Dr. Motte stellt sein neues Loveparade-Projekt in Berlin vor (Quelle: dpa/Annette Riedl)
Video: rbb|24 | 13.01.2020 | Material: Abendschau | Bild: dpa/Annette Riedl

Zeichen gegen das Clubsterben - Dr. Motte sammelt Spenden für neue Loveparade in Berlin

Back to the 90s: DJ Motte will es nochmal wissen und in Berlin wieder eine Loveparade starten. Damit will er auch ein Zeichen gegen das Clubsterben setzen, das auch und ganz besonders in Berlin um sich greift.

Der Berliner DJ Dr. Motte will die Loveparade in Berlin wiederauferstehen lassen. Dazu wollen er und sein Team der gemeinnützigen GmbH "Rave the Planet" Spenden sammeln, wie der 59-Jährige am Montag in Berlin ankündigte. "Wir stellen die Frage: 'Wollt ihr eine neue Loveparade?' Über das Spendensammeln können wir herausfinden, ob das überhaupt gewollt wird von der Welt", so Dr. Motte.

Griessmühle vor dem Aus

Der DJ und seine Mistreiter wollen sich damit nach eigenen Angaben auch für den Erhalt der Technokultur stark machen - angesichts der zunehmenden Schwierigkeiten von Clubs, die um ihre Existenz kämpfen. Probleme haben derzeit die Griessmühle, Sage und KitKat-Club. Ihnen wurden die Mietverträge nicht verlängert.

DJ Motte plant in diesem Rahmen auch, die elektronische Tanzmusik bei der Unesco als immaterielles Weltkulturerbe schützen lassen. In diesem Jahr solle der Antrag gestellt werden, hieß es. Außerdem wollen sie einen offiziell anerkannten Feiertag der elektronischen Tanzmusikkultur initiieren.

Auf Dr. Motte kommt jede Menge Arbeit zu

Im vergangenen Jahr hatte sich Dr. Motte noch skeptisch zu einer Wiederaufnahme der Loveparade in Berlin geäußert. Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der ersten Loveparade im Sommer 2019 hatte er im Gespräch mit rbb|24 auf den enormen Aufwand verwiesen, den so ein Schritt mit sich bringen würde. "Eine neue Loveparade zu organisieren, bedeutet zwei Jahre Vorarbeit. Wenn ich das wieder tun würde, dann - das wissen wir jetzt schon - kommen mindestens eine Million Menschen nach Berlin. Das braucht viel Vorbereitung und würde locker vier bis fünf Millionen Euro kosten. Eine neue Loveparade in Berlin ist durch den Riesenaufwand fast nicht zu stemmen.“

Dr. Motte (bürgerlich: Matthias Roeingh) hatte vor gut 30 Jahren die Loveparade in Berlin gegründet. 150 Technofans tanzten damals 1989 unter dem Motto "Friede, Freude, Eierkuchen" auf dem Kurfürstendamm. Später wurde daraus ein Millionenspektakel, der Rave wurde von einem anderen Veranstalter übernommen. Seit dem verheerenden Unglück mit Toten und Verletzten in Duisburg 2010 gibt es die Loveparade nicht mehr.

Sendung: Abendschau, 13.01.2020, 19:30 Uhr

37 Kommentare

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  1. 37.

    One world one Future...

    Danke fuer die tolle Zeit und die tollen Momente und die Arbeit
    Motte, Westbam, Maruscha, u. A.
    und gruesse alle die die vielen Stunden durchgehalten und gearbeitet haben.
    Die Parade muss wieder nach Berlin....
    Keine Weltstadt Berlin ohne Love Parade...

  2. 36.

    Ich gehörte damals zum Team der Parade. Bevor das schlimme Unglück passierte gab es eine rapide Veränderung. MC Fit kaufte die Rechte der Parade. Wir waren Gott sei Dank nicht mehr dabei. Der Berliner Senat wollte das Treiben als reinen Kommerz einstufen. Es wurden immer mehr Forderungen gestellt deswegen hat Motte und Westbam ect. Sich zurückgezogen und die Rechte wurden verkauft. Ich wuerde es sehr begrüßen wieder aber nur im Tiergarten mit Ausweichmöglichkeiten, Flucht Punkten ohne Zäune, love Parade 2021 welcome es liegt an Euch und an der Berliner Politik aber da wird es gerade wieder viele Beton und Holz Köpfe geben die nur den Dreck sehen und nicht das was die Menschen vereint und den Nutzen fuer Berlin. Die Veranstaltung Branche ist immer noch im Lockdown.. Viele Jobs sind gefährdet viel Wurde abgesagt das waere ein grossartiges Zeichen und sollte auch endlich als das erkannt werden was es ist Voelkerverständigung und ein unendlich grosser Nutzen fuer Berlin. Danke an's Team.

  3. 34.

    Die Loveparade ging zu Ende wo es in Duisburg zu Katastrophe kam.

  4. 33.

    Dr. MOTTE hat sie ins Leben gebracht und war auch Veranstalter... Ihr habt doch alle keine Ahnung.

  5. 32.

    Es wäre super und ich hatte seit langem darauf gehofft und auch spekuliert. Wenn ich jetzt noch heraus finden kann, dass die ''Demo'' am alten Platz zwischen der Siegessäule und dem Brandenburger satt finden soll, wird auch gespendet. Geil

  6. 31.

    Einfach nur "GEIL"!
    Ich würde meine Frau und meine Tochter mit nehmen.Meine Frau hat die Loveparade leider nicht mehr kennen gelenrt.Und meine Tochter soll später auch mal sagen können."Man , war das Mega".

  7. 30.

    Ich warte schon seit Ewigkeit darauf. Loveparade im Berlin war und bleibt einzigartig auf der Welt. Dort ist die Bezeichnung "Raver" entstanden. Loveparade ist Vater und Mutter aller "Elektronische Musik" Events. Ich war ab Jahr 1995 bis zu letzt dabeib. Und würde auch sehr gerne nächste 30 jahre mit abrocken.
    Dr.Motte danke, danke das ich noch Wiedergeburt des Loveparades erleben darf.

  8. 29.

    Schauen Sie mal in diesem Artikel von heute. Da ist ein Link eingebaut. https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2020/03/love-parade-techno-berlin-rave.html

  9. 28.

    Ich bin auf jeden fall für eine Neu Auflage der Loveparade und würde es total begrüßen wenn Sie im nächsten Jahr 2021 wieder in Berlin statt finden tut. Denn ich war ab Parade 96 bis zum ende in Berlin dabei und es war Richtig toll.
    Also wo kann man den Spenden dafür?

  10. 27.

    Spenden? Bin sofort dabei! Unbedingt neuen Versuch starten!

  11. 25.

    Also auch ich bin sicherlich aus dem Alter raus, um auf den Straßen mit zu Tanzen. Würde aber auf alle Fälle dort hin fahren um mal wieder etwas zu Raven, ich hoffe, dass Dr. Motte das wirklich hinbekommt mit einen neuen Loveparade. :-))
    Ich fände es genial.

  12. 24.

    Dr. Motte war aber zu dem Zeitpunkt nicht mehr Veranstalter der Love Parade. Das waren die Typen von McFit.
    Ich würde die Parade vllt auch anders nennen. Move Parade z.B. :D

  13. 23.

    Auch wenn ich aus dem Alter raus bin, auf den Straßen zu tanzen: Wer es tun will, soll es tun und da kann ich nur die Daumen drücken.

    Ein Be-Denken hätte ich jedenfalls doch: Kein Anfang kann sein, ohne dass das Ende in Duisburg aufgearbeitet worden wäre. Bislang ist das nur rein juristisch angegangen worden und wer denn bitte schön dafür haftbar zu machen sei.

    Es saßen m. E. Viele im Boot:
    1. Ein von Ehrgeiz getriebener Duisburger OB, dem SÄMTLICHE Ratsfraktionen letztlich ihre Zustimmung gaben,
    2. ein Vorsitzender der Kulturhauptstadt 2010 im benachbarten Essen, der einschlägig Druck ausübte, das Ding auf keinen Fall abzusagen,
    3. ein GF des Veranstalters, der entgegen der Offenheit in Berlin die räuml. Geschlossenheit in Duisburg billigend in Kauf nahm,
    4. das Fehlverhalten der Polizei bei einer Nichtschließung eines Zauns,
    5. schließlich die Verantwortung der aufgeputschten Besuchenden selbst.

    Im "Verein" aller ist die Katastrophe geschehen.


  14. 22.

    Ich war früher dabei vom Anfang an aber nicht bis zum Ende (nicht besoffen und nicht mit BSR Weste) Sowas wie damals bekommt man heute nicht mehr hin. Die Menschen sind einfach zu abgefu***
    Am Ende war ja nur noch Kommerz und Agression… kaum Raver. Dafür langweilige Dörfler die Teil haben und bespaßt werden wollen ohne selbst etwas zu bieten. Im Grunde fast wie der CSD.
    Den Tiergarten konnte man wochenlang nicht nutzen weil er flächendeckend nach Urin stank.
    Wenn, dann solln se doch aufm Tempelhofer Feld im Kreis laufen.

  15. 21.

    Ja, ja und ein Zitronenfalter faltet Zitronen. Glauben Sie wirklich dass Dr. Motte sich um den Müll kümmert. Hat er früher auch nicht getan.

  16. 20.

    Gemäß Aussagen gegenüber Printmedien hat sein Team bereits für den 1.8. eine Demo auf die Straße des 17. Juni angemeldet. Damit ist klar, wer nicht für das anschließende Aufräumen bezahlen möchte: Dr. Motte!

  17. 19.

    Dr. Motte hat NICHT allein die Parade organisiert. Dahinter stand ein Team, was zum Ende leider zerstritten war, sicher auch wegen der Müllfrage, aber auch wg der Kommerzialisierung der Parade und der zunehmenden Entfernung zur Technoszene.

  18. 18.

    Dr. Motte sollte sich am Konzept der Street Parade orientieren. In Zürich funktioniert das schon seit 1992. :)

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