Die Fassade des Friedrichstadtpalast (Bild: dpa/Global Travel Images)
Video: rbb24 | 31.08.2020 | Bild: dpa/Global Travel Images

1984 in der DDR eröffnet - Friedrichstadt-Palast unter Denkmalschutz gestellt

Der Berliner Friedrichstadt-Palast steht seit Montag offiziell unter Denkmalschutz.

Als letzter Repräsentationsbau vor dem Mauerfall stelle er den Höhe- und Endpunkt der Epoche der DDR-Paläste dar, teilten die Kulturverwaltung und das Landesdenkmalamt mit. Das Gebäude sei ein Beispiel der sozialistischen Postmoderne.

Unter Denkmalschutz gestellt wurden alle Bereiche - neben dem Äußeren auch das Foyer und der Zuschauersaal mit der Bühne.

Der Friedrichstadt-Palast wurde 1984 neu eröffnet und ist seit Beginn der Corona-Krise geschlossen. Im Januar soll das Revuetheater den Spielbetrieb wieder aufnehmen.

Sendung: Inforadio, 31.08.2020, 17 Uhr

Friedrichstadtpalast © Bernd Brundert
Bernd Brundert

Bildergalerie | Plattenbau mit Jugendstil - Denkmalschutz für Palast der Sozialistischen Postmoderne

Ein Stück DDR-Geschichte erhält Denkmalschutz: Das im Jahr 1984 eröffnete Gebäude des Friedrichstadt-Palasts in Berlin-Mitte sei ein künstlerisch einmaliges Gebäude mit hohem Wiedererkennungswert. Das Ensemble war der letzte DDR-Repräsentationsbau vor dem Mauerfall.

4 Kommentare

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  1. 4.

    Wenn das zutreffend wäre, was Sie hier behaupten, dann gäbe es weder die Großsiedlungen in Marzahn und Hellersdorf noch das Märkische Viertel oder die Gropiusstadt. Von dortigen Abrissplänen weiß ich nichts.

    Allerdings hat das Wissen zugenommen, sich angemessen auf den jeweiligen Ort zu beziehen, wobei Ort und Ort ja jeweils sehr verschieden sind. Der Palast der Republik war in Bezug auf den Anfang der Linden schlichtweg deplatziert, dafür war er eine Fehlbesetzung, der Friedrichstadtpalast dagegen bezieht sich auf eine sehr heterogene Umgebung, sodass das sehr wohl in Ordnung geht.

    An anderem Ort gestanden, stünde der Palast der Republik immer noch. So, wie übrigens auch der Fernsehturm, der heute aus keiner Berlin-Illustrierten und aus keiner Berlin-Werbung mehr wegzudenken ist.

  2. 3.

    Sehr gut! -
    Schön war die Zeit.

  3. 2.

    Hoffentlich wird nicht noch eine besonders heimtückische Form von Asbest gefunden...
    Aber die gab es ja nur bei einem DDR-Bauwerk, in dem neben gelegentlichen SED-Jubelorgien, kulturellen Veranstaltungen u.a. 1990 erstmalig ein frei gewähltes Parlament eine demokratische Verfassung beschloss - unabhängig von der Einflussnahme von ehemaligen alliierten Kriegsgegnern, wie 1919 und 1949!

  4. 1.

    Die Moderne wird zugunsten von historiserendem Kitsch weggerissen, die Postmoderne unter Schutz gestelllt. Interessant.

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