Ohne Kopf steht eine Statue des Bildhauers Arminius Hasemann in der Leuchtenburgstrasse in Zehlendorf. (Quelle: dpa/Wolfram Steinberg)
Bild: dpa/Wolfram Steinberg

Rassismus-Debatte - Umstrittene Skulptur kommt doch nicht in die Zitadelle Spandau

Mitte Juni schlugen Unbekannte einer als rassistisch empfundenen Skulptur in Berlin-Zehlendorf den Kopf ab. Eigentlich sollte der Torso in der Zitadelle Spandau in einer Dauerausstellung gezeigt werden - doch nun wurde er entfernt. Von Tomas Fitzel

Über Rassismus und die koloniale Vergangenheit wird gerade in Berlin auf vielen Ebenen gestritten und diskutiert. Sei es um die Frage der Restitution von einst geraubten Kulturgütern, um die Umbenennung von Straßen oder darum, wie man mit Kunstwerken umgeht, die das heutige Empfinden verletzen. Im Jahr 1985 wurde in Zehlendorf eine Statue mit dem Titel "Hockende Negerin" aufgestellt.

Die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland hatte deren Entfernung gefordert. Nicht nur wegen des anstößigen Titels, sondern auch weil sie in ihrer stereotypen Darstellung einer Afrikanerin rassistische Vorstellungen befördere. Richtig publik wurde sie, nachdem zwei Unbekannte in der Nacht zum 18. Juni ihr den Kopf abschlugen und stahlen. Jetzt wurde der Torso aus dem Straßenbild entfernt. Eigentlich sollte die Skulptur in die Zitadelle Spandau gebracht und dort in der Dauerausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" gezeigt werden. Doch am Dienstag entschied sich Spandaus zuständiger Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU) dagegen.

Denkmäler in der Zitadelle Spandau (Quelle: Tomas Fitzel)
Bild: Tomas Fitzel

Walhalla und dichtgedrängtes Sammelsurium aus Gips und Marmor

Dabei wäre gerade dieser Ort ein geeigneter Platz für diese Skulptur. Seit vier Jahren kann man dort im ehemaligen Proviantmagazin ein merkwürdiges Walhalla vom Sockel gestürzter Größen besuchen. Den Anfang macht ein dichtgedrängtes Sammelsurium von mittelalterlichen Recken oder preußisch brandenburgischen Feldherren und Monarchen. Wahlweise in Gips oder Marmor. Sie standen einst auf der Berliner Siegesallee und wurden schon von den Zeitgenossen Kaiser Wilhelms als "Puppenallee" verspottet. Auf Anordnung der Alliierten wurden sie 1945 abmontiert. Der Vorwurf: Verherrlichung des Preußentums.

Die Nazis selbst haben erstaunlicherweise gar nicht so viele Denkmäler hinterlassen oder sie sogar schon selbst zerstört, erklärt Urte Evert, die derzeitige Museumschefin. "Zum Beispiel das Horst-Wessel-Denkmal am ehemaligen Horst-Wessels-Platz, dem heutigen Rosa-Luxemburg-Platz. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges haben die Nazis auch ihre eigenen Denkmäler aus Metall eingeschmolzen für die Munitionsproduktion. Und so schmolzen sie auch das Horst-Wessel-Denkmal ein."

Der Kopf des 19 Meter hohen Lenin

Neben den Denkmälern des russischen KGB-Gründers Felix Dzierzynski sowie einem Denkmal für NVA-Grenzsoldaten liegt hier der Kopf einer 19 Meter hohen Monumentalstatue Lenins, die einst in Friedrichshain stand. 1991 wurde sie abgebaut und im Köpenicker Forst vergraben, bis sie die Vorgängerin von Urte Evert, Andrea Theissen, wieder ausgraben ließ.

"Sie war Gott sei Dank sehr hartnäckig in ihren Bemühungen, weil ihr bewusst war, dass dieser Kopf ein Highlight unserer Ausstellung werden würde nicht allein aus Marketing-Gründen, sondern um hier Geschichte erfahrbar zu machen." Populär wurde die Leninstatue durch den Film Good bye Lenin. Das zeigt auch den schmalen Grat, auf dem die Ausstellung wandelt. Sie kann nicht vorgeben, wie diese Denkmäler betrachtet werden: mit Abscheu, einem Gruseln oder fasziniertem Schaudern.

Skulpturen in der Dauerausstellung der Spandauer Zitadelle. Quelle: Tomas Fitzel
Bild: Tomas Fitzel

Ein Lehrstück in Sachen Ambivalenz

Aber gerade deswegen wäre sie der richtige Ort für die umstrittene Skulptur aus Zehlendorf. Denn sie ist ein Lehrbeispiel in Sachen Ambivalenz. Ihr Schöpfer Arminus Hasemann war auch schon vor 1933 ein überzeugter Nazi. Als Künstler stand er dagegen eher dem Expressionismus nahe. Seine Werke wurden daher von den Nazis abgelehnt. Die Skulptur entstand schon Anfang der Zwanziger Jahre.

Eine der einflussreichsten Ausstellungen für die Berliner Künstler war 1913 in der Galerie Otto Feldmann zu sehen. Den kubistischen Bildern Picassos aus seiner époque nègre wurde traditionelle Kunst auf Afrika gegenübergestellt. Der Titel: "Picasso – Negerplastik". Sind Picassos Bilder rassistisch? Ist es die Skulptur Hasemanns? Man kann es keineswegs ausschließen. Weder das eine noch das andere.

Die ganze europäische Avantgarde ist ohne diesen kolonialen Einfluss überhaupt nicht zu denken. Eine spannende Diskussion eigentlich. Ohne die Einordnung in einen Kontext, auch den räumlichen, kommt man dabei nicht weit, meint Urte Evert: "Dass diese Figur in Zehlendorf stand, liegt einfach daran, dass dort Hasemanns Atelier lag. Es wurde außerdem noch eine zweite Skulptur aufgestellt: Ein Faun. Genau das drückt aber auch die Geisteshaltung aus. Eine schwarze, echte Frau mit einem exotischen Fabelwesen zusammenzusetzen, das hat eben auch eine bestimmte Aussage, die heute einfach Menschen verletzt."

Im Lagerraum verschwunden

Zu dieser Zusammenstellung der beiden Skulpturen kam es aber erst 1985 - lange nach dem Tod Hasemanns - erzählt also viel mehr über die Gedankenlosigkeit jener Zeit. So wenig eindeutig die Skulptur ist, der barbarische Akt, ihr den Kopf abzuschlagen, ist es ebenso wenig. Offenbar fürchten die Bezirkspolitiker genau diese unkontrollierbare impulsive Auseinandersetzung mit unserer kolonialen Vergangenheit. Aber auch die "Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland" will die Skulptur nicht in Spandau gezeigt sehen. Der Bezirk Spandau hat jetzt ohnehin anders entschieden.

Die offizielle Begründung: "Die Ausstellung "Enthüllt. Berlin und seine Denkmäler" beinhaltet Denkmäler, die aus dem Stadtbild Berlins verschwunden sind und dann wieder in der Ausstellung "enthüllt" wurden. Die Skulptur "Hockende Negerin" von dem umstrittenen Bildhauer Arminius Hasemann aus dem Bezirk Steglitz-Zehlendorf hingegen ist bis heute noch im Stadtbild zu sehen gewesen. Daher passt die Statue nicht in das Ausstellungskonzept und soll dort nicht gezeigt werden."

Jetzt ist die Skulptur in irgendeinem Lagerraum untergebracht. Wie lange muss sie verschwunden sein, um dann in Spandau wieder "enthüllt" werden zu dürfen?

Beitrag von Tomas Fitzel

30 Kommentare

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  1. 30.

    Kunst im öffentlichen Raum soll ja zur Diskussion "anregen".
    Leider,scheut der politisch verantwortliche Bezirksstadtrat Gerhard Hanke (CDU), diese Auseinandersetzung.
    Er verfährtt nach dem Motto "aus den Augen - aus dem Sinn.
    Statt diese Arbeit in der Zitadelle Spandau zu würdigen ,vergammelt sie jetzt auf einem Bauhof.

  2. 29.

    Ok, ich kannte weder den Bildhauer noch den Namen der Statue. Hab sie auch nie angesehen, obwohl ich in Zehlendorf lebe. Aber Danke, nun kenne ich den Künstler usw.... Eine Meinung dazu habe ich ehrlich gesagt nicht, weil ich das bis zu diesem Artikel komplett „ignoriert“ habe, Statuen sind für mich allenfalls interessant, wenn sie bekannte Persönlichkeiten darstellen. Was Kunstobjekte angeht bin ich ein echter Banause und ich tippe mal darauf, ich bin nicht der einzige.

  3. 28.

    Ich bin gespannt, wann es Luther oder Marx an den Kragen geht. Denn sie waren ausgewiesene Antisemiten, Judenhasser und Rassisten. Das sind nicht neue Erkenntnisse, trotzdem wurde Luthers 500. Geburtstag überschwänglich gefeiert. Dafür wurde sogar der Friedensnobelpreisträger Obama eingeflogen, um diesen Feierlichkeiten Glanz zu verleihen. Selbst der RBB berichtete tagelang darüber, wie der Antisemit Luther gefeiert wird.
    Und an die kommunistische Ikone Marx scheint sich heran zu trauen, gehören dessen "Grundwerte" zu den Genen der SED-SED/PDS-PDS-Die Linke.

  4. 27.

    "Offenbar fürchten die Bezirkspolitiker genau diese unkontrollierbare impulsive Auseinandersetzung mit unserer kolonialen Vergangenheit." - eine schöne Umschreibung von hirnloser Zerstörungswut durch selbsternannte und aufgehetzte Kulturstürmer, die einer "rassistisch empfundenen Skulptur" den Kopf abschlagen, sich aber vor einer kulturgeschichtlichen Auseinandersetzung mit dem Thema scheuen.
    Wir, die Guten, da die Bösen.

  5. 26.

    " ... unkontrollierbare impulsive Auseinandersetzung mit unserer kolonialen Vergangenheit." Ich glaube eher, dass dieser Personenkreis aufgeheizt würde.
    Wenn man an die Säuberungen in der "Kulturrevolution" in China erinnert, wo die Vergangenheit auch ausgemärzt wurde, scheint für rbb24 unbequem.
    Und, nichts anderes ist es, wenn man sich mit Kriminellen gemein macht, die Denkmäler verschandeln und zerstören.
    Damit setzt man dich nun wahrlich nicht mit der deutschen Historie auseinander.
    Denkmal weg, alles gut?

  6. 25.

    Die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland hat laut eigenen Angaben 200 Mitglieder. Diese haben sich zum Ziel gesetzt alles anstößig zu finden. Nun reisen sie durch die Lande und wollen alles säubern. Alle Denkmäler, Skulpturen und auch Straßennamen sind irgendwo deutsche Geschichte. Ob die Geschichte immer richtig war ist der eine Standpunkt. Der andere ist dabei durch Forderungen und Beschädigungen, sprich mit aller Gewalt Forderungen durchzusetzen. Und das nennen wir heute Demokratie. Es gibt viele Länder auf dieser Welt wo die Geschichte nicht gut ist. Wollen wir all diese Länder verdammen? Führt erst einmal eine sachliche Diskussion. Und nicht immer gleich fordern, fordern... Es geht zu weit

  7. 24.

    Siehe @13.
    Und ja, ich war in Sachsenhausen um mich mit diesen Greultaten zu beschäftigen und zu meiner Schulzeit nahm Geschichte noch ein weites Feld ein.
    Ich bin eben der Meinung ,dass das Abreißen oder Zerstören nicht der richtige Weg ist, mit Rassismus etc. umzugehen.

  8. 22.

    Sie können gerene eine Tafel aufstellen, auf der steht, warum eine unsägliche Skulptur entfernt worden ist. Es ist keine "Geschichtsklitterung", wenn man Hakenkreuze aus dem Stadtbild entfernt. Oder eben auch "Kunst"-Werke von überzeugten Nazis. Man schadet nicht dem Ansehen von Bürgerrechtlern, wenn man für die Entfernung von menschenrechtsverachtender "Kunst" eintritt, die Weltbilder repräsentiert, für deren Überwindung diese Menschen gestorben sind. Geschichte kann auf vielfache Weise erlebt werden und wird natürlich auch nicht ausgelöscht, wenn die Ästhetik der Täter aus dem öffentlichen Raum verschwindet. Ich habe mich als junger Mensch seinerzeit nicht über den Nationalsozialismus und seine Gräueltaten informiert, indem ich mir nationalsozialistische Kunst angeschaut habe. Aber ich habe Auschwitz besucht. Und wenn ich etwas über Sklaverei lernen möchte, muss ich mir nicht Statuen von Sklavenhändlern anschauen, sondern vielleicht eher Zeugnisse der Lebensbedingungen der Opfer.

  9. 21.

    Wer den Rassismus nicht erklären sondern auslöschen und Geschichtsklitterung betreiben will, schadet auch dem Ansehen und wirken vieler schwarzen Kämpfer gegen Rassismus. Z B. Nelson Mandela, Dr.Martin Luther King. Wieso bitteschön musste er den Marsch auf Waschington organisieren und seine berühmte Rede halten :" I have a dream" , wenn da nichts war,denn Erinnerungsmerkmale werden ja vernichtet. Oder was ist mit Alexander Murray Palmer Haley dem US-amerikanischer Schriftsteller. Bekannt wurde er weltweit durch seinen Roman Roots, in dem er die zuvor nur mündlich tradierte Geschichte seiner Vorfahren erzählte, beginnend mit Kunta Kinte, der 1767 im heutigen Gambia entführt und als Sklave in die damalige britische Kolonie Maryland verschleppt worden sein soll. Für Roots erhielt er 1977 den Pulitzer-Preis. Daraus kann man was über die Vergangenheit lernen,nicht durch Zetstörung von Erinnerungen. Die können positiv oder nagativ sein und etwas bei uns bewirken. Denk mal!

  10. 20.

    Diese ganze Diskussion nimmt doch etwas bizarre Formen an. Was wird an dieser Skulptur als rassistisch empfunden genau auch schon die umstrittene Skulptur aus Dauerausstellung ist auch eine form von Rassismus undgesichtfälschung

  11. 19.

    In einem Land in dem rechtextremistische Einstellungen zunehmen und rassistische Gewalt immer normaler wird.

  12. 18.

    Es ist keine Lösung alles zu vernichten,was heute nicht mehr ins Bild passt. Und es reichen auch keine Schildchen sondern nur die Ausandersetzung damit. Würde man das Hollocostmahnmal oder die Gedenkstätten für die div. Opfer der Nazi-Diktatur oder der Maueropfer in der jüngeren Geschichte vernichten,würde das nichts an unserer gesellschatlichen Verantwortung zur Aufarbeitung ändern.
    Wie sollen wir denn der jüngeren Generation nicht nur erklären sondern vorleben,wie man mit Vergangenheitsbewältigung umgeht. Und hysterische Aktionen in Form von Gewalt und Zerstörung sind m.E. der völlig falsche weg,egal für welche Epoche .

  13. 17.

    Diese ganze Diskussion nimmt doch etwas bizarre Formen an. Was wird an dieser Skulptur als rassistisch empfunden?
    Es ist ja wohl eher Rassismus wenn eine Skulptur, die einen Menschen darstellt enthauptet wird.

  14. 16.

    Auch ich kann mich diesen Worten nur anschließen, besser hätte man es nicht ausdrücken können. Danke

  15. 15.

    Die Meinungen scheinen hier ja recht einheitlich zu sein.
    Hier mal eine Gegenthese: Warum muss eine rassistische Skulptur dauerhaft ausgestellt werden, nur weil sie als Kunst deklariert wird? Von wem eigentlich? Offensichtlich finden viele Menschen so ein Machwerk von einem überzeugten Nazi abscheulich, und ich zähle mich selbst dazu. Auch empfinde ich die Argumentation, Denkmäler müssten wertneutral betrachtet werden, als sehr fragwürdig. Eine Gesellschaft definiert sich selbst auch über die Art und Weise, wie sie sie öffentlich gedenkt. Man kann eine rassistische Skulptur nicht einfach unter ihrem (aus heutiger Sicht) ebenso rassistischen Titel ohne erläuternden Kontext ausstellen. Ein kleines Schildchen am Sockel reicht dafür aber nicht.

  16. 14.

    In was für einem Land leben wir mittlerweile eigentlich (wieder), wenn ein Bezirkspolitiker selbstherrlich die Entfernung einer Skulptur aus einer Ausstellung verfügen kann? Meinen solche Leute wirklich, dass sie mit derartigen, sonst nur aus Diktaturen bekannten Methoden der Demokratie einen Gefallen tun?

  17. 13.

    Ich stimme Ihnen völlig zu und hätte es nicht besser ausdrücken können.
    Im Übrigen ist das zerstören von Skulpturen und Denkmälern eine Sachbeschädigung und somit eine Straftat,egal was die Motivation ist.
    Denkmal = denk mal
    und deshalb finde ich die Idee mit dem Museum gut.
    Wir können die Geschichte nicht rückgängig machen sondern sollten daraus lernen. Das klappt aber nicht mit Zerstörung .

  18. 12.

    ich finde diese Diskusion um Denkmäler schier übertrieben und sie nimmt absurde Formen an. Denkmäler sollen an etwas erinnern, an positive wie negative Dinge.
    Wenn man will wird man für fast jeden Namen, Ort, Zeitpunkt irgendetwas finden, das jemanden verletzt. Also würden dann nur noch Zahlen bleiben. Aber selbst für diese wird sich bestimmt jemand finden, der sich bleidigt fühlt, da man Verbindungen zu Geburtstagen, Unglücken oder Bedeutungen herstellen kann.
    Diese Empfindlichkeiten gehen aber an dem eigentlichen Problem vorbei, an Ausgrenzung, Beleidigung, Verletzung. Darüber muss diskutiert und dran gearbeitet werden, nicht über Geschichte, denn das ist die Gegenwart. Z.B. wird über Bismark diskutiert, der den Militarismus und seine Auswüchse unterstützte aber auch die Kranken- und Rentenversicherung mit einführt. Marx, großer Streiter für Gleichheit, auf der anderen Seite auch jemand der andere diffamierte. Luther war antimenitisch eingestellt. Also wo ziehen wir die Grenze?

  19. 11.

    Ich finde es nicht richtig, solche Dinge einfach “verschwinden” zu lassen. Die Skulptur kann doch in entsprechenden Kontext gesetzt werden...? Meinetwegen auch ohne Kopf...? Was gerade passiert ist doch auch Teil der Geschichte.
    Diese Figuren zu beseitigen, beseitigt nicht die Vergangenheit. Die Verherrlichung von Kolonialherren etc ist natürlich nicht richtig...also wieso die Figuren nicht sammeln und in ein Museum über diesen Teil deutscher Vergangenheit stecken...?
    Die Schüler könnten so glaube ich gut verstehen, wie sich der Wandel von Verherrlichung bis zur Erkenntnis dass es um Rassismus geht, entwickelt hat.

    Nein, verschwinden sollten diese Statuen nicht.

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