Die Komische Oper in der Behrenstraße in Berlin-Mitte. Quelle: Schoening/www.imago-images.de
Video: Abendschau | 11.02.2020 | Christian Titze | Bild: Schoening/www.imago-images.de

Kammergericht - Berlin streitet mit Investor um Grundstück für Komische Oper

Das Land Berlin will auf einem der letzten unbebauten Areale im Zentrum einen dringend benötigten Neubau für die Komische Oper errichten. Doch das Grundstück wurde vor 20 Jahren verkauft - an einen Investor, der sich verpflichtet hatte, das Areal zu bebauen. 

Im Rechtsstreit zwischen Berlin und einer Immobiliengesellschaft um Grundstücke neben der Komischen Oper an der Glinkastraße zeichnet sich ein Erfolg für das Land ab.

Der Fall wurde am Dienstag vor dem Kammergericht verhandelt. Die Richter ließen durchblicken, dass sie in der Tendenz die Rechtsauffassung Berlins teilen. Das Land hatte die Grundstücke neben der Oper im Jahr 2000 verkauft. Vor sechs Jahren war die Finanzverwaltung von dem Vertrag zurückgetreten. Sie hatte sich auf eine Klausel berufen, wonach eine Kündigung möglich ist, wenn der Investor die Grundstücke weiterverkauft oder Gesellschafteranteile übertragen werden.

In erster Instanz hatte Berlin vor dem Landgericht gewonnen, nun deutet sich an, dass das Kammergericht dies bestätigt. Das Urteil wird in drei Wochen verkündet.

Grundstück seit 20 Jahren unbebaut

Das Land Berlin will auf dem Grundstück einen Neubau errichten, in dem Büros und Probebühnen für die Oper entstehen sollen. Das unbebaute Areal gehört aber einem Investor, der das Grundstück vor 20 Jahren vom Liegenschaftsfonds des Landes gekauft hatte. Damals verkaufte das Land das ungenutzte Areal unter der Bedingung, dass es bebaut werden muss.

Als dies nicht geschah, trat Berlin vom Kaufvertrag zurück. Seitdem streitet das Land mit dem Investor über das unbebaute Grundstück, das die sanierungsbedürftige Komische Oper dringend für ihren Neubau braucht.

Sanierung für maximal 200 Millionen Euro

Der Senat will das Gebäude sanieren, weil der bauliche und technische Zustand der Komischen Oper veraltet ist. Die Bühnentechnik sei auf dem Stand des Wiederaufbaus des Hauses in den 1950er Jahren, die Ausstattung auf dem Stand von 1967, heißt es in der Ausschreibung.

Der Umbau des Gebäudes zwischen Unter den Linden und Behrendstraße soll 2023 beginnen, die Kosten sind mit maximal 200 Millionen Euro veranschlagt. Ursprünglich war der Baustart für 2020 vorgesehen. Während der Umbauzeit soll das Ensemble in das Schiller-Theater ziehen, aber auch an anderen Orten in der Stadt spielen.

Der bauliche und technische Zustand der Komischen Oper ist veraltet. Die Bühnentechnik sei auf dem Stand des Wiederaufbaus des Hauses in den 1950er Jahren, die Ausstattung auf dem Stand von 1967, heißt es in der Ausschreibung.

Der Umbau der Gebäudes zwischen Unter den Linden und Behrendstraße soll 2023 beginnen, die Kosten sind mit maximal 200 Millionen Euro veranschlagt. Ursprünglich war der Baustart für 2020 vorgesehen. Während der Umbauzeit soll das Ensemble in das Schiller-Theater ziehen, aber auch an anderen Orten in der Stadt spielen.

Der bauliche und technische Zustand der Komischen Oper ist veraltet. Die Bühnentechnik sei auf dem Stand des Wiederaufbaus des Hauses in den 1950er Jahren, die Ausstattung auf dem Stand von 1967, heißt es in der Ausschreibung.

Der Umbau der Gebäudes zwischen Unter den Linden und Behrendstraße soll 2023 beginnen, die Kosten sind mit maximal 200 Millionen Euro veranschlagt. Ursprünglich war der Baustart für 2020 vorgesehen. Während der Umbauzeit soll das Ensemble in das Schiller-Theater ziehen, aber auch an anderen Orten in der Stadt spielen.

Sendung: Inforadio, 10.02.2020, 8 Uhr

Kommentar

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4 Kommentare

  1. 4.

    Berlin hat den Klimanotstand ausgerufen. Eine Bebauung der wenigen freien Flächen ist nicht Klimagerecht.

  2. 2.

    Was regen Sie sich denn jetzt schon so auf? Wir alle wissen doch, dass aus den "maximal 200 Millionen" am Ende "leider, leider, völlig unvorhersehbar, hauptsächlich auf Grund höherer Gewalt ("an act of God")" 400-500 Millionen Euro werden. Und wenn wir Pech haben, noch mehr.

  3. 1.

    "Sanierung für 200 maximal Millionen Euro"

    Abgesehen von der abenteuerlichen Satzkonstruktion - aber 200 Millionen Euro? Das kann doch nur ein schlechter Scherz sein. Wurde hier eine Null zu viel angehangen? 200.000.000 Euro hat nicht einmal der Neubau der O2-Arena gekostet!

    Haben Politiker, Baubranche, Planer, Gutachter und wer sonst noch von solchen Projekten profitiert, mittlerweile jegliches Maß verloren? Kann der rbb mal recherchieren, was genau dort gemacht werden soll?

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