Das Gebäude der Julia Stoschek Collection in der Leipziger Straße in Berlin. (Quelle: imago-images/Schöning)
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Wichtige Privatsammlung - Nach Flick verlässt auch Kunstsammlerin Stoschek Berlin

Die Düsseldorfer Kunstsammlerin Julia Stoschek will ihre Ausstellung aus Berlin abziehen. Das sagte sie der "Welt am Sonntag" [welt.de/Bezahlschranke]. Grund sei die fehlende Unterstützung von Bund und Stadt. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben verlange eine unverhältnismäßige Mieterhöhung, weil das Gebäude von außen saniert werde. Sie werde den Mietvertrag nicht verlängern. Dieser ende im Dezember 2022.

Stoschek hatte den maroden Plattenbau in der Leipziger Straße vor Jahren mit eigenen Mitteln umgebaut. Sie zeigt dort mehr als 700 Werke zeitgenössischer Kunst, vorwiegend Medienkunst.

Ausstellungshallen der Flick Collection werden abgerissen

Wichtige Privatsammler ziehen sich seit einiger Zeit aus Berlin zurück, darunter Friedrich Christian Flick. Seine Sammlung umfasst etwas 1.500 Kunstwerke.

Der Leihvertrag endet am 30. September 2021, wie die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bestätigte. Hintergrund ist, dass der Mietvertrag für die Ausstellungshallen am Hamburger Bahnhof ausläuft. Der Eigentümer aus Österreich will sie abreißen und Neubauten errichten.

Auch der Sammler und Mäzen Thomas Olbricht hat angekündigt, dass er nach zehn Jahrenin Berlin seinen Me Collector's Room in der Auguststraße aufgeben wird. Noch kurz vor Beginn der Corona-Krise hatte Olbricht eine umfassende Ausstellung "Moving energies" mit Höhepunkten seiner Sammlung eröffnet. Dabei zeigte er Arbeiten unter anderem von Gerhard Richter, Pipilotti Rist, Timm Ulrichs, Louise Lawler, Günther Uecker, Thomas Schütte, Katharina Fritsch, A.R. Penck, Emil Nolde, Imi Knoebel, Joseph Beuys und Cindy Sherman.

Sendung: rbbKultur, 11.05.2020, 14 Uhr

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1 Kommentar

  1. 1.

    Und Tschüss!!! In Düsseldorf wohnt dann ja die richtige Klientel....

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