiern. Dafür ist das Leben nämlich da!

  3. 3.

    Solche Kulturstätten müssen aber drogenfrei sein.

  4. 2.

    Herr Lederer will tatsächlich die kapitalistische Profitmaximierung in der Touristenbranche unterstützen? Ich glaub´s ja nicht! : )

  5. 1.

    Die Bezahlung im Gastronomie und Gastgewerbe ist gering. Lederer möchte neue Protestwähler gewinnen. Es gibt genügend Partytouristen in der Stadt. Der Widerstand gegen die wird in den Szenebezirken größer. Daran wird der Etikettenschwindel nichts ändern.

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