Archivbild: Blick auf das Riesenrad im Berliner Spreepark am 20.10.2018. (Quelle: Olivier Donnars / Le Pictorium)
Audio: 88.8 | 17.08.2020 | Juliane Kowollik | Bild: Olivier Donnars / Le Pictorium

Öffnung bis 2026 geplant - Bauarbeiten für neuen Kulturpark im Spreepark starten

Im Spreepark Berlin im Plänterwald begannen am Montag die Bauarbeiten für den Umbau zu einem neuen Kulturpark. Bis 2026 soll nach Plänen des landeseigenen Unternehmens Grün Berlin GmbH der Park wieder schrittweise geöffnet werden.

Spreepark seit 18 Jahren geschlossen

Das 45 Meter hohe Riesenrad soll sich ab 2024 wieder drehen, 2022 soll das Eierhäuschen [gruen-berlin.de] als Ausflugslokal wiederbelebt werden. Neben der Gastronomie entstehen dort Ausstellungsräume und Künstlerresidenzen, die Besuchern Austausch ermöglichen sollen. Der Senat und die zuständige Grün Berlin, die auch Parks wie das Tempelhofer Feld betreibt, planen mit einem Jahresticketpreis von zwölf Euro. Die Ideen für den künftigen Park sammelte die Grün Berlin per Bürgerbeteiligung. Die Schwerpunkte sollen demnach weniger auf den Fahrgeschäften liegen als vielmehr auf Kunst, Kultur und Natur.

Als Voraussetzung für die künftige Nutzung wird seit Montag zunächst mit der Verlegung von Wasser-, Strom-, und Telefonleitungen begonnen. Unter anderem sind die notwendig für die Künstlerappartments.

Der Spreepark wurde 1969 eröffnet – damals unter dem Namen Kulturpark. Nach der Wende wurde der Park umgestaltet, die Besucherzahlen aber gingen deutlich zurück. Seit 2002 liegt der Freizeitpark brach. 2014 wurde das Areal vom Land Berlin von dem privaten Betreiber zurückgekauft. Seit 2016 entwickelt Grün Berlin das Konzept für den künftigen Betrieb.

Sendung: 88.8, 17.08.2020, 08:00 Uhr

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4 Kommentare

  1. 4.

    Diesen "Kunst- und Kulturpark" braucht Berlin so dringend, wie der Mensch einen Kropf! Unter dem Scheinargument der fehlenden Parkplätze wurde von Anfang an GEGEN eine erneute Nutzung als Vergnügungspark gearbeitet! Es wird völlig ignoriert, das hunderttausende IHREN Spreepark/ Plänterwald zurückhaben wollen! Da aktuell eine Petition geplant war, wurde schnell mit den "Bauarbeiten" begonnen, um Fakten zu schaffen! Es wird wie folgt ablaufen: Der Park wird dann nicht so angenommen, wie "erhofft", das Projekt wieder eingestampft und das Grundstück in Bauland umdeklariert, auf dem dann Luxushäuser und -wohnungen errichtet werden! Ist ja auch ein "Sahnestück" Land! Den Leuten IHREN Spreepark/ Plänterwald nicht als Vergnügungspark zurückzugeben ist ein ganz mieser Schachzug Deutscher "Politik"!

  2. 3.

    Ich glaube mich zu erinnern, dass der Senat einem Kulturpark wie er es mal war, und Berlin gut zu Gesicht stehen würde, eine Abfuhr erteilt hat.
    Ich gehe also von einer Batik, Tütchen und "wir haben uns alle lieb" Area aus. Ich habe schon Visionen von einer Esoterik-Loveparade, mit 3 Mio. Besuchern, wovon sich 1 Mio. in Berlin nieder lässt und dann RRG wählt.

  3. 2.

    Eigentlich Traurig das der aufbau des Plänterwald gute sechs Jahre dauern soll.Ich frage mich ob es vielleicht die Arbeiter vom BER sind.Denn die sind ja bald Arbeitslos.Nur dann wird der Plänterwald wohl erst in ca.zehn Jahre fertig sein.Uns BERLINERN hat man eh alles weggenommen was Spass macht.Z.b.Blubb oder der in der Landsberger Allee.Na,ja man soll die Hoffnung ja nicht aufgeben.

  4. 1.

    Einen kurzen Momment dachte ich, ich hatte "Künstlerappartments" gelesen. Haha nee kann ja nich sein. Wird am Montag liegen.

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