Joachim Meyerhoff, der seit Kurzem zum Ensemble der Schaubühne gehört, steht als Sosias auf der Fotoprobe zu "Amphitryon" auf der Bühne. Quelle: Fabian Sommer/dpa
Bild: Fabian Sommer/dpa

Jahrbuch "Theater heute" - Zahlreiche Berliner Theater und Künstler von Kritikern gekürt

Bei einer Umfrage der Zeitschrift "Theater heute" haben Kritiker ihre Highlights der Saison gewählt und Berliner Künstler in vier von sieben Kategorien zu den Besten des Jahres gekürt. Der Titel "Theater des Jahres" geht zum zweiten Mal in Folge nach München.

Die Zeitschrift "Theater heute" hat in ihrem Jahrbuch zwei Berliner Theater und Berliner Schauspieler für ihre Inszenierungen in der laufenden Spielzeit gekürt. Immer zum Ende der Sommerferien erscheint das Jahrbuch der Fachzeitschrift, in dem diesmal 44 Kritikerinnen und Kritiker aus Deutschland, der Schweiz und Österreich ihre Höhepunkte der Saison gewählt haben.

In vier Kategorien haben es Berliner Theater und Schauspieler diesmal auf den ersten Platz geschafft: Geehrt werden sie für die beste Inszenierung, das beste Bühnenbild, die besten Kostüme und die Schauspieler des Jahres. Der Titel "Theater des Jahres" allerdings geht zum zweiten Mal in Folge an die Münchner Kammerspiele, wo Intendant Matthias Lilienthal jetzt seine letzte Spielzeit beendet hat.

Schauspieler der Sophiensäle tanzen "Inszenierung des Jahres"

Die Performance "Tanz" von Regisseurin Florentina Holzinger wurde von den Kritikern zur "Inszenierung des Jahres" gewählt. Das Stück ist eine Koproduktion, an der neben den Berliner Sophiensälen auch das Tanzquartier Wien und die Münchner Kammerspiele beteiligt waren. Performancekünstlerin Holzinger war eigentlich auch zum Theatertreffen nach Berlin eingeladen. Wegen der Corona-Pandemie konnte die Veranstaltung im Mai allerdings nur in abgespeckter Form digital stattfinden.

Die Kulisse von Julia Oschatz in der Inszenierung Shakespeares "Hamlet" am Maxim-Gorki-Theater wurde von den Kritikern mit dem Titel "Bühnenbild des Jahres" ausgezeichnet. Das besten Kostüme des Jahres hat Victoria Behr für Herbert Fritschs "Amphitryon" an der Schaubühne entworfen. Schauspieler des Jahres Fabian Hinrichs wird für René Polleschs Inszenierung am Berliner Friedrichstadt-Palast ausgezeichnet, zur Schauspielerin des Jahres haben die Kritikerinnen und Kritiker Sandra Hüller vom Schauspielhaus Bochum gewählt.

Unter den Nachwuchskünstlerinnen und -künstlern des Jahres sind unter anderem die Autorin Caren Jeß, die das dramatische Kompendium "Bookpink" geschrieben hat, Schauspieler Johannes Nussbaumer, der den Kevin in Ewald Palmetshofers Stück "Die Verlorenen" am Residenztheater München spielt, und Gina Haller als Ophelia in Shakespeares "Hamlet" am Schauspielhaus Bochum.

Zum Stück des Jahres hat die Jury Palmetshofers "Die Verlorenen" gewählt.

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