24.07.2020, Berlin: Christian Wulff (r), Präsident des Deutschen Chorverbands und Bundespräsident a.D., und Michael Müller (2.v.l., SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, stehen zusammen mit Veronika Petzold (M), Geschäftsführerin des Deutschen Chorverbandes und den Zimmerleuten Marcus Fröbe (2.v.r.) und Andreas Fröbe (l) beim Richtfest für das Deutsche Chorzentrum in Neukölln zusammen auf dem Dach vor dem Richtkranz. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)
Bild: dpa/Bernd von Jutrczenka

Fertigstellung bis 2021 - Deutsches Chorzentrum feiert Richtfest in Berlin

Mit dem Deutschen Chorzentrum in Berlin bekommen demnächst die rund 15.000 Chöre in der Bundesrepublik auch ein festes Zuhause in der Hauptstadt. "Jetzt sind wir auf der Zielgeraden", sagte der Präsident des Deutschen Chorverbands, Christian Wulff, am Freitag zum Richtfest in Berlin-Neukölln. Gerade die aktuelle Situation mit der Corona-Pandemie zeige, wie wichtig Chöre für den gesellschaftlichen Zusammenhalt seien. Der Verband werde sich von seinem neuen Sitz aus auch kulturpolitisch für das gemeinschaftliche Singen einsetzen, betonte der Alt-Bundespräsident.

Zentrale der deutschen Chöre

Die Eröffnung des Chorzentrums ist für März 2021 geplant. In dem Haus in der Karl-Marx-Straße 145 sollen auch der Chorverband Berlin, der Landesmusikrat sowie ein Musikkindergarten mit 70 Plätzen unterkommen. Mit den "Vokalhelden", dem Chor-Programm der Berliner Philharmoniker, würden Gespräche geführt.

Das Haus solle als lebendiger Ort des Austauschs für die Chor- und Vokalmusikszene in Deutschland dienen und zugleich eine Brücke zu den Bewohnern und Institutionen in der unmittelbaren Nachbarschaft schlagen, teilte der Chorverband weiter mit. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sagte, damit entstehe in Neukölln ein weiterer Ort des Kulturaustauschs.

Die Kosten für Bau, Sanierung und Ausstattung des Chorzentrums belaufen sich auf 14,4 Millionen Euro. Neben Eigenmitteln in Höhe von 1,2 Million Euro fließen bis zu 7,2 Millionen Euro aus dem Bundesetat. Dazu kommen weitere 2,9 Millionen Euro aus der Lotto Stiftung Berlin und dem Land, sowie Darlehen von 3,1 Millionen Euro.

Sendung: Inforadio, 24.07.2020, 17:45 Uhr

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