Eine Szene des Films "Berlin Alexanderplatz". (Quelle: dpa/Stephanie Kulbach)
Bild: dpa/Stephanie Kulbach

Deutscher Filmpreis 2020 - "Berlin Alexanderplatz" für elf Lolas nominiert

Frisch aus dem Wettbewerb der Berlinale auf den Spitzenplatz bei den Lola-Nominierungen: Burhan Qurbanis Neuverfilmung von "Berlin Alexanderplatz" hat elf Chancen beim diesjährigen Deutschen Filmpreis. Auch ein Hit der Berlinale 2019 ist mehrfach nominiert.

Die Literaturverfilmung "Berlin Alexanderplatz" geht mit elf Nominierungen als einer der Favoriten ins Rennen um den Deutschen Filmpreis. Das Drama von Burhan Qurbani ist unter anderem als bester Spielfilm sowie für Regie und Drehbuch nominiert, wie die Deutsche Filmakademie am Mittwoch mitteilte.

Die Neuverfilmung des Romanklassikers von Alfred Döblin (1878-1957) lief auch im Wettbewerb der Berlinale und verlegt die Geschichte in die heutige Zeit. Der Film erzählt von einem Flüchtling, der sich in Berlin ein neues Leben aufbauen will.

rbb drei Mal nominiert

Auf Nominierungen in neun Kategorien kommt das Drama "Systemsprenger" (das im Wettbewerb der Berlinale 2019 lief), das von einem zu Gewaltausbrüchen neigenden Mädchen erzählt. Der Film ist auch als bester Spielfilm vorgeschlagen - ebenso wie das Drama "Es gilt das gesprochene Wort" über eine Scheinehe, der Musikfilm "Lindenberg! Mach dein Ding", das mysteriöse Großstadtmärchen "Undine" und das Drama "Lara".

"Lara" ist zugleich eine von drei Nominierungen für Filme, an denen der rbb beteiligt ist. Die beiden anderen Nominierungen gehen an  "Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien" von Bettina Böhler. Der Film über den 2010 verstorbenen Film- und Theaterregisseur Christoph Schlingensief ist als bester Dokumentarfilm und für den besten Schnitt nominiert.

Elfjährige Helena Zengel als Hauptdarstellerin nominiert

Als beste Hauptdarsteller sind Welket Bungué ("Berlin Alexanderplatz"), Jan Bülow ("Lindenberg! Mach dein Ding") und Albrecht Schuch ("Systemsprenger") vorgeschlagen. Auf eine Lola für die beste weibliche Hauptrolle können Anne Ratte-Polle ("Es gilt das gesprochene Wort"), Alina Serban ("Gipsy Queen") und die elfjährige Helena Zengel ("Systemsprenger") hoffen. 

Der Regisseur Edgar Reitz ("Heimat") bekommt in diesem Jahr den Ehrenpreis. Die Komödie "Das perfekte Geheimnis" wird als besucherstärkster Film ausgezeichnet.

Im vergangenen Jahr hatte das Drama "Gundermann" die Goldene Lola als bester Spielfilm gewonnen. Regisseur Andreas Dresen erzählt darin vom DDR-Liedermacher und Baggerfahrer Gerhard Gundermann.

Der Deutsche Filmpreis soll am 24. April in Berlin verliehen werden. Zuletzt wurden mehrere Veranstaltungen in der Hauptstadt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus abgesagt. Die Stadt verbietet bis 19. April Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmern.

"Wir verfolgen aufmerksam die derzeitigen Entwicklungen und sind in engem Austausch mit allen zuständigen Behörden", teilte die Filmakademie mit. Eine Bewertung und finale Entscheidung über die Verleihung in mehreren Wochen würden sie zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht treffen. Akademiepräsident Ulrich Matthes sagte in einem Video: "Wir sehen uns - in welcher Form auch immer - am 24. April."

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2 Kommentare

  1. 2.

    Also das hätte ich ja nun üüüüüberhaupt nicht erwartet.

  2. 1.

    Film ohne Alexanderplatz..

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