Sonja Ziemann ist gestorben © Ursula Düren
Bild: dpa/ Ursula Düren

Begräbnis in Berlin geplant - Schauspielerin Sonja Ziemann gestorben

Die aus Brandenburg stammende und mit ihrer Rolle als "Schwarzwaldmädel" bekannt gewordene Schauspielerin Sonja Ziemann ist tot.

Sie starb am Montag im Alter von 94 Jahren in München. Das teilte der Bruder der Darstellerin am Mittwoch mit. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Geboren wurde Ziemann 1926 in Eichwalde (Dahme-Spreewald), bereits im Alter von zehn Jahren begann sie ein Tanzstudium an der Berliner Tanzschule von Tatjana Gsovsky.

Ziemann hatte 1950 mit der  Operettenverfilmung "Schwarzwaldmädel" an der Seite von Rudolf Prack ihren Durchbruch.

Begräbnis in Berlin geplant

Später kamen dann Filme wie "Hunde, wollt ihr ewig leben" (1959), "Menschen im Hotel" (1959) oder "Frühstück mit dem Tod" (1964) dazu. In ausländischen Produktionen wie "Geheime Wege" (1960), "Der Tod fährt mit" (1962) und "Die Brücke von Remagen" (1969) war Sonja Ziemann ebenfalls zu sehen. Später konzentrierte sich die Schauspielerin zunehmend auf Theater- und Fernsehproduktionen.

Mehrere schwere Schicksalsschläge musste Ziemann in ihrem Leben verkraften. Ihr Sohn starb 1970, kurz vor seinem 17. Geburtstag, an einem Rückenmarkstumor. Ein Jahr zuvor war ihr Ex-Mann, der polnische Autor Marek Hlasko, an einer Überdosis Schlafmittel gestorben. 1989 heiratete die Schauspielerin ihren Kollegen Charles Regnier. Er starb im September 2001 nach einem Schlaganfall. Ziemann soll in Berlin bei ihren Eltern und ihrem Sohn begraben werden.

Sendung: rbb Kultur, 19.02.2020, 12.00 Uhr

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