Sandskulptur: Neo aus "Matrix" hält Projektile auf (Archiv)
Bild: imago/Norbert Fellechner

Studio Babelsberg - "Matrix 4" soll erstes Highlight für regionale Filmbranche werden

Im Schnitt 15 Mal am Tag fiel 2019 in Berlin und Brandenburg irgendwo die Filmklappe. Von Hollywood bis Independent-Kino und Streamingdiensten wie Netflix war alles dabei. 2020 geht es nahtlos weiter - und zwar gleich im Frühjahr mit einer Hollywood-Produktion.

Großes Kino und Serien für Streamingdienste: Zum Jahresanfang stehen gleich mehrere große Filmprojekte in Berlin und Brandenburg an.

Dabei gibt es den größten Rummel um eine Produktion, die bislang noch nicht offiziell bestätigt ist: "Matrix 4" von Regisseurin Lana Wachowski ("Cloud Atlas") soll laut Branchenkennern im Studio Babelsberg gedreht werden. Das Studio selbst will sich zu den Gerüchten zwar nicht äußern. Nach Informationen von rbb|24 geht die gesamte Branche in der Region jedoch fest vom "Matrix"-Dreh in Potsdam aus.

Wirklich überraschend wäre es auch nicht: Wachowski und ihre Schwester haben in Babelsberg neben "Cloud Atlas" auch "Speed Racer" und die Netflix-Serie "Sense8" gedreht. Der Berliner Schauspieler Max Riemelt, der bei "Sense8" die Hauptrolle spielte, wird nun auch in "Matrix 4" zu sehen sein.

Regisseurin Lana Wachowski
Lana Wachowski | Bild: imago/Salvatore Esposito

"Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" und DDR-Mode

Noch bis Mitte Februar werde zudem die Amazon-Serie "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo" in der Hauptstadt Brandenburgs gedreht, teilte das für Filmförderung zuständige Medienboard am Freitag mit. Gedreht worden sei auch bereits für die Sky-Serie "Hausen" und den Tanzfilm "Fly".

Geschätzt rund 5.700 Drehtage habe es im vergangenen Jahr in der Region gegeben, teilte die Einrichtung mit. Das Medienboard schätzt dafür die Drehtage von Film- und Serienprojekten, die es selbst finanziell fördert oder die ihm bekannt sind.

Im Februar soll in Berlin für die Literaturverfilmung "Die Schachnovelle" gedreht werden, geplant seien außerdem Filmdrehs von Daniel Brühls Projekt "Nebenan" und das Projekt "In einem Land, das es nicht mehr gibt" von Aelrun Goette über die Modeszene der DDR.

27 Millionen Euro Filmförderung

Das Medienboard vergab im vergangenen Jahr knapp 35 Millionen Euro Fördermittel. Davon gingen rund 27 Millionen Euro in die Filmförderung, heißt es in der Jahresbilanz. Der allergrößte Teil davon sind Darlehen, die zurückgezahlt werden müssen, wenn ein Film oder eine Serie gewisse Erfolgskriterien schafft.

Gefördert werden soll in diesem Jahr zum Beispiel das neue Projekt "Last Song for Stella" von Kilian Riedhof mit Paula Beer in der Hauptrolle, "Kurt" von Til Schweiger nach dem Roman von Sarah Kuttner und die Entwicklung einer neuen Serie namens "Fck My Heritage" von Christian Schwochow, wie das Medienboard bekanntgab.

Sendung: Inforadio, 31.01.2020, 10:00 Uhr

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21 Kommentare

  1. 20.

    Die genannten Filme mit Richard Gere habe ich alle gesehen und sie sind klasse. Olaf Ittenbach seine Filme sind in meinen Augen schon recht grenzwertig....wenn Sie die Gelegenheit haben stöbern Sie mal ein wenig bei Google.
    Die Berlinale finde ich langweilig, jedoch wäre es eine Plattform um sich über Kino mal wieder auszutauschen:-)
    Bis dahin wünsche ich Ihnen erst einmal eine schöne Zeit. Vielleicht auch im Kino.

  2. 19.

    Ja, dieser Name ist mir bekannt. Gesehen hab ich aber noch nichts von ihm.
    Wenn's deftiger sein soll, schiele ich eher nach Amerika und Südeuropa.
    Auch wenn ich mitunter bemerke, wie schlecht Schlichtheit doch mitunter altert:
    Habe ich mir früher bei "Nonstop Nonsens" den Bauch gehalten, ist heute ein freundliches Lächeln (selbst bei zuvor noch nicht gesehenen Sketchen) das Maximum. Und bei blutigen Horrorfilmen fallen mir heute als Erstes die Mängel auf.
    Richard Gere ist zweifellos gutaussehend. Ich mag besonders seine Filme "Ein Offizier und Gentleman", "Eiskalte Leidenschaft" und "Zwielicht". Kennen Sie die auch?
    Stimmt, die Ermahnungsgefahr ist leider vorhanden.
    Der Berlinale stehe ich aber als bekennender Entertainmentsüchtiger eher skeptisch gegenüber. Die dort gezeigten Filme sind mir zumeist zu künstlerisch, zu anspruchsvoll, nicht unterhaltsam genug.
    Mich würde eine Fortsetzung/Wiederaufnahme unseres Austausches auch freuen.

  3. 18.

    Die Omen Triologie kann man sehr schön mit Final Destination vergleichen. Ich mag auch Filme die noch ein wenig deftiger sind. Sagt Ihnen Olaf Ittenbach etwas? Diese Filme sind bestimmt nicht mehr Jugendfrei, aber mir gefällts. Animationsfilme sind nicht ganz so mein Ding wobei Beowulf und Resident Evil Degeneration genial sind.
    Pretty Women lieben wir Frauen nicht wegen dem Inhalt sondern wegen dem überaus attraktiven Richard Gere. Die Handlung ist nett aber zweitrangig:-)
    Ich glaube wir könnten uns hier wirklich noch ewig weiter austauschen, aber ich glaube dann werden wir ermahnt.
    Vielen Dank für Ihre tollen Tipps und ich würde mich freuen, wenn uns hier mal wieder austauschen können. Vielleicht zur Berlinale.

  4. 17.

    Äh... es sollte natürlich "wenn nein" heißen.
    Da hab ich wohl das Drehbuch nicht richtig gelesen und meinen Text vermasselt. ;-)

  5. 16.

    Also beispielsweise "Gottes vergessene Kinder" und den von mir sehr geschätzten "Licht im Dunkel" (gemeint ist die Erstverfilmung).
    Haben Sie schon "Verstehen Sie die Beliers?" gesehen?
    Wenn ja, sei Ihnen diese freundliche Komödie besonders für den Frühling empfohlen.
    Auch Dramen wie "Infam" (mit Audrey Hepburn) locken mich an den Bildschirm.
    Und wie ist Ihr Geschmack so gefächert?
    Freuen Sie Sich als Horrorfan auch schon auf Filme wie die kommenden beiden "Halloween"-Teile oder "Underwater"?
    Diesbezüglich noch zwei Filmtipps: "The Shallows" und "47 Meters Down" finde ich beide sehr packend
    Ach und falls Sie ihn noch nicht gesehen haben, wäre auch "Life" zu empfehlen.

  6. 15.

    Da haben wir manches gemeinsam:
    Auch ich liebe Horrorfilme (und zwar JEDER Art - die Schwarzweißklassiker wie auch die eher blutigen Filme), Thriller, Action- und SF-Filme (vor der Daniel-Craig-Ära war ich glühender James-Bond-Fan), mag sogar "Frauenfilme" (nur "Pretty Woman" hat mir inhaltlich etwas zuviel Leerlauf und erzählt im Grunde dieselbe Geschichte wie "My Fair Lady"), hab auch eine ganz ordentliche Sammlung an Musicals und Tanzfilmen.
    Was die "Final Destination"-Reihe betrifft, hat die für mich mit den vermeintlichen Unfällen etwas zu große Ähnlichkeit mit der von mir vergötterten "Omen"-Trilogie (obwohl "verteufelt" wohl in diesem Fall besser passt), doch auch diese Filme mag ich und habe alle.
    Ansonsten mag ich auch noch Filme, die hier aus Jugendschutzgründen besser nicht genannt werden sollten und liebe (Also DAS ist mal ein Kontrast, hm?) Animationsfilme aller Art und alles, in dem es um das Thema Behinderung geht.
    F. F.

  7. 14.

    Auch mit dem Thema zum dritten Reich im Kino gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Irgendwann hat man es über.
    Ich selber sehe ab und zu auch sehr gerne Horrorfilme. Die Saw Reihe oder Final Destination sind zwar künstlerisch keine Meisterwerke aber sind in meinen Augen absolut spannend.
    Wenn Frauenabend ist, dann fängt es bei Grease und Saturday Night Fever an, geht über Pretty Women weiter bis Mama Mia erster Teil.:-)
    Welche Richtung mögen Sie?

  8. 13.

    Das stimmt, Filme sind ein wunderbares Thema, über das man sich schier endlos unterhalten kann.
    Was Schauspieler betrifft, haben Sie mir etwas voraus: Mir ist im Grunde noch keiner über den Weg gelaufen.
    Nur meine Mutter hatte mal eine kurze Begegnung mit Hein Rühmann (auf der Rennbahn, wenn ich mich richtig erinnere) und beschrieb ihn als arrogant.
    Was "Inglorious Basterds" betrifft:
    Zwar gibt es sicher Filme über das Dritte Reich, die ein Cineast einfach gesehen haben muss (wie "Der große Diktator", "Das Urteil von Nürnberg", "Das Tagebuch der Anne Frank" und "Schindlers Liste"), doch insgesamt habe ich dieses Thema doch ziemlich über.
    Und da ich mir auch nicht viel aus Beziehungsklamotten mache, meide ich so manchen Film (besonders deutsche Produktionen).
    Wer mal bei YouTube "Beautiful Germany" eingibt, findet zumindest eine Hand voll Beispiele dafür, wie ich Deutschland gerne sehe und in Spielfilmen mal sehen möchte.

  9. 12.

    Auch in diesem Punkt wie mit dem Wort Nationalstolz umgegangen wird, gebe ich Ihnen Recht.
    Vielen Dank für den Tipp mit Wikipedia.
    Ich habe Gene Hackman bei Dreharbeiten auf dem U-Bahnhof Deutsche Oper kennenlernen dürfen. Es war zu der Zeit als der Film Mississippi Burning mit Ihm in die Kinos gekommen ist. Ein ganz nettes Kerlchen ohne Allüren.
    Tarantino und Steven Spielberg drehen viel in Deutschland. Aber wie Sie schon richtig erkannt haben,leider sieht man von Deutschland nicht viel.
    Bei dem Film Inglourious Basterds kann man es ein wenig erahnen. Bei Bourne wurden alle Teile hier in Berlin zum Teil gedreht.
    Man könnte sich stundenlang hier weiter austauschen.:-)

  10. 11.

    Upsa, ich muss zurückrudern!
    In der langweiligen SF-Gurke "Aeon Flux" mit der geradezu übermenschlich attraktiven Charlize Theron (deren Nachname übrigens eigentlich so ausgesprochen wird als enthielte er kein E) sieht man ausnahmsweise mal ein schönes Deutschland. Auch wenn es innerhalb der Filmhandlung nicht es selbst sein darf.

  11. 10.

    Wer auch mal ein SCHÖNES Deutschland sehen will, muss sich das gezeichnete Schloss Neuschwanstein in Disneys "Cinderella" anschauen.
    Da sind die Inder weiter:
    Wenn deren Land in einem Drehbuch zu schlecht wegkommt, verweigern sie die Drehgenehmigung.
    Das ist übrigens der Grund dafür, dass "Indiana Jones und der Tempel des Todes" auf Sri Lanka gedreht werden musste.
    Ohne politisch werden zu wollen:
    Auch daran merkt man meiner Meinung nach, dass die hiesigen Politiker mit dem Wort Nationalstolz nichts anfangen können.
    Hauptsache, hier wird gedreht.
    Vermutlich auch, wenn es "Die kannibalistischen Nymphomaninnen im Folterkeller der Kettensägenzombies" wäre.

  12. 9.

    Wahre Worte. Und wo wären wir ohne Meinungsvielfalt? :-)
    Noch nicht. Den bislang letzten Teil hebe ich mir für irgendeine besondere Gelegenheit auf.
    Die Entstehungsgeschichte des ersten Films ist übrigens für Berliner und Berlinfreunde recht interessant (schauen Sie wenn Sie mögen mal in der Wikipedia nach: Der zweite Absatz des Abschnitts "Entstehung" verdient Aufmerksamkeit).
    Auch die animierten Filme dieses Franchises sind vermutlich nicht übel (ich habe bislang nur "Degeneration" gesehen und finde ihn gut).
    Was übrigens meinen ursprünglichen Post betrifft:
    Es ist schade. Jodie Foster und Liam Neeson haben schon in Berlin gedreht, die Herren Bond und Bourne haben uns auch schon ihre Aufwartung gemacht und der nach "Das Cabinet des Dr. Caligari", "Nosferatu" und "Das Boot" wohl bekannteste deutsche Film ist wohl "Christiane F.".
    Und in keinem dieser Streifen Berlin etwas anderes als schmuddelig, rau & grau.
    F. f.

  13. 8.

    :-) auch wir sind ja des öfteren der unterschiedlichsten Meinung, aber wenn man sich versteht ist das auch vollkommen okay. Sie haben Resident Evil erwähnt, haben Sie alle Teile gesehen? Im ersten Teil hatte ja auch Heike Makatsch eine kleine Nebenrolle. Ich fand die Filme klasse....
    Ihre Meinung zur Fortsetzung von Matrix stehe ich etwas kritischer gegenüber.
    Ich könnte mir eher vorstellen das die Filmemacher sich noch mal richtig was einfallen lassen. Aber warten wir es ab.
    Den ersten Teil habe ich übrigens damals in der Waldbühne gesehen, wo es noch diese tollen Kino Events gab.

  14. 6.

    Das mit Laurence Fishbourne hatte mein Mann auf einer amerikanischen Filmseite gelesen. Keanu Reeves und Mr. Fishbourne waren auch in John Wick genial...diese Filme finde ich verdammt klasse. Das mit den Statisten im Matrix Film wird wohl leider so sein.:-(
    an Tremor: auch ich kann Ihren beiden letzten Sätzen aus Kommentar Nr.2 nur vollstens zustimmen.

  15. 5.

    Nicht nur (moderne) Blockbuster:
    Auch diverse Edgar-Wallace-Filme wurden in Berlin gedreht, ebenso wie diverse Szenen zum ersten Resident-Evil-Film.
    Danke für die Zustimmung.

  16. 4.

    Ja, als totaler Filmfreak weiß ich, dass dort viele Blockbuster gedreht wurden.Ich finde toll, dass das in unserer Nähe passiert. Also mir haben alle Matrix-Filme und die Animatrix-Kurzfilme sehr gefallen. Ihren letzten beiden Sätzen kann ich voll zustimmen.
    an Heike: Ich habe noch nirgendwo lesen können, dass Laurence Fishburne wieder mitspielt; er würde auf jeden Fall sehr fehlen. Was die Statistenrolle betrifft: Ich denke mal, gerade in diesem Film werden die wohl alle aus dem Rechner kommen :)
    Ach ja: Cool finde ich auch, dass der Deutsche Max Riemelt mitspielt. Vielleicht wird dort ja mal ein Star-Wars-Teil gedreht :)

  17. 3.

    Als Statist, das wäre genial und vielleicht als Sahne- Bonbon ein Autogramm von Keanu Reeves und Laurence Fischburne. Was wäre das für ein Spaß.

  18. 2.

    Soooo eine Sensation wäre das nicht. Viele Blockbuster wurden schon (zumindest zum Teil) dort bzw. mit der Unterstützung des Studios Babelsberg gedreht.
    Ich denke da u. a. an den dritten "Captain America", in dem leider auch der farblose Daniel Brühl mitmachte und Berlin unnötigerweise (denn die entsprechenden Szenen hätten genausogut in Deutschland spielen können) Bukarest doubeln musste.
    Was "Matrix 4" betrifft, bin ich übrigens skeptisch:
    Die Geschichte ist auserzählt und schon die Filme der Trilogie wurden nicht besser.
    Hoffentlich wird Deutschland in mehr Filmen Handlungs- statt nur Drehort.
    Bislang ist die Schönheit unseres Landes beispielsweise in US-Filmen nämlich kaum gezeigt worden.

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