Die Regisseurin Julia von Heinz 2017 in München (Quelle: dpa/Hase)
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Internationale Filmfestspiele - Berlinerin Julia von Heinz im Wettbewerb von Venedig

18 Werke konkurrieren im September beim Filmfest in Venedig um den Goldenen Löwen. Darunter ist auch der Film "Und morgen die ganze Welt" der deutschen Regisseurin Julia von Heinz. Das teilte Filmfest-Direktor Alberto Barbera am Dienstag bei einer Video-Pressekonferenz mit.

Die 44-jährige Julia von Heinz ("Hannas Reise", "Ich bin dann mal weg") ist gebürtige Berlinerin. Die Drehbuchautorin und Regisseurin ist seit 2019 Honorarprofessorin an der HFF München.

In ihrem Wettbewerbsbeitrag "Und morgen die ganze Welt" geht es um junge Leute, die beschließen, politisch aktiv zu werden. Der Film soll vermutlich im Herbst in den deutschen Kinos starten.

Ein weiterer Berliner Regisseur, Christian Petzold, ist in diesem Jahr Jurymitglied der Internationalen Filmfestspiele in Venedig.

Änderungen wegen Corona

Die Festspiele von Venedig werden im September die erste kulturelle Großveranstaltung in der Coronavirus-Pandemie sein und müssen dabei laut Organisatoren Änderungen in Kauf nehmen. Als Vorsichtsmaßnahmen in der Corona-Krise haben die Organisatoren die Zahl der Filme im Wettbewerb etwas reduziert und auch die Filmauswahl verkleinert, außerdem wurden zwei Spielorte draußen - zusätzlich zu den traditionellen Filmsälen - ausgewählt.

Fast die Hälfte der dieses Jahr im Wettbewerb laufenden Filme sei von Regisseurinnen gedreht worden, sagte Barbera. Sie seien aber "alleine auf Grundlage ihrer Qualität und nicht als Ergebnis des Geschlechterprotokolls" ausgewählt worden.

Das 77. Internationale Filmfestival startet offiziell am 2. September und läuft bis zum 12. September.

Sendung: rbbKultur, 28.07.2020, 14:00 Uhr

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