Trophäen Grimme Preis. Quelle: imago images/ Anke Waelischmiller/SVEN SIMON
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Zwei Auszeichnungen für den rbb - Krömer-Talk und Wahlkampf-Doku erhalten Grimme-Preise

Zwei Grimme-Preise für den rbb: Die Jury zeichnet in diesem Jahr den Dokumentarfilm "Die Unerhörten – Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz" aus - und das neue Talk-Format von Comedian Kurt Krömer.

Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) erhält in diesem Jahr zwei Grimme-Preise. Die Jury der renommierten Auszeichnung gab am Dienstag die diesjährigen Gewinner bekannt.

Mit dem Grimme-Preis 2020 wird demnach der Dokumentarfilm "Die Unerhörten – Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz" in der Kategorie "Information & Kultur" gewürdigt. In der Kategorie "Unterhaltung" geht die Auszeichnung an die erste Staffel der rbb-Talkshow des "Chez Krömer".

"Beide Auszeichnungen stehen für das, was uns im rbb wichtig ist: journalistische Professionalität, Ideenreichtum bei der Themenfindung und Kreativität in der Formatkonzeption", sagte rbb-Intendantin Patricia Schlesinger über die Preise. "Fernsehen ist immer Teamwork, doch den Preisträgern möchte ich ganz besonders für ihre herausragende Leistung danken – dem Dokumentarfilmer Jean Boué für seine hintergründigen Beobachtungen in der Prignitz und Kurt Krömer, Michael Maier und Friedrich Küppersbusch für die Show "Chez Krömer", in der Kurt Krömer als unberechenbarer Moderator seine Gäste in Berlin immer wieder neu herausfordert."

Grimme-Preis für "Die Unerhörten" in der Kategorie "Information & Kultur"

In seinem 65-minütigen Dokumentarfilm "Die Unerhörten – Über den Landtagswahlkampf in der Prignitz" beobachtet Jean Boué im Wahlkreis Westprignitz den Wahlkampf um den Einzug in den Landtag Brandenburg. Der Regisseur, der selbst in der Prignitz lebt, begleitet fünf Kandidaten, die sich um das eine Direktmandat bewerben – von SPD, CDU, Grüne, Linken und AfD. Der Film zeigt, wie sich die Politiker mit den Menschen und ihrem Leben auf dem Land auseinandersetzen. Jean Boué fragt, warum sich dort Menschen häufig abgehängt und nicht gehört fühlen: Wie kommt es, dass diese "Unerhörten" die Politik nicht mehr verstehen, die doch für sie gemacht wird?

Für seinen Dokumentarfilm „Die Unerhörten“ begleitet der Prignitzer Jean Boué den Kampf um das Direktmandat für den Potsdamer Landtag im Brandenburger Wahlkreis 1, der Westprignitz. Die Herren Pohle, Domres, Hoffmann, Schneewolf und Czajkowski treten gegeneinander an. (Quelle: rbb/Knut Schmitz)

Jury: "Viel Sympathie für die Region"

Die Jury begründet die Wahl mit der unorthodoxen Angehensweise: "'Die Unerhörten' bricht nicht die Bundespolitik aufs Lokale herunter. Es ist eher andersherum: Die kleinen Themen werden in die große Diskussion eingespeist. Die Region jedenfalls darf ihre eigenen Fragen stellen. Gleichwohl ist der Film, der als Beitrag zum gesamtdeutschen politischen Diskurs erkennbar ist, überregional relevant. (…) Es ist ein leichtgängiger, charmanter Film geworden, mit viel Sympathie für die Region, in der er spielt, und für die unstrategischen Herangehensweisen der Kommunalpolitiker."

Buch und Regie von "Die Unerhörten" schrieb und führte Jean Boué. Die Redaktion lag bei Ute Beutler (Produktion: Jab Film), die Erstausstrahlung war am 25.8.2019 im rbb Fernsehen.

Kurt Krömer zum zweiten Mal Preisträger in der Kategorie "Unterhaltung"

Der zweite Grimme-Preis 2020 für den rbb geht an die Show "Chez Krömer", namentlich an Kurt Krömer (Moderation), Michael Maier (Regie) und Friedrich Küppersbusch (Produktion). Neun Jahre nach seinem ersten Grimme-Preis – für "Krömer – Die internationale Show" (rbb) – ist Kurt Krömer mit der ersten Staffel von "Chez Krömer" nun erneut erfolgreich. In den vier Folgen stellen sich vier Gäste bei ihrem ganz persönlichen Verhör den provokanten Fragen des Moderators: Motiva­tionstrainer Jürgen Höller, CDU-Politiker Philipp Amthor, Handball-Ikone Stefan Kretzschmar und der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert. "Die Gäste finde ich jetzt schon fürchterlich, aber genau darin liegt ja der Reiz", so Krömer zum Start der Staffel im rbb Fernsehen. Als Berlin-Botschafter des rbb empfängt er seine prominenten Interviewgäste mit Schnauze und Herz, absurd-naiven Fragen, bösem Witz oder präzisem Konter.

"Bloß nicht langweilen!" Das rbb Fernsehen macht ernst damit: Kurt Krömer ist zurück! Am 3. September 2019, um 22:00 Uhr startet im rbb Fernsehen "Chez Krömer", die neue Show von und mit Kurt Krömer und Gästen. (Quelle: rbb/Daniel Porsdorf)

So urteilt die Jury: "'Chez Krömer' ist ein durch und durch ungewöhnliches Format, das Erkenntnisse liefert, die so im herkömmlichen Fernsehen höchst selten im Angebot sind. Wer zu Kurt Krömer in die Show kommt, kann sich niemals sicher sein. (…) Berechenbar ist da nur das Unberechenbare, die Gewissheit, dass meist alles anders kommt, als man vorher denkt. So etwas offenbart sich im deutschen Fernsehen sonst höchstens unter dem Mikroskop, bei 'Chez Krömer' ist es die gute Übung, die dieses Format und seinen Formatträger so herausragend macht."

Die erste Staffel "Chez Krömer" erzielte bisher rund 2,2 Mio. Abrufe im Netz. Verliehen werden die 56. Grimme-Preise am 27.3.2020 im Theater der Stadt Marl.  

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3 Kommentare

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  1. 3.

    Machta jut, Nachbarn!...Glückwunsch!...da bleiben wa doch glatt im Kontakt ...

  2. 2.

    Dem einen gefällt es,dem anderen nicht.
    Mir gefällts,deswegen Glückwunsch.Meine Frau findet Krömer doof.
    Na auch gut Liebes.

  3. 1.

    It was so nice - he did it twice!
    Na bitte, jeht doch!!! Wenn ick ma noch an die geringschätzigen Kommentare hier bei RBB24.de erinnere zur Ankündigung der neuen Show, Mann, Mann, Mann... :-))

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