Das Schloss in der Stadt Bad Freienwalde im Landkreis Märkisch-Oderland (Brandenburg) (Quelle: dpa/Patrick Pleul)
Bild: dpa/Patrick Pleul

Tourismus in Märkisch-Oderland - Kein Käufer für das Schloss Freienwalde

Der Verkauf des Schlosses Freienwalde ist gescheitert. Zwar habe es einige Interessenten gegeben, keiner habe jedoch die an die europaweite Ausschreibung geknüpften Bedingungen erfüllt, sagte Rainer Schinkel, Kämmerer des Landkreises Märkisch-Oderland.

Weil sich die Gemeinde Bad Freienwalde das Schloss nicht mehr leisten konnte, bot sie es zum Verkauf an. Das hatte der Kreistag von Märkisch-Oderland bereits im Juni 2018 beschlossen.

Preußenkönig Friedrich Wilhelm II. hatte das frühklassizistische Schloss 1798 für seine Frau Friederike Luise in Brandenburgs ältestem Kurort erbauen lassen. 1909 kaufte es der Industrielle Walther Rathenau (1867-1922). Seine Nachfahren hatten es dem Landkreis Oberbarnim mit der Auflage geschenkt, das Erbe ihres Vorfahrens zu bewahren. Rechtsnachfolger ist der Landkreis Märkisch-Oderland.

Seit 1991 befindet sich in dem denkmalgeschützten, stark sanierungsbedürftigen Schloss eine Rathenau-Gedenkstätte. Die soll weiterhin öffentlich zugänglich sein. Noch ist unklar, wie weiter mit der Immobilie umgegangen werden soll. Das letzte Wort dazu hat der Kreistag Märkisch-Oderland.

Sendung: Inforadio, 06.05.2020

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5 Kommentare

  1. 5.

    An für sich würde ich kein Unding sehen wenn es an Stiftung Preußischer Kulturbesitz übertragen, welche auf dem Feld vorzeigen kann wie solche Dinge handhabt (inkl. Möglichkeiten wie teils Anmietung für Hochzeitsfeier), und welche die Bedingungen wohl so ziemlich alle locker auch von sich selber erfüllen würde. Ob die Stiftung finanziell in der Lage die Sanierung umgehend zu finanzieren, sowas ist dabei jedoch sicherlich auch eine Frage, wenn auch eine etwas andere.

  2. 4.

    Das Konzept des Landkreises lässt sich, mit einem Schmunzeln, in einem Satz zusammenfassen: Sie kaufen etwas, dessen Unterhalt wir uns nicht mehr leisten können/wollen und verpflichten sich noch dazu, weitere enorme Geldbeträge für unsere Stadt locker zu machen, dafür dass Sie eigentlich gar keine Rechte an dem gekauften Objekt haben!

  3. 3.

    Ich hab auch den Eindruck, dass Journalisten zunehmend nach Artikelanzahl und nicht nach Inhalten bezahlt werden. Der Artikel sagt soviel aus wie der über den Sack Reis der mal wieder in China umgefallen ist.

  4. 2.

    Die unwichtigen Details, an denen der Verkauf scheiterte, finden sich hier:

    https://www.bsgmbh.com/projekt/wettbewerbe/verkauf-schloss-freienwalde-konzeptvergabe/

  5. 1.

    Bis jetzt ist der Artikel nichtssagend. Ja da wollte das Land eine Immobilie verkaufen und ist sie nicht los geworden. Aber wenn die Bedingungen genannt worden wären und der Preis, dann hätte der Leser ein Aha- Erlebnis mit dem Artikel gehabt, aber so? Oder gibt es da noch einen 2. Artikel über das Schloss?

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