Menschen tanzen in einem Berliner Club. (Quelle: dpa/Sophia Kembowski)
Bild: dpa/Sophia Kembowski

Jedes Jahr eine Million Euro - Lärmschutzfonds für Berliner Clubs verstetigt

Um das Streitpotential zwischen Clubs und Anwohnern zu verringern, hat der Berliner Senat einen Lärmschutzfonds eingerichtet. Dieser sei nun verstetigt worden, sagte Kultursenator Klaus Lederer (Linke) am Sonntagabend im rbb. Jedes Jahr sollen demnach den Clubs eine Million Euro für entsprechende Ausstattungen zur Verfügung stehen.

Zudem gebe es weitere Ansätze, um mögliche Konflikte zwischen Clubs und Anwohnern zu lösen. So gebe es ein Club-Kataster für die Bauämter, um bereits bei der Bauplanung die Belange der Clubs zu berücksichtigen, erklärte Lederer. Auch unterstütze der Senat die Clubs bei Gesprächen im Kiez.

Der Kultursenator verteidigte die finanziellen Aufwendungen zur Unterstützung der Club-Szene: "Uns würde, wenn es das nicht gebe, sowas von Vielfalt im Musikbereich verloren gehen." Er wolle die Kultur generell unter Schutz stellen, weil er sich "eine langweilige Stadt, die nur aus Glasbeton-Palästen und Shopping-Malls besteht", nicht vorstellen könne. Viele Menschen würden gerne in Berlin leben, weil es in der Stadt ein sehr breites Kulturangebot gebe.

Sendung: Abendschau, 12.01.2020, 19:30 Uhr

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