Porträt des Schriftstellers Lutz Seiler (Quelle: dpa/Schmidt)
Bild: dpa/Hendrik Schmidt

Roman "Stern 111" - Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse geht an Lutz Seiler

Der Berliner Schriftsteller Lutz Seiler ist mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2020 in der Kategorie Belletristik geehrt worden. Seiler erhielt die zum 16. Mal vergebene Auszeichnung für sein Werk "Stern 111", erschienen im Suhrkamp Verlag, wie die Jury am Donnerstag im Sender "Deutschlandfunk Kultur" verkündete. Das Werk erzählt die Geschichte einer Familie in Berlin kurz nach dem Mauerfall 1989.

"Dieser Roman leuchtet auf jeder Seite", sagte Jurorin Wiebke Porombka zur Begründung. Es sei ein kunstvolles Buch, das von dem sich binnen kurzem verändernden Herzschlag der Mitte Berlins" erzähle. Der Preis ist mit 15.000 Euro dotiert.

Seiler wurde 1963 im thüringischen Gera geboren. Er lebt in Berlin und Stockholm.

Weitere Preise für Bettina Hitzer und Pieke Biermann

Der Preis in der Kategorie Sachbuch/Essayistik ging an Bettina Hitzer für ihr Buch "Krebs fühlen. Eine Emotionsgeschichte des 20. Jahrhunderts". Preisträgerin in der Kategorie Übersetzung ist Pieke Biermann für die Übersetzung des Buches "Oreo" von Fran Ross. Hitzer und Biermann leben ebenfalls in Berlin.

Buchmesse wegen Coronavirus abgesagt

Da die Leipziger Buchmesse 2020 wegen des Coronavirus abgesagt worden war, wurden die Gewinner in den Kategorien Belletristik, Sachbuch/Essayistik und Übersetzung in der Sendung "Lesart" von Deutschlandfunk Kultur bekanntgegeben. Die Buchmesse hätte am Donnerstag beginnen und bis kommenden Sonntag dauern sollen.

Sendung: Inforadio, 12.02.2020, 10 Uhr

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